Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 677

Editorial - KATALYSE-Nachrichten Nr. 34

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2001 war sowohl für Verbraucherinnen und Verbraucher als auch für Landwirte ein turbulentes Jahr. BSE- und MKS-Krise führten sogar dazu, dass zwei Minister ihr Amt verloren haben und dass in Deutschland ein Bundesministerium geschaffen wurde, bei dem der Verbraucherschutz und die Ernährung, wesentlich deutlicher als zuvor, im Vordergrund der Politik stehen.

Das Vertrauen der Verbraucher soll mit einer Fülle an Maßnahmen zurückgewonnen werden. Zentrale Rollen spielen die Lebensmittelsicherheit sowie der Gesundheits- und Täuschungsschutz der Verbraucher. Außerdem sollen den Landwirten Wege eröffnet werden, die Agrarwende jetzt und zukünftig mitzugestalten und zu bewältigen.

Die aktuelle Ausgabe der KATALYSE Nachrichten zum Themenschwerpunkt „Ernährung“ macht deutlich, welche wichtige Rolle Speise und Trank für Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität spielen. Deshalb stellen sich immer mehr Menschen die Frage woher ihr Essen kommt und wie dieses Essen hergestellt worden ist.
Frau Bundesministerin Renate Künast gibt in der vorliegenden Ausgabe Auskunft über zukünftige Schritte in der Agrarpolitik. Erklärtes Ziel des Bundesverbraucherministeriums ist es zum Beispiel, bis 2010 den Anteil der unter ökologischen Gesichtspunkten wirtschaftenden Betriebe auf 20 Prozent zu steigern, um der immer noch steigenden Nachfrage nach Öko-Produkten nachzukommen.

Weiter berichten wir über den „Förderpreis Ökologischer Landbau“ des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Der Förderpreis richtet sich an Öko-Betriebe und wird im Auftrage des Bundesverbraucherministeriums vom KATALYSE Institut zum zweiten mal organisiert und durchgeführt.

Mit dem Beitrag „Die 3-Klassen-Gesellschaft: Mehr Durchblick im Öko-Kennzeichen-Dschungel“ möchten wir Ihnen eine Orientierungshilfe beim Kauf von Öko-Lebensmitteln geben, da schätzungsweise über 120 Warenzeichen existieren und sich hier immer mehr Trittbrettfahrer aufhalten, die ihre Lebensmittel mit „Pseudo-Öko-Siegeln“ kennzeichnen. Auch nehmen wir Stellung zum neuen „Bio-Siegel“ des Bundesverbraucherministeriums und ein Gastkommentar geht u.a. der Frage nach, wie es zur Einführung dieses Siegels kam.

Mit dem Artikel über die beliebten Kölner Ökomärkte, zeigen wir Ihnen Einkaufsmöglichkeiten für ausschließlich kontrolliert ökologische Erzeugnisse. Die Direktvermarktung, so meinen wir, ist ein sinnvoller Weg den ökologischen Landbau in der Region zu unterstützen.

Dass nicht nur wir Menschen unterschiedlichste Vorlieben für bestimmte Lebensmittel oder Speisen haben, belegt auf eindrucksvolle Art und Weise ein Beitrag aus den sommerlichen Schweizer Alpen. Eine Verhaltensstudie über Kühe auf einer Alp kommt zu dem Ergebnis, dass auch Kühe ganz individuelle „Feinschmecker“ sind.
Wir gehen außerdem der Frage nach, ob Bier eine Volksdroge oder ein Genussmittel mit gesundheitsfördernder Wirkung ist. Zusätzlich stellen wir Ihnen im Anschluss noch eine wahre Bierspezialität aus der Eifel vor. Was übrigens für Bier schon seit 1516 gilt, wird neuerdings auch für die Erzeugung von Fleisch und Fleischprodukten immer stärker gefordert – das Reinheitsgebot.
Neuigkeiten gibt es über unser wichtigstes Lebensmittel – dem Trinkwasser – zu berichten.

Im Mai 2001 wurde die neue Trinkwasserverordnung im Bundesgesetzblatt verkündet die am 1. Januar 2003 vollständig in Kraft treten wird. Was man mit Wasser sonst noch so alles anstellen kann, beleuchtet der Beitrag „Verdrehtes Wasser“ und ein längerer Beitrag widmet sich der Nutzung von Meereswellen als mögliche zukünftige Komponente unserer Energieversorgung neben den bekannten regenerativen Energiequellen.

Neben den neusten KATALYSE Veröffentlichungen stellen wir Ihnen wie gewohnt unter „Rezensionen“ ausgewählte Buchtitel vor, welche sich diesmal überwiegend mit dem Thema Ernährung beschäftigen.

Auch in dieser Ausgabe der KATALYSE Nachrichten finden Sie im Mittelteil die blaue Beilage des KölnAgenda e.V.. Dieses herausnehmbare „KölnAgenda JOURNAL“ hat jetzt einen eigenen Namen und ein eigenständiges Erscheinungsbild erhalten. Das KölnAgenda JOURNAL blickt zurück auf die Agenda-Aktivitäten in den vergangenen Monaten und zeigt die bunte Themenvielfalt der Lokalen Agenda 21. Die Mobilität ohne Auto, das Jubiläum des Weltladens Schildergasse und die große „Alles Agenda“ Veranstaltung im FuturePoint am Neumarkt sind Beispiele, für nachhaltige Aktionen. Die KölnAgenda lebt von Kooperationen mit Unternehmen, Verbänden und Organisationen, die in ihren Bereichen Nachhaltige Entwicklung praktizieren. Das KölnAgenda JOURNAL stellt einzelne Partner vor. Das Eco-Driving-Training von Ford und die vielfältigen Arbeitsbereiche des Natur und Kultur e.V. aus Nippes sind Beispiele für „alltägliche“ Agenda in Köln.

Weitere aktuelle Themen, Termine und Arbeitsgruppenportraits finden Sie jederzeit auf den KölnAgenda Webseiten unter www.koelnagenda.de.

Die Redaktionsleitung der KATALYSE Nachrichten hat jetzt übrigens Dr. Thomas Wardenbach übernommen, der damit die Nachfolge von Dr. Martin Engelbert antritt. Am gewohnten Erscheinungsbild der KATALYSE Nachrichten hat sich nicht viel verändert. Neu ist jedoch die Einrichtung eines Leserforums in dem Sie jetzt die Gelegenheit nutzen können uns Ihre Anregungen und Meinungen zu den KATALYSE Nachrichten oder einzelnen Beiträgen und Artikeln mitzuteilen. Wir werden dann in der nächsten Ausgabe der KATALYSE Nachrichten einige der interessantesten oder kritischsten Leserbriefe veröffentlichen. Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn Sie regen Gebrauch von unserem Leserforum machen würden. Zum guten Schluss wünschen wir Ihnen recht viel Spaß beim Lesen der KATALYSE Nachrichten.

Ihr KATALYSE Team im November 2001
Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
797 Aufrufe
Stand: 10. Oktober 2002
Erstellt: 4. November 2001
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