Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 3083

Paprika ist das am stärksten belasteten Gemüse

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Köln, 17.05.2002: Jeder fünfte in der EU verkaufte Paprika ist mehr als zulässig mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Europäischen Kommission in den 15 EU-Ländern, berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro.

Die Kommission hat mehr als 40.000 Lebensmittelproben auf 20 verschiedene Insektengifte untersucht. Dabei schnitt Paprika am schlechtesten ab: In 19 Prozent der Fälle wurde mindestens ein Grenzwert überschritten. Fast immer handelte es sich dabei um Methamidophos, ein Insektengift, das als stark giftig eingestuft wird und Blutarmut hervorrufen kann. Zu den berschreitungen kam es in der Regel deshalb, weil die Landwirte mehr als die zulässige Menge des Giftes einsetzten.
Der Abschlussbericht der EU-Studie war bereits Ende Juli 2001 erschienen. Das bedenkliche Abschneiden des Paprikas war laut Le Figaro jedoch stillschweigend übergangen worden. Erst jetzt hat die französische Umweltschutzorganisation MDRGF darauf aufmerksam gemacht. (TW)
Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
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Stand: 9. Oktober 2002
Erstellt: 15. Mai 2002
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