Umweltjournal.de | Buchrezensionen  | Artikel Nr.: 1191

Buchrezension: Günther Hirschfelder - Europäische Esskultur

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{b1l}Köln, 03.04.2002: Warum essen wir heute mit Messer und Gabel, oder auch wieder aus der Hand? Warum schmeckt das Fleisch des Schweines gut, während es uns vor dem Fleisch des Hundes ekelt?

Wer die Ernährungskultur der Gegenwart und damit auch sein eigenes Essverhalten verstehen möchte, muss einen Blick in die Vergangenheit werfen. Dabei wird er nicht nur Antworten auf viele Fragen unseres heutigen Umgangs mit den Nahrungsmitteln finden, denn in der Esskultur spiegeln sich sowohl ernährungsrelevante Traditionen und Veränderungen als auch die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen und Wertmassstäbe der jeweiligen Epoche wider.

Den Wandel der Nahrungsmittel, die Elemente der Nahrungszubereitung und die unterschiedlichen Formen der Mahlzeiten fügt Hirschfelder zum facettenreichen Bild einer kulturhistorischen Ernährungsgeschichte zusammen. Sein Bogen spannt sich von der Steinzeit über die frühen Hochkulturen, die klassische Antike und das Mittelalter bis zum Designerfood der Gegenwart. Dabei sind Nahrung und Nahrungsaufnahme für Hirschfelder vor allem Mittel, die Situation des Menschen und der Gesellschaft im Spannungsfeld von Wirtschaft, Politik, Kultur und Klima aufzuzeigen und zu erklären.
Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
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Stand: 9. Oktober 2002
Erstellt: 3. April 2002

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