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Köln, 07.09.2010: Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe die Welt der Ernährung und ihre Fehlentwicklungen in einem Buch aufzeigen zu wollen. Ansatzweise gelingt das der Autorin sehr gut. Das Buch beschreibt die Vielfalt des Lebensmittelangebots der Discounter und Supermärkte.Aber - viele Lebensmittel sind austauschbar, weil sie aus wenigen günstigen und eher minderwertigen Rohstoffen wie
Der Mais ist eine einhäusige, getrenntgeschlechtlich (monözisch) Pflanze, die bis zu 2,5 Meter hohe Stängel hat, die in einen männlichen Blütenstand enden. Die weiblichen Blütenstände entspringen der mittleren Stängelhälfte. Die Fremdbestäubung erfolgt durch den Wind.
Mais,
Der Parakautschukbaum ist ein schnellwachsender, in Kultur bis 15 Meter hoher,in Wildnis bis 40 Meter hoher, laubabwerfender Baum, der im Rindenteil von Stamm und Zweigen Latex als Ausgangsprodukt für Naturkautschuk enthält.Soja,
Der Weizen ist einjähriges meist unbegrantes Gras. Die Ährenspindel sind mit
Ährchen besetzt, die 3 bis 6 Blüten umfassen. Selbstbestäubung tritt noch vor der Öffnung der Blüte ein. Das Korn ist eine Karyopse.
Weizen oder Reis bestehen. Damit diese Produkte überhaupt schmecken zeigt Busse mit anschaulichen Beispielen die Tricks der Nahrungsmittelkonzerne: Nahrungsmittel werden mit Aromen und Zusatzstoffen aufgemotzt und schmackhaft gemacht.
Busse geht auch der Frage nach "Sind die Dicken selbst schuld?". Die Antwort ist: die Zusammensetzung vieler Lebensmittel sei Schuld. Dabei verliert sie jedoch aus den Blick, dass eine Reihe gesellschaftlicher Trends maßgeblich an der Gewichtszunahme der Bevölkerung mitverantwortlich sind: Mangelnde Bewegung, eine vorherrschend sitzende Arbeittätigkeit, Zunahme der Nutzung von TV,
C. (bzw. allgemein Mikroelektronik) sind in Sachen Umwelt Helfer und Sünder zugleich. Computer und Spielkonsolen.
Im Buch werden auch die Folgen einer fehlgeleiteten
Festgeschriebenes Ziel der Agrarpolitik in Deutschland und der EG ist es, die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe zu sichern. Agrarpolitik und deren Folgen für Entwicklungsländern beschrieben: gefrorene Hühnerbeine aus der EU sind so billig, dass die Bauern in Westafrika nicht mehr wettbewerbsfähig sind, Gärtner in Ghana werden ihre Tomaten nicht los, weil Tomatenmarkimporte aus Südeuropa den Markt zerstören und Milchpulverexporte aus der EU nach Sambia veranlassen die Milchbauern die Milchwirtschaft einzustellen.
Um all die Missstände zu beseitigen setzt Busse auf die Einsicht und selbst bestimmte Ernährung der
Begriff aus der Ökologie. Konsumenten, die mit ihren Kaufentscheidungen die beschriebenen Fehlentwicklungen ändern sollen. Kritische und politisch-interessierte Verbraucher sind absolut wichtig. Dass jedoch Politik, Ernährungsindustrie und Handel auch in die Pflicht genommen werden müssen, davon ist wenig zu lesen. Viele der angesprochenen Probleme lassen sich aber nicht allein mit Verbrauchermacht ändern, sondern bedürfen gerade neuer poli-tischer Perspektiven.
Insgesamt ist das Buch ist eine leicht verständliche und unterhaltsame Lektüre und eine erste gute Information zu den Trends und Strategien globaler Lebensmittelkon-zerne. Natürlich lassen sich in einem solchen Rahmen die komplexen Strukturen der Globalisierung nicht im Detail klären.
Tanja Busse: Die Ernährungsdiktatur: Warum wir nicht länger essen dürfen, was uns die
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie auftischt; 336 Seiten, Karl Blessing Verlag München 2010; ISBN: 389667420X, Preis: 16,95