Inserate
Top Rezensionen
Weltentwicklungsbericht 2010: Entwicklung und Klimawandel
Vier Jahreszeiten im Wald
Wasser in der Stadt
Die Ernährungsdiktatur: Warum wir nicht länger essen dürfen, was uns die Industrie auftischt
Rezension: Hunger & Lust
Wieviel Boden braucht der Mensch?
Rezension: Schadstoffe in Innenräumen und an Gebäuden
Hommage an die Pasta
Die Soja-Lüge: Von den dunklen Seiten der hellen Bohne
Natürlich Nichtraucher bleiben
Kinderbuch: Über die Entstehung der Welt und des Lebens
Der eigene Wald
Traumgespräche - Was Träume über das Seelenleben ihres Kindes verraten
Selbstheilung mit Symbolkarten
Lebensraum Totholz - Gestaltung und Naturschutz im Garten
Sichtschutz im lebendigen Garten - Kreative Lösungen für Gartengrenzen, Sitzplätze und Terrassen
Energieeffiziente Gebäude
Energetische Altbausanierung
„… uuund Action!“: Medienorientierte Umweltkommunikation als Handbuch
Regenerative Energietechnologien
Inserate
Umweltjournal.de | Buchrezensionen  | Artikel Nr.: 15273

Umweltjournal-Buchtipp: Mit Gift und Genen

Köln/Brühl, 08.02.2009: Die Machenschaften von Monsanto, einer schon unzählige Male verklagten amerikanischen Firma, erklärt uns die Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuesten Buch "Mit Gift und Genen". Der Chemie- und Biotech-Riese Monsanto spielt mit seinen Produkten wie Pestiziden und genmanipulierten Pflanzen eine umstrittene Rolle in der Weltnahrungsmittelproduktion. Durch den Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut erzielt Monsanto eine Abhängigkeit der Kunden, denn die gentechnisch veränderten Pflanzen können nur durch ein Pflanzenschutzmittel behandelt werden, dass die Firma natürlich selbst erzeugt.


In ihrem brisanten Buch schildert die Journalistin Marie-Monique Robin, welche Gefahren von den Produkten und der Macht des Konzerns weltweit und vor unserer Haustür ausgehen.


Das schreibt der Verlag:

"Wir werden bei jedem Korn, das wir aussäen, und bei jedem Feld, das wir bebauen, von Monsanto abhängig sein. Der Konzern weiß, wenn er das Saatgut kontrolliert, kontrolliert er die Ernährung; das ist seine Strategie. Diese Strategie ist wirksamer als Bomben, wirksamer als Waffen – sie ist das beste Mittel, um die Völker der Welt zu kontrollieren."
Vandana Shiva, indische Bürgerrechtlerin

Monsanto ist seit 2005 der größte Saatguthersteller der Welt, 90% aller weltweit angebauten gentechnisch veränderter Organismen (GVOs) gehören dem Unternehmen. Vor allem mit seinen transgenen Pflanzen möchte Monsanto einen Beitrag zur Verringerung des Hungers in der Welt beitragen, doch dass Unternehmen hat eine zweifelhafte Geschichte, wie Marie-Monique in ihrem Buch „Mit Gift und Genen. Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert“ eindrucksvoll belegt.

Als erfolgreicher Chemiekonzern war Monsanto maßgeblich an der Herstellung von Agent Orange, dem Entlaubungsmittel im Vietnamkrieg, beteiligt. Später machte er Schlagzeilen durch in seinen Produkten enthaltene krebsauslösende PCB Abfälle in Aniston, das Unkrautvernichtungsmittel Round-Up, sowie die Verunreinigung von Milch durch das Rinderwachstumshormon Posilac. Weltweit musste das Unternehmen sich deshalb vielfältigen Prozessen stellen.

Seit den 90er Jahren verlagerte Monsanto seinen Forschungs-Schwerpunkt auf Biotechnologie und die Entwicklung neuer Saatgut-Patente. Um resistent gegen Schädlinge und Unkrautvernichtungsmittel zu sein, wird das Genmaterial der Pflanzen gentechnisch verändert, d.h. mit Gift angereichert, das stückweise an die Umwelt abgegeben wird, um so die Schädlinge zu vernichten.

Die Journalistin Marie-Monique Robin enthüllt in ihrem Buch die fragwürdigen Aktivitäten, mit denen Monsanto zum größten Saatguthersteller weltweit avanciert ist, und schildert, welche Gefahren von den Produkten und der Macht des Konzerns für uns alle ausgehen. Vor dem Hintergrund der weltweiten Nahrungsmittelkrise gewinnen ihre Erkenntnisse enorm an Brisanz.


Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert (Broschiert)
Autor: Marie-Monique Robin
ISBN: 978-3-421-04392-4
€ 19,95
DVA Sachbuch
online kaufen

Autor: Ursula Heinen

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Gentechnik, Monsanto":
Deutschland muss gentechnikfrei bleiben!Deutschland muss gentechnikfrei bleiben!
Berlin, 15.10.2009: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die künftigen Koalitionäre von Union und FDP aufgefordert, das Anbauverbot des Genmais MON 810 beizubehalten und sich von ihrem Pro-Gentechnikkurs zu verabschieden. Die Ankündigung, die Nulltoleranz für in der Europäischen Union nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen zu kippen, wäre „der Anfang vom Ende der Gentechnikfreiheit in Deutschland“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
"Ohne Gentechnik" ist Mogelpackung
Frankfurt, 12.09.2009: Die Möglichkeit, Lebensmittel mit dem Zusatz "Ohne Gentechnik" auszuzeichnen, gibt es bereits seit Mai 2008 – umgesetzt wurde sie bislang jedoch nur von wenigen Herstellern. Nun soll ein einheitliches Label des Bundesverbraucherministeriums für neuen Schub sorgen. Auch das Marketing wurde aufgehübscht.
Genmais gefährdet SchmetterlingeGenmais gefährdet Schmetterlinge
Berlin, 13.07.2009: Der NABU kritisiert, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) keine Bedenken gegen den Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 hat. Zu begrüßen sei jedoch, dass die EU-Behörde erstmals mögliche Risiken für Schmetterlinge und andere so genannte Nicht-Ziel-Organismen einräumt. Sie rät daher in ökologisch sensiblen ...
Teuflischer ZwirnTeuflischer Zwirn
Darmstadt, 05.06.2009: Wissenschaftler um Prof. Dr. Ralf Kaldenhoff von der TU Darmstadt haben ein gentechnisches Verfahren entwickelt, mit dem Nutzpflanzen gegen Angriffe des Teufelszwirns gewappnet werden können. Der Teufelszwirn (Cuscuta), ein pflanzlicher Parasit, verursacht vor allem in wärmeren Ländern immense ...
Gentechnik-Forschung geht am Markt vorbeiGentechnik-Forschung geht am Markt vorbei
BUND und Bioland fordern mehr Transparenz bei der staatlichen Forschungsförderung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bioanbauverband BIOLAND forderten anlässlich des morgigen "Runden Tisches" der Bundesforschungsministerin Annette Schavan mehr Transparenz bei der Forschungsförderung im Bereich der Agro-Gentechnik.
Gentechnisch veränderte Gentechnisch veränderte "Amflora"-Kartoffeln freigesetzt
Berlin, 05.05.2009: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat am 30. April der BASF Plant Science GmbH die Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln unter Auflagen genehmigt. Gestattet wurde die Freisetzung der so genannten "Amflora"-Kartoffel auf einer Fläche in der Gemeinde Bütow (Mecklenburg-Vorpommern). Geplant ist, die gentechnisch veränderten Kartoffeln in den Jahren 2009 und 2010 auf einer Fläche von ...
Grüne Gentechnik – Koexistenz und HaftungGrüne Gentechnik – Koexistenz und Haftung
Köln, 27.02.2009: Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte der Berliner Zeitung: "Die grüne Gentechnik bringt dem Menschen hierzulande bisher keinen erkennbaren Nutzen." Die Ministerin kündigte an, die Zulassung der einzigen in Deutschland zugelassenen gentechnisch veränderten Maissorte "MON 810" des US-Herstellers Monsanto noch einmal zu überprüfen.
Umweltjournal-Buchtipp: Mit Gift und GenenUmweltjournal-Buchtipp: Mit Gift und Genen
Köln/Brühl, 08.02.2009: Die Machenschaften von Monsanto, einer schon unzählige Male verklagten amerikanischen Firma, erklärt uns die Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuesten Buch "Mit Gift und Genen". Der Chemie- und Biotech-Riese Monsanto spielt mit seinen Produkten wie Pestiziden und genmanipulierten Pflanzen eine umstrittene Rolle in der Weltnahrungsmittelproduktion. Durch den Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut erzielt ...
Das Gen, das die Lebensuhr zurückdrehtDas Gen, das die Lebensuhr zurückdreht
München, 07.02.2009: Früher war die Sache klar: Sobald ein Mensch geboren ist, gibt es kein Zurück. Ob Leber, Muskel oder Haut - keine Körperzelle, so schien es, kann je wieder etwas anderes werden als sie ist. Dieses Dogma freilich ist inzwischen widerlegt. Selbst ausgereifte Zellen, so weiß man heute, lassen sich in einen embryonalen Zustand zurückversetzen - wenn auch nur mithilfe krebsfördernder Gene und heikler ...
Buchrezension: Genetik für Ahnungslose - eine Einstiegshilfe für StudierendeBuchrezension: Genetik für Ahnungslose - eine Einstiegshilfe für Studierende
Köln, 15.05.2008: Wie der Titel schon erahnen lässt geht es in diesem Buch um einen Überblick und Basiskenntnisse der Genetik. Die Autorin, Michaela Aubele, will Studierenden der Fächer Biochemie, Pharmazie, Agrarwissenschaft und Medizin, in denen die Genetik zunehmend Einzug erhält, die benötigten Basics zu liefern, auf die im Studium nicht hinreichend eingegangen wird.

Stand: 8. Februar 2009
Erstellt: 8. Februar 2009