|
Köln, 07.06.2002: Unter diesem zentralen Motto stehen in diesem Jahr zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen des Verbraucherministeriums (BMVEL), die eine breite Öffentlichkeit für die Bedeutung der Mittel- und Hochgebirge sensibilisieren und das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer nachhaltigen Entwicklung in den Bergregionen fördern. Berge haben eine entscheidende Funktion für die Zukunft der Menschheit. Dieses Bewusstsein gilt es zu schaffen und zu festigen. Deshalb starten wir im Rahmen des Internationalen Jahres der Berge Initiativen, die das Bewusstsein und den Informationsstand für Gebirgsökosysteme, ihre Dynamik und Funktion sowie ihre Bedeutung steigern. Konkrete Projekte mit einer breiten Beteiligung von Vereinen, Schulen, Institutionen und Organisationen, die als symbolische Zeichen zum Internationalen Jahr der Berge 2002 gesetzt werden.
Maßnahmen, die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur, Hoch- und Tiefland verdeutlichen und die das Verstehen von kulturellen Besonderheiten der in den Bergregionen lebenden Menschen erleichtern. Die uns plausibel machen, dass wir ein möglichst großes Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur erzielen müssen, um die Lebensqualität der heutigen und zukünftigen Generationen zu sichern.
Wir wollen erreichen, dass sich möglichst viele Menschen sowohl rational, als auch mit all ihren Sinnen mit dem Thema Berge auseinandersetzen. Sie sollen die Berge erleben, um in Zukunft bewusster mit diesen sensiblen Ökosystemen umzugehen. Lassen Sie uns dieses Ziel gemeinsam verfolgen.
Renate Künast
Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. LandwirtschaftInternationales Jahr der Berge 2002
Entstehung 
Auf Antrag der Republik Kirgisistan haben die Vereinten Nationen bei einer Generalversammlung im November 1998 beschlossen, das Jahr 2002 zum Internationalen Jahr der Berge (folgend auch IJB 2002) zu erklären. Gefördert werden soll dadurch die Nachhaltige Entwicklung der Bergregionen (Lokale
Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Was zu tun ist". Im englischen Sprachgebrauch steht er auch für "Tagesordnung". Die Agenda 21 beschreibt die Tagesordnung für weltweites Handeln im 21. Jahrhundert.Agenda 21, Kapitel 13). Die
Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Was zu tun ist". Im englischen Sprachgebrauch steht er auch für "Tagesordnung". Die Agenda 21 beschreibt die Tagesordnung für weltweites Handeln im 21. Jahrhundert.Agenda 21 wurde auf dem Umweltgipfel von Rio de Janeiro im Jahre 1992 verabschiedet. Das Jahr 2002 ist gleichzeitig das Jahr Rio + 10. Nach zehn Jahren soll in bezug auf die
Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Was zu tun ist". Im englischen Sprachgebrauch steht er auch für "Tagesordnung". Die Agenda 21 beschreibt die Tagesordnung für weltweites Handeln im 21. Jahrhundert.Agenda 21 Bilanz gezogen werden.
Akteure & NetzwerkeDie Koordination innerhalb der UNO für das Internationale Jahr der Berge wurde der Ernährungs- und Landwirtschaftsbehörde
Food and Agricultural Organization of the United Nations, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) in Rom anvertraut. Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), das
(United Nations Environmental Program) Die U. ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN) und wurde 1972 gegründet. UNEP (United Nations Environment Programme) und das UNDP (United Nations Development Programme) sowie weitere Organisationen unterstützen sie dabei, beispielsweise auch zahlreiche NGOs (Nichtregierungsorganisationen). Für das Jahr der Berge in Deutschland liegt die Federführung beim Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL).
Erste konkrete Ergebnisse Die Die "Feldafinger Thesen" bieten die Grundlage für
eine zukunftsträchtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen.
Feldafinger ThesenAm 16. und 17. Februar 2002 unmittelbar nach der offiziellen deutschen Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr der Berge 2002 fand die Auftakt-Fachtagung zum Berge21 Expertenforum im Fachzentrum für Ernährung, Ländliche Entwicklung und
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt (ZEL) der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) in Feldafing bei München statt. In vier Arbeitsgruppen stellten sich sechzig namhafte Experten und Wissenschaftler, Vertreter von Verbänden und Vereinen der Landwirtschaft,
F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung. Forstwirtschaft,
Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz,
siehe Sanfter Tourismus, Nachhaltiger Tourismus, Blaue Flagge, Freizeit und Umwelt, Alpen, Schutzwald.Tourismus, Wirtschaft,
Verkehr verursacht Umweltauswirkungen, die v.a. durch die Transportaktivitäten und durch den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur entstehen. Verkehr, von Landes- und Bundesministerien sowie Nutzer der Bergregionen der Frage Unsere Berge: Schützen durch Nutzen?. Als Ergebnis wurden die
Die "Feldafinger Thesen" bieten die Grundlage für
eine zukunftsträchtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen.
Feldafinger Thesen für eine zukunftsträchtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen formuliert. Diese bilden die Basis für ein Schlussdokument, dass am Ende des Jahres als Empfehlungspapier dem BMVEL überreicht werden soll. Die Fachtagung war der Auftakt einer ganzen Reihe von wissenschaftlichen Fachtagungen und Workshops, die unter dem Titel Berge21 das Expertenforum das Internationalen Jahr der Berge in Deutschland begleiten. Ziel ist es, nutzvolle Orientierungen und Handlungsempfehlungen für den Schutz und Erhalt der deutschen Mittel- und Hochgebirge zu erarbeiten. Von dem Berge21 Expertenforum versprechen wir uns maßgebliche Impulse, die weit über das Jahr der Berge hinausgehen, betont Bundesverbraucherministerin Renate Künast.

Unsere Berge: Schützen durch Nutzen?
Deutsche Auftakt-Fachtagung zum Internationalen Jahr der Berge
Feldafing, 16. bis 17. Februar 2002
Die "Feldafinger Thesen" bieten die Grundlage für
eine zukunftsträchtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen.
Feldafinger Thesen 1. Gebirgsregionen sind besonders empfindliche Räume. Sie haben nur dann eine nachhaltige Zukunft, wenn sie Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum bleiben, und nicht zum Museum werden.
2. Die Strukturen und Situation in den verschiedenen Hoch- und Mittelgebirgen sind sehr unterschiedlich; daraus resultiert die Notwendigkeit regionsspezifischer Ansätze und Entwicklungskonzepte.
3. Daraus ergibt sich eine zentrale und dezentrale Verantwortung für den Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum der Hoch- und Mittelgebirgsregionen.
4. Frühzeitig, umfassend und sektorübergreifend sind die direkt Betroffenen und die lokalen Akteure bei Planung und Durchführung der Entwicklungsprozesse /-maßnahmen zu beteiligen, um die Balance zwischen Nutzen und Schützen zu gewährleisten.
5. Gefordert sind integrative, bergspezifische Lösungsansätze, die den jeweiligen besonderen ökologischen Bedingungen /Empfindlichkeiten, den speziellen Risiken und den besonderen Siedlungs-, Lebens- und Wirtschaftsformen, insbesondere der Land- und
F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung. Forstwirtschaft Rechnung tragen. Hierfür müssen vorhandene Informationen effektiver genutzt, vernetzt und ergänzt werden.
6. Es bedarf abgestufter regionsspezifischer Nutzungskonzepte unter Einschluss von Sonderstandorten in Hoch- und Mittelgebirgsregionen (Moore, Karst, Fließgewässer, spezielle Bergwaldgesellschaften, Initialstandorte, Gletscher,...). Diese bedürfen eines besonderen Schutzes bzw. sind wieder herzustellen.
7. Maßnahmen, die zu einer langfristigen Belastung in anderen Bergregionen führen, (z.B. extreme Tourismusansiedlung, Verkehrserschließung), sind nicht als nachhaltig anzusehen und daher abzulehnen.
8. Notwendig ist eine umfassende Bewusstseinsbildung über die besonderen Werte der Bergregionen, ihre Multifunktionalität und Sensibilität nach innen (Akteuren) und nach außen (Verbraucher und Nutzer) und Beteiligung der Betroffenen. Sie erfordert einen neuen
Dialog kommt von dem griechischen Wort dialogos. Logos heißt das Wort oder auch Wortbedeutung, Wortsinn. Und dia heißt durch. Dialog-Prozess, der möglichst viele Akteure in ihrer Eigenverantwortlichkeit motiviert.
9. Für das Hochgebirge ist die
Die Alpenkonvention wurde im Jahr 1991 von den Umweltministern der Alpenländer Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien, Liechtenstein, Monaco sowie der Europäischen Union verabschiedet Alpenkonvention ein zukunftsweisendes Politik-Modell. Die schnelle Ratifizierung und Umsetzung der Protokolle sollte umgehend erfolgen. Für die effektive Umsetzung sind die entsprechenden Strukturen einzurichten und zu finanzieren.
10. Für die Mittelgebirge sind zur Förderung integrativer Entwicklungsansätze Verwaltungsgrenzen überschreitende
Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Was zu tun ist". Im englischen Sprachgebrauch steht er auch für "Tagesordnung". Die Agenda 21 beschreibt die Tagesordnung für weltweites Handeln im 21. Jahrhundert.Agenda 21-Prozesse anzustoßen, zu finanzieren und umzusetzen.
Weitere Informationen zum Internationalen Jahr der Berge 2002 und den
Die "Feldafinger Thesen" bieten die Grundlage für
eine zukunftsträchtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen.
Feldafinger Thesen finden Sie im Internet unter www.berge2002.de