Umweltjournal.de | Buchrezensionen  | Artikel Nr.: 1157

Buchrezension: Saral Sarkar - Die nachhaltige Gesellschaft

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{b1l}Köln, 25.03.2002: Alle reden von „nachhaltiger Entwicklung“, gar von „nachhaltigem Wirtschaftswachstum“. Aber ist Nachhaltigkeit unter den Bedingungen des Kapitalismus nicht prinzipiell ausgeschlossen?

Wer gesellschaftliche Nachhaltigkeit zum Ziel hat, kann die Systemfrage nicht ausklammern. Welches sozioökonomische System bietet die besten Bedingungen für das Erreichen dieses Ziels?

Nach Saral Sarkar scheiterte das sowjetische Modell des Sozialismus hauptsächlich an den Grenzen des Wachstums. Aber auch der Kapitalismus ist seinem Wesen nach unnachhaltig und kann nicht „ökologisiert“ werden. Für Sarkar ist die Idee eines ökologisch verträglicheren Kapitalismus reine Illusion, weil die Verwertungslogik des Kapitals einer wirklich nachhaltigen Entwicklung entgegensteht.

Sarkar entwirft deshalb die Vision einer grundsätzlich anderen Zukunft. Er ist überzeugt, dass eine neuartige sozialistische Ordnung notwendig ist, wenn wir die gegenwärtige globale, ökologische und soziale Krise überwinden wollen. Sein Öko-Sozialismus wird materiellen Überfluss und Konsumtaumel nicht mehr zulassen, wohl aber einen echten Fortschritt der Menschheit ermöglichen.
Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
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Stand: 9. Oktober 2002
Erstellt: 25. März 2002

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