Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 3203

Erdbebenwarnung für Köln! Das Jahr der Geowissenschaften 2002 lässt die Erde beben. Wissenschaftler sagen außerdem Vulkanausbrüche für den Juni voraus!

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Köln, 07.06.2002: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat mit dem „Jahr der Geowissenschaften 2002“ nach dem „Jahr der Physik“ und dem „Jahr der Lebenswissenschaften“ erneut naturwissenschaftliche Themen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Seit 1999 tragen Wissenschaftsjahre im Rahmen der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ dazu bei, wissenschaftliche Themen einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion zu stellen und transparent zu machen.

Eine Evakuierung der Kölner Bürgerinnen und Bürger ist nicht vorgesehen, wenn vom 5. - 9. Juni 2002 auf dem Kölner Neumarkt unter dem Motto „Feuer“ zahlreiche Naturkatastrophen simuliert werden. Weitere Aktionen und Veranstaltungen werden stattfinden:
Wie lebt man am Rande eines Vulkans? Warum ist es im Keller kalt, im tiefen Bergwerk aber heiß? Wie fest ist der Boden unter unseren Füßen? Erleben Sie mit, wie die Erde bebt, Steine schmelzen und ganze Kontinente wandern. Zwischen dem heißen Erdinnern und der Kälte des Weltraums dreht sich alles um die dynamischen Vorgänge in unserer Erde. Welche Gefahren bergen Erdbeben? Wie spürt man Rohstoffe auf? Wie macht man Vorgänge im Erdinnern sichtbar?
Begleiten Sie uns auf einer Reise zum Mittelpunkt der Erde!
Bundesministerin Edelgard Bulmahn möchte 2002 mit einem „Jahr der Geowissenschaften“ folgende Hauptziele erreichen:
  • Das breite Spektrum geowissenschaftlicher Forschung soll transparent werden und ein lebendiger Dialog, u. a. über folgende Fragen geführt werden: Was leistet moderne geowissenschaftliche Forschung für ein besseres Verständnis des Planeten, auf dem wir Leben? Welche Beiträge leisten Geowissenschaftler zu Fragen der Zukunfts- und Daseinsvorsorge wie der Grenzen und Belastbarkeit unseres „Systems Erde“?
  • Es soll ein Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern – besonders auch mit jungen Menschen – über Bedeutung, Nutzen und Chancen der Geowissenschaften für die Zukunft des Planeten Erde geführt werden.
  • Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler sollen über ihre Arbeit berichten, um damit Menschen für Wissenschaft und Forschung zu interessieren oder gar zu begeistern.
  • Gesellschaftlich relevante Gruppen – neben Politik und Wissenschaft auch Wirtschaft, Medien, Kunst und Kultur – sollen in den Diskusionsprozess um Wissenschaft und Forschung einbezogen werden.

Der „Tag der Erde“ ist auf den 22. April 2002 festgelegt worden. Hierfür wurde eine Initiative gegründet, deren Ziel es ist, bundesweit Vorträge mit geowissenschaftlichem Inhalt an Schulen zu vermitteln. Diese Vorträge sollen dazu dienen , bei Schülern und Lehrern Aufmerksamkeit und Interesse für Geowissenschaften zu wecken und langfristig zu einer Integration geowissenschaftlicher Themen in naturwissenschaftliche Lehrpläne zu führen. Zum „Tag des Geoptops“ am 6. Oktober 2002 siehe „Geotopschutz, die neue Herausforderung in Natur- und Landschaftsschutz“ in diesen KATALYSE Nachrichten. (TW)
  • Nicht nur für Dinosaurier: „Eintritt frei – im Geomuseum Köln!“: Seit Ende der sechziger Jahr existieren im Institut für Mineralogie und Geochemie und im Geologischen Institut der Universität die einzigen geowissenschaftlichen Museen in Köln.
  • Ort: Zülpicher Str. 49b (Hörsaaltrakt der geowisschenschaftlichen Institute), 50674 Köln
  • Öffnungszeiten: Mittwochs von 14-20 Uhr, jeden letzten Sonntag im Monat 14-17 Uhr.
    Gruppenführungen außerhalb dieser Zeiten nach telefonischer Anmeldung.
  • Die Lehrsammlung des Instituts für Mineralogie und Geochemie ist täglich während der normalen Dienstzeiten (8.00 bis 17.00 Uhr) frei zugänglich, die Spezialsammlungen des Geologischen Instituts nach Absprache. Die kostenlose Sammlerberatung (Mineral- und Fossilienbestimmung) wird weiterhin angeboten.
  • Weitere Infos: www.geomuseum.uni-koeln.de
  • Mineralogie:
    Dr. Rolf Hollerbach
    Fon: (0221) 470-3368
    E-Mail: r.hollerbach@min.uni-koeln.de
  • Geologie/Paläontologie:
    Dr. Michael Grigo
    Fon: (0221) 470-5672
    E-Mail: grigo.palaeont@uni-koeln.de
  • Weitere bundesweite Veranstaltungen zum Jahr der Geowissenschaften finden Sie im Internet unter www.planeterde.de oder bei:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
    Pressereferat
    Hannoversche Straße 28-30
    10115 Berlin
    Fon: 01888-57 – 5050
    Fax: 01888-57 – 5551
    E-Mail: presse@bmbf.bund.de
  • Fachliche Informationen erteilt:
    Dr. Nicole Schmidt
    Alfred Wegener Stiftung
    c/o GeoForschungsZentrum Potsdam GFZ
    Telegrafenberg, Haus A6
    14473 Potsdam
    Fon: 0331 - 288-1047
    Fax: 0331 - 288-1048
    E-Mail: nsch@gfz-potsdam.de

Schülerwettbewerb zum "Jahr der Geowissenschaften"

Unter dem Motto "Schiff sucht Namen" beginnt im "Jahr der Geowissenschaften" 2002 die Suche nach einem einprägsamen und kurzen Namen für ein neues Forschungsschiff. Schülerinnen und Schüler sind bis zum 19.07.2002 aufgerufen, sich einen Namen zu überlegen.
Den Bau dieses Schiffes fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den vier Küstenländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen. Das Forschungsschiff soll im Jahre 2004 vom Stapel laufen und in den europäischen Randmeeren sowie im Nordatlantik eingesetzt werden.
Ideen für Schiffsnamen können im Internet unter www.planeterde.de/EinProzent/

oder per Mail an

mailto:schiffsname@planeterde.de

(unter Nennung von vollständigem Namen und Adresse) eingereicht werden.

Der erste Preis besteht in einer Besichtigung des Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW) und der Werft, in der das Schiff gebaut werden wird -und natürlich darin, dass der Name eines Tages am Schiffsrumpf stehen wird. Zudem gibt es für die besten zehn Namensvorschläge je ein Jahresabonnement der Zeitschrift Geo bzw. Geolino (je nach Alter).
Quelle: BMBF-Pressemitteilung vom 19.03.02
Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
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Stand: 8. Oktober 2002
Erstellt: 7. Juni 2002
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