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Energie kennt keine Krise

Köln, 03.02.2014: Der Begriff „Energie“ ist in aller Munde. Warum das so ist und warum wir die Energiekrise und die Energiewende ausrufen, obwohl die Energie an sich unzerstörbar ist, verrät der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer in seinem neuen Buch.

„Unzerstörbar“ – mit diesem Ausdruck lässt sich am besten beschreiben, was das Wesen der Energie ausmacht, um deren Verfügbarkeit sich in jüngster Zeit immer mehr Menschen Sorgen machen und bemühen.

Energie wird in gigantischen Dimensionen seit dem frühen 19. Jahrhundert in Form fossiler Brennstoffe genutzt. Jedoch gehen uns die fossilen Energieträger aus und das Schicksal moderner Zivilisationen und ihrer Kultur hängt von der zuverlässigen und bezahlbaren Energiewende ab. Energiewenden gab es schon einige in der Geschichte, so erfährt der Leser in dem Buch von Fischer.

„Klar ist, dass niemand genau weiß, was Energie eigentlich ist. Wir wissen nur, dass sie verschiedene Formen annehmen kann, wobei ihre Gesamtmenge konstant bleibt. Energie ist also unzerstörbar, und doch kann sie nicht in allen Varianten genutzt werden. Klar ist deshalb auch, dass unsere Zukunft davon abhängt, ob wir die geeignete Energie gewinnen und sie schonend einsetzen können.“, so Fischer.

Das Besondere der „Energie“ ist, dass es neben der erwähnten physischen auch einen psychischen Aspekt der Energie gibt. Offenbar steckt in dem Konzept eine Möglichkeit, die beiden getrennten Sphären des Materiellen und des Immateriellen zu verbinden.

Dieses tolle kleine Buch ist absolut empfehlenswert! Jeder, der sich intensiv mit dem weiten Feld der „Energie“ auseinandersetzt, sollte es gelesen haben. Auch dem neuen Bundesenergieminister Sigmar Gabriel sei es wärmstens empfohlen, da es zeigt, dass unter der Energiewende auch eine Energiepolitikwende zu verstehen ist: weg von der bisherigen nachfrageorientierten Produktion. Also weg von Quantität und hin zu mehr Qualität der Energie.

Ernst Peter Fischer
Unzerstörbar
Die Energie und ihre Geschichte
Verlag Springer Spektrum, Heidelberg 2014, 282 Seiten, gebunden, 24,99 Euro
ISBN 978-3-642-37735-8

Rezension von Thomas Wardenbach >>> text & pressebüro – Köln
Autor: Dr. Thomas Wardenbach
2631 Aufrufe
Stand: 3. Februar 2014
Erstellt: 3. Februar 2014

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