Wir Alpen! 3. CIPRA-Alpenreport
Köln, 28.02.2008: Der 3. Alpenreport ist erschienen. Was zunächst nach trockener Wissenschaftslektüre klingt, entpuppt sich als spannendes, ermutigendes Buch. In Zeiten dauernder Berichterstattungen über Weltuntergangsszenarien von (leider oft auch Möchtegern-)Klimatologen wirkt das Buch der Internationalen Alpenschutzkommission (CIPRA) äußerst fortschrittlich. Denn trotz aller prognostizierter Probleme und möglichen negativen Veränderungen werden in diesem Buch die Alpenbewohner als mutige Gestalter und Vorreiter portraitiert.
Das Ökosystem Höchstes Gebirge in Europa, mit einer Fläche von 220.000 Quadratkilometer. Die A. sind als Wasserspeicher, Klimaregulator, ökologische Nische und als Erholungsgebiet eines der ökologisch wichtigsten Gebiete in Europa.Alpen ist ein Frühwarnsystem für den Klimawandel. Neben schwindenden Gletschern ist beispielsweise in der Schweiz festzustellen, dass sich der Bergwald binnen kurzer Zeiträume rapide ausbreitet. Eine Folge hauptsächlich von weniger Almwirtschaft, Rückzug der Bergdorfbevölkerung und Klimawandel. Aber ist dies eher eine gute oder schlechte Nachricht und was sind die Folgen für die Alpenbevölkerung?
Das Buch berichtet von Menschen und Initiativen, die wissen, dass viele Probleme weder neu noch unlösbar sind. Ihnen genügt es nicht zu jammern oder für mehr Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz zu demonstrieren, was Städter ohnehin häufig besser können. Jeder der hier portraitierten Personen stellt sich tatkräftig und zielgerichtet auf beindruckende Art und Weise den unabdingbaren Herausforderungen. Zahlreiche sw-Fotos aus dem Alltagsleben dieser Alpenbewohner sind eine zusätzliche Bereicherung für das bemerkenswerte Buch.
Der erste Teil des Buches beschreibt in 15 Reportagen beispielhafte, zukunftsweisende Projekte aus verschiedenen Staaten des Alpenbogens. Es geht dabei um Regionalwirtschaft, Schutzgebiete, siehe Sanfter Tourismus, Nachhaltiger Tourismus, Blaue Flagge, Freizeit und Umwelt, Alpen, Schutzwald.Tourismus, Verkehr verursacht Umweltauswirkungen, die v.a. durch die Transportaktivitäten und durch den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur entstehen. Verkehr, Soziales, Kulturelles, regionales Handwerk sowie Politik im Großen und im Kleinen.
Der zweite Teil liefert den wissenschaftlichen Hintergrund und zeigt, wie jedes Praxisbeispiel ein Baustein von vielen für eine in eine zukunftsweisende Entwicklung der Region Alpen ist.
Internationale Alpenschutzkommission (CIPRA)
Wir Alpen! Menschen gestalten Zukunft
3. CIPRA-Alpenreport
Haupt Verlag, Bern 2007, 304 Seiten, 22,90 Euro / 36,00 CHF
ISBN 978-3-258-07263-0
Buchrezension von: Dr. Thomas Wardenbach Beratung und Pressebüro für Geowissenschaften & Agrarwirtschaft, Köln
Weiterführende Informationen:
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Neuigkeiten von ÖtziKöln, 20.03.2010: Seit nahezu 20 Jahren beschäftigen sich weltweit Mediziner, Natur- und Geisteswissenschaftler mit dem Schicksal eines Mannes, der vor 5.300 Jahren in den Ötztaler Alpen verstarb. Heute zählt der Fall Ötzi wahrscheinlich zu den am gründlichsten untersuchten Kriminalfällen in der Menschheitsgeschichte.
Fairness unterm WeihnachtsbaumBerlin, 06.12.2009: Lebkuchen, Spielzeug, Kleidung und Schmuck unterm Tannenbaum sind typisch für das Weihnachtsfest zwischen Nordsee und Alpen. Dass diese Traditionen ohne den Handel mit Südasien nicht möglich wären, ist dabei nur wenigen bewusst. Dabei ist der Weg zu ganz besonderen Geschenken, von denen auch die Produzenten in Sri Lanka, Indien, Pakistan und Bangladesch etwas haben, häufig kürzer, als man denkt.
Geologie der AlpenKöln, 12.09.2009: Es gibt nur wenige Bücher, welche die Geologie der Alpen umfassend behandeln. Dem Schweizer Geologen O. Adrian Pfiffner, ist es gelungen den neuesten Stand der Forschung in diesem Buch verständlich und komprimiert zu präsentieren. Die hervorragenden Grafiken machen Lust auf Exkursionen. Denn Geologie kann man auch heute im digitalen Zeitalter immer noch am besten vor Ort entdecken und studieren, hierfür sei dieses Buch als Grundausrüstung empfohlen!
Der Fisch auf dem BergKöln, 29.07.2009: Wie kommen Muscheln, Korallen oder Fische auf einen Berg? Antworten auf diese und viele weitere spannende Fragen finden sich im Buch Der Ozean im Gebirge, einem geologischen Reisebegleiter durch die Schweiz.
Geo-Reiseführer Mittelland bis hochalpines GraubündenKöln, 23.07.2009: Für diejenigen, die ihren Sommerurlaub im Schweizer Mittelland, in der Ostschweiz oder Graubünden verbringen, bietet der Geo-Reiseführer von Michael Szönyi viele Zusatzinformationen mit interessanten Ausflugs- und Wandertipps.
Der Luchs kehrt zurückFrankfurt, 12.07.2009: Nach über 100jähriger Abwesenheit kehren die Luchse langsam in ihren alpinen Lebensraum zurück. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Umweltschutzorganisation WWF. Neben stabilen Populationen in den Schweizer Nordwestalpen und der Grenze zwischen Ostösterreich und Slowenien gilt nun auch eine Rückkehr der ersten Raubkatzen in die ...
Problembär in Sicht?Frankfurt, 09.04.2009: Mit dem Frühling kommt auch die Wandersaison der Braunbären in den Alpen so richtig in Fahrt. Nach Angaben der Umweltstiftung WWF gehen jetzt vor allem männliche Bären auf Wanderschaft, da sie nach dem langen Winterschlaf Nahrung suchen, um wieder zu Kräften zu kommen. Die Population in Norditalien sorgt dabei für Überraschungen. Während nahe Innsbruck Neuankömmling "Toni ein Zuhause gefunden hat, könnten - drei Jahre ...
Neue Bären für ÖsterreichFrankfurt, 21.08.2008: Die überwiegende Mehrheit der Österreicher (71 Prozent) würde eine Ansiedlung von Bären in Österreich begrüßen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des WWF. Derzeit leben in der Alpenrepublik nur noch zwei Bärenmännchen. "Das Umfrageergebnis beweist, dass die österreichische Bevölkerung Ja zu neuen Bären sagt", unterstreicht WWF-Bärenprojektleiter Christoph Walder.
Kein Heimvorteil für die Alpenkicker?Dortmund, 07.06.2008: Bei der diesjährigen EM sehen sich Österreich und die Schweiz im Vorteil. Von der lautstarken Unterstützung durch den "zwölften Mann auf dem Platz" - die heimischen Fans - erhoffen sich die Alpenkicker den entscheidenden Kick fürs eigene Spiel. Und auch für die deutsche Mannschaft könnten sich die Partien aufgrund der kurzen Anreisewege als Heimspiele erweisen. Dies ist allerdings nur dann ...
Bio- und Geodiversität der Schweizer AlpenKöln, 22.05.2008: Die Vertragsstaaten der UNO treffen sich vom 19. bis 30. Mai in Bonn, um den Zustand der Biodiversität zu beraten. Die Zeit drängt: Die Biodiversität nimmt nämlich immer noch ab, obwohl die Abnahme bis 2010 hätte gestoppt werden sollen. Rechtzeitig erscheint ein wunderbares Buch, das die beeindruckende Bio- und Geodiversität in den Schweizer Alpen zeigt.
Erstellt: 28. Februar 2008




















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