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Köln, 28.05.2002: Kritische Verbraucher kennen es bereits, das Forest Stewartship CouncilFSC (Der Forest Stewardship Council (FSC) wurde 1993 in Toronto gegründet, mit dem Ziel einer weltweiten Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder. Forest Stewardship Council)-Zertifikat. Es ist das bisher einzige international gültige Öko-Wald-Siegel, welches eine ökologische und sozial verträgliche Holzproduktion garantiert und von allen führenden Umweltorganisationen als solches anerkannt wird. Für die meisten Verbraucher bezieht sich dieses Siegel jedoch auf exotische Hölzer, wie z.B. Gartenmöbel aus
Tropenholz ist das Holz, das in den Tropen im sog. Regenwald wächst und eingeschlagen wird. Tropenholz. Dass auch einheimische Wälder zertifiziert werden können, ist nur wenigen Verbrauchern bekannt. Dabei ist die Nutzung einheimischer Hölzer noch ökologischer als der Import FSC-zertifizierten Tropenholzes. Das Engagement der Stadt Köln halten wir daher für vorbildlich, denn von deutschen und europäischen Waldbesitzerverbänden wird eher das PEFC (
siehe Peroxiacetylnitrat.Pan European Forest Certification) propagiert, welches vorwiegend ökonomische Interessen der
F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung. Forstwirtschaft berücksichtigt.
Mit gutem Beispiel vorangehen!
Da stellt sich die Frage, warum sich die Stadt Köln gerade um das FSC-Zertifikat bemüht hat. Die Stadt Köln fühlt sich zur Umsetzung der Beschlüsse von Rio im Rahmen der Lokalen
Der Begriff "Agenda" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Was zu tun ist". Im englischen Sprachgebrauch steht er auch für "Tagesordnung". Die Agenda 21 beschreibt die Tagesordnung für weltweites Handeln im 21. Jahrhundert.Agenda 21 auf kommunaler Ebene verpflichtet. Sie sieht sich auch hier in einer Vorbildfunktion: Wir können nicht den Raubbau an den Wäldern der Tropen verurteilen, den Schutz der Urwälder fordern und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder aufrufen, wenn wir nicht selbst mit gutem Beispiel vorangehen, so Werner Adams vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln.
Kölner Wälder haben eine lange Tradition Noch Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Köln kaum Wald. Mit der Anlage des Äußeren Grüngürtels und der
A. ist das künstliche Bewalden von nicht oder nicht mehr mit Wald bewachsenen Flächen durch Pflanzung junger Bäume oder Saat von Samen. Aufforstung von über 1000 Hektar Wald seit 1960 wurden in Köln in beispielhafter Weise neue Waldflächen angelegt und zusätzliche angekauft. Der Wald hat viele Funktionen. Erholungssuchende Bürgerinnen und Bürger finden Ruhe und er dient als Natur- und Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere. Heute besitzt Köln 3.800 Hektar eigenen Wald. Das FSC-Zertifikat bescheinigt, dass dieser Wald vorbildlich bewirtschaftet wird:
Im Kölner Wald gibt es keine Kahlschläge. Die Nutzung von
Holz ist das Zellgewebe von Bäumen. Es besteht zum größten Teil aus Zellulose und zelluloseähnlichen Stoffen.
Holz darf grundsätzlich den Zuwachs nicht übersteigen.
B. (Pestizide) ist der Oberbegriff für Chemikalien, die zur Bekämpfung lebender Organismen eingesetzt werden. Biozide werden schon seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt.
Monokulturen aus Nadelhölzern werden in Laubmischwälder umgebaut. Der Wald der Stadt besteht heute zu 80 Prozent aus Laubholz. Am
Dieser Begriff ist leider nicht online verfügbar.Rhein entstehen aus monotonen Pappelbeständen artenreiche Auenwälder. Langfristiges Ziel ist es, den noch jungen Kölner Wald zu einem naturnahen Laubmischwald zu entwickeln.
Es wird darauf geachtet, dass wo immer möglich das Holzrücken mit Pferden durchgeführt wird; dieses Verfahren ist bodenschonend und abgasfrei.
Köln setzt auf eine natürliche Verjüngung des Waldes. Aus den Samen alter Bäume wächst die neue Waldgeneration heran und wird nicht von Menschenhand aufgeforstet. Durch das nebeneinander verschieden alter Bäume wird der Wald stufig und besonders stabil, da in den Lücken, die durch das Absterben oder die Entnahme von alten Bäumen entstehen, junge Bäume nachwachsen.
Die Zersetzung von Totholz bildet ein wichtiges Glied im Nährstoffkreislauf des Waldes. Deshalb wird der Wald nach einer
siehe WaldpflegeDurchforstung nicht aufgeräumt, sondern die Kronen der geschlagenen Bäume werden zur
siehe Kompostierung, Bodengefüge, Bodenorganismen, Humus.Verrottung liegen gelassen. Dort wo es die Verkehrssicherheit zulässt, werden abgestorbene, noch stehende Bäume als Biotopbäume bewusst erhalten. Sie bieten einer Vielzahl von Tieren, wie z.B. Spechtarten und Insekten, Nahrung und Unterschlupf. (RS)
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln können sich mit dem Holz aus ihrem heimischen Wald selbst versorgen. Wer beispielsweise Brennholz für den Kamin oder Ofen braucht, kann beim Stadtförster einen Holzleseschein kaufen und sich danach das Holz selbst im Wald sammeln. Wer daran interessiert ist, Holz zur Herstellung von Brettern, Zaunpfählen, für Schnitzarbeiten oder für andere Zwecke zu erwerben, sollte sich an die Forstverwaltung der Stadt Köln wenden.
Fon: (0221) 221-25 15 1
Mit dem FSC wird der Weg jedes gefällten Baumes bis zum fertigen Möbelstück dokumentiert. Beim Kauf von Möbeln sollte man darauf achten, dass jedes einzelne Möbelstück mit dem Siegel ausgezeichnet ist. Ein einzelnes Zertifikat, im Verkaufsraum deponiert, reicht nicht aus! Die Verbraucherzentrale NRW gibt eine Broschüre heraus, aus der hervorgeht, wo Möbel mit dem FSC-Gütesiegel angeboten werden. Weitere Informationen über FSC erhalten Sie unter www.fsc-deuschland.de
Unter Katalyse versteht man die Beschleunigung einer chemischen Reaktion. KATALYSE Nachrichten Nr. 35 1/02