Umweltjournal.de | Buchrezensionen  | Artikel Nr.: 15060

Rezension: Aluminium – Metall der Moderne

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Köln, 18.12.2008: Mal eben schnell die Hose zugemacht, das Licht ausgemacht, den letzten Schluck aus der Cola-Dose genommen und dann rein in den Flieger. Was haben diese Dinge gemeinsam? Es gäbe sie alle nicht, oder nicht in dieser Art und Effizienz, gäbe es kein Aluminium. „Aluminium – Das Metall der Moderne“ begegnet uns tagtäglich und wir nutzen es unbewusst, doch dabei war es einst teurer als Gold. Luitgard Marschall erzählt die Wechselvolle Geschichte mit allen ihren Kehrseiten des nach Eisen wichtigsten Metalls der Moderne.

 

Eigentlich sieht die Vita des Aluminiums ganz nach einer Erfolgsgeschichte aus, doch erst das viel kritisierte Dosenpfad, weißt daraufhin, dass man mit dem Metall nicht achtlos umgehen kann. Eine Wegwerfmentalität ist hier in keinem Fall angebracht, denn die Herstellung von Alu ist teuer und sehr energieaufwändig. Das führte dazu, dass die Aluminiumverhüttung nach dem Zweiten Weltkrieg zum Beispiel aus Deutschland, welches sich früher als weltgrößter Aluminiumhersteller bezeichnete, in die Südländer abwanderte. Heutzutage ist Brasilien weltweit der fünftgrößte Produzent des leichten Metalls. Und obwohl die zur Verhüttung benötigte Energie, ökologisch sinnvoll, zum größten Teil aus Wasserkraftwerken stammt, bedroht der weltweite Aluminiumverbrauch akut den dortigen tropischen Regenwald.

Das Buch aus der Reihe „ Stoffgeschichten“ des oekom verlages beleuchtet in fünf Kapiteln die wechselvolle Geschichte des Aluminiums, dabei wird auch für den Laien verständlich in Informationskästen beispielsweise kurz auf den Prozess der Aluminiumgewinnung eingegangen. Weiterhin ist der Text reich bebildert und ein gesonderter Teil wartet mit einigen ansprechenden Farbfotografien auf. Viele Literaturangaben im Anhang machen die im Buch getätigten Aussagen sehr vertrauenswürdig.

 

Titel: Aluminium. Metall der Moderne; Autor: Luitgard Marschall; oekom verlag; ISBN: 978-3-86581-090-8; 285 Seiten; 24,90 €

Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
3253 Aufrufe
Stand: 18. Dezember 2008
Erstellt: 18. Dezember 2008

Weiterführende Informationen:

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