Inserate
Top Rezensionen
Rezension: Hunger & Lust
Wieviel Boden braucht der Mensch?
Rezension: Schadstoffe in Innenräumen und an Gebäuden
Hommage an die Pasta
Die Soja-Lüge: Von den dunklen Seiten der hellen Bohne
Natürlich Nichtraucher bleiben
Kinderbuch: Über die Entstehung der Welt und des Lebens
Der eigene Wald
Traumgespräche - Was Träume über das Seelenleben ihres Kindes verraten
Selbstheilung mit Symbolkarten
Lebensraum Totholz - Gestaltung und Naturschutz im Garten
Sichtschutz im lebendigen Garten - Kreative Lösungen für Gartengrenzen, Sitzplätze und Terrassen
Energieeffiziente Gebäude
Energetische Altbausanierung
„… uuund Action!“: Medienorientierte Umweltkommunikation als Handbuch
Regenerative Energietechnologien
Multitasking-Wahnsinn
Die Streuobstwiese - Vielfalt erhalten – Lebensräume schaffen - Besonderes genießen
Anleitung für den Adrenalin-Kick
Vögel fotografieren
Inserate
Umweltjournal.de | Buchrezensionen  | Artikel Nr.: 11831

Buchrezension: Tierhaltung in Deutschland

Köln, 09.02.2007: Ab 1. Januar 2007 sollte die Käfighaltung von Legehennen in Deutschland eigentlich nicht mehr erlaubt sein. „Eigentlich“ – denn 2006 haben die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Bundesrat das Verbot ausgehebelt und Käfige beschönigend als "ausgestaltete Kleinvolieren" deklariert. Nach der Meinung von Tierschutzverbänden handelt es sich trotz mehr Platz pro Huhn um Etikettenschwindel und die sogenannten Kleinvolieren können keine tiergerechtere Legehennenhaltung garantieren.


Bundestag und Bundesrat haben sich im Jahr 2001 darauf verständigt, die grausame Käfighaltung von Legehennen endlich zu verbieten. Der wegweisende Beschluss ging auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 1999 zurück, das die Käfighaltung als nicht tiergerecht eingestuft und die alte Hennenhaltungsverordnung außer Kraft gesetzt hatte.

Das jetzt erschienen Buch „Nationaler Bewertungsrahmen Tierhaltungsverfahren“ des KTBL (Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft) zeigt den aktuellen Wissensstand zur Haltung nicht nur von Legehennen. Insgesamt werden 139 ausgewählte Haltungsverfahren für Rinder, Schweine, Hühner, Puten, Enten und Pferde im Buch detailliert mit Vor- und Nachteilen beschrieben und bewertet. Die von 50 Expertinnen und Experten des KTBL und der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) erarbeiteten Ergebnisse sind eine einmalige Bestandsaufnahme und dienen als wertvolle Entscheidungshilfe für die zukünftige Gestaltung der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Mit dem Buch ist es erstmals gelungen, für die wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztierarten eine Vielzahl von Haltungsverfahren hinsichtlich ihrer Wirkungen auf die Umwelt und die Tiergerechtheit zu beurteilen. Die Anforderungen an eine tiergerechte Nutztierhaltung, die Umweltwirkungen von Tierhaltungsanlagen und der Einfluss des Managements im Wechselspiel mit den baulich-technischen Merkmalen der Haltungsverfahren werden ausführlich erläutert und ermöglichen der Politik, dem einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb und all denjenigen die sich detailliert informieren wollen einen aktuellen Überblick über den Stand der Technik und des Wissens.

Das Buch enthält einen Zugangcode zu einer Internetdatenbank in der die Ergebnisse ebenfalls zusammengefasst werden.

Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) (Hrsg.)
Nationaler Bewertungsrahmen Tierhaltungsverfahren
Methoden zur Bewertung von Tierhaltungsanlagen hinsichtlich Umweltwirkungen und Tiergerechtigkeit
KTBL-Schrift 446, Darmstadt 2006, 778 Seiten, EUR 48,00
ISBN 3-939371-13-0


Buchrezension bearbeitet von: Dr. Thomas Wardenbach – Beratung und Pressebüro für Geowissenschaften & Agrarwirtschaft, Köln

Autor: Dr. Thomas Wardenbach

Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Tierhaltung":
Deutscher Bauernverein heuchelt UmweltbewusstseinDeutscher Bauernverein heuchelt Umweltbewusstsein
Gerlingen, 05.12.2009: Der Widerspruch des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zu den Positionen des EU-Umweltrates lässt Fachleute den Kopf schütteln. In seiner gestrigen Pressemeldung reklamiert der DBV eine sichere Nahrungsmittelversorgung und eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft. Zudem bedauert der Verband den "weltweit dramatisch zunehmenden Flächenverbrauch".
Less Meat = Less HeatLess Meat = Less Heat
Brüssel, 29.11.2009: Am 3. Dezember spricht der Musiker vor dem Europäischen Parlament, um sich für eine fleischlose Ernährung zugunsten des Klimaschutzes einzusetzen. Der Anteil der Nutztierhaltung an den globalen Treibhausgasemissionen wurde bereits im Jahr 2006 auf 18% geschätzt (mehr dazu auch in unserem Positionspapier). Diese Schätzung stammt aus einer Studie der FAO, die unter dem Titel "Livestock‘s Long Shadow" (zu Deutsch etwa: "Der lange Schatten der Nutztiere") erschien.
Da lachen die Hühner - Freilandhaltung im HühnermobilDa lachen die Hühner - Freilandhaltung im Hühnermobil
Berlin, 10.11.2009: Wenn Ihr die Hühner immer rauslasst, bekommt Ihr Probleme, warnten die Kollegen, als Max und Iris Weiland 1993 begannen, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen. 300 Hühner hatten sie damals - in einem stationären Stall. Hühner, die ihren Stall verlassen können, laufen zwar auch mal etwas weiter weg, doch halten sie sich am liebsten in Stallnähe auf. Hier fühlen sie sich geschützt, nehmen ihre Sandbäder zur Gefiederpflege, und sie ...
Todesgefahr für Delfine im Duisburger ZooTodesgefahr für Delfine im Duisburger Zoo
Duisburg/Hagen/Radolfzell, 24.07.2009: Am Sonntag demonstrierten nach gutbesuchter Kundgebung am Vortag in Münster vor dem Duisburger Zoo das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus Hagen und ProWal aus Radolfzell gegen die Delfinhaltung im Delfinarium. Große Banner waren gespannt und es wurden Flyer und Luftballons mit dem Motto ...
Höhere Zuwächse bei MassentierhaltungHöhere Zuwächse bei Massentierhaltung
Hannover/Berlin, 10.06.2009: In einer Zeit, wo das Höfesterben weitergeht, werden in Deutschland immer mehr Nutztiere in Massentierhaltungsanlagen gehalten. Die meisten industriellen Schweine- und Geflügelställe werden in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gebaut. In Niedersachsen kommen beispielsweise zu den derzeit rund acht Millionen Schweinen 1,2 Millionen ...
Kurioses Schweine-UrteilKurioses Schweine-Urteil
Köln/Brühl, 30.05.2009: Was für eine Sauerei! Wussten Sie, dass Ihr Nachbar ein Schwein in seiner Wohnung halten darf? Unglaublich, aber wahr. Juristen raten: Solange das Haus nicht nach Schwein riecht, Sollte man keinen Streit darüber anfangen. Der kostet nur unnötig Geld und führt zu nichts.
Ostern fair, grün und gesundOstern fair, grün und gesund
Berlin, 09.04.2009: Beim Oster-Shopping gibt es einige Gelegenheiten, den Einkaufskorb "grüner und fairer" zu füllen. Mit gezielten Griffen ins Ladenregal können Verbraucher etwas gegen Armut sowie für die Umwelt, artgerechte Tierhaltung und das eigene Wohlbefinden tun. Osterbräuche sind eine Liebeserklärung an Natur und Lebensfreude. Was liegt da näher, als das Fest grün und sozialverträglich zu feiern?
Der Bio-Eier-BetrugDer Bio-Eier-Betrug
Gerlingen, 17.01.2009: PETA Deutschland war in Berliner Supermärkten unterwegs und kaufte erneut Freilandeier der Firma Landkost. Doch der Eierstempel zeigt: Die Eier kommen aus den Niederlanden. "Wir vermuten, dass Landkost den Bedarf an Freilandeiern jetzt – wo die Hühner wirklich auch frei gehalten werden – nicht mehr decken kann und zukaufen muss", so Dr. Edmund Haferbeck von PETA Deutschland e.V.
Käfighaltung von Legehennen läuft ausKäfighaltung von Legehennen läuft aus
Berlin, 04.01.2009: Die deutsche Landwirtschaft setzt mit der Beendigung der Käfighaltung von Legehennen in Deutschland zum 1. Januar 2009 einen neuen Maßstab beim Tierschutz. Nach jahrelangen öffentlichen Diskussionen und Entwicklungen neuer Haltungsformen werden die deutschen Geflügelhalter mit dem Verbot der Käfighaltung Vorreiter mit tierschutzgerechten Haltungssystemen.
Stop it! Aktionstour - der FilmStop it! Aktionstour - der Film
Hamburg, 19.12.2008: Über 50.000 Menschen haben bereits mit der ROTEN KARTE gegen Wildtierhaltung im Zirkus protestiert. Mit dem Stop it!-Elefantenmobil besuchte VIER PFOTEN im November deutsche Großstädte, um auf das tägliche Leid der Wildtiere in Zirkussen aufmerksam zu machen. Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es jetzt den Film zur Tour: Stripy und Trunky - zwei tierisch ...

Stand: 11. Februar 2007
Erstellt: 9. Februar 2007