Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 933

Katalyse Nachrichten Ausgabe 32 Editorial

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Liebe Fördermitglieder, liebe LeserInnen,

Gesundheit wird in unserer Gesellschaft meist noch immer als Abwesenheit von Krankheitverstanden. Gesund zu sein bedeutet aber weit mehr.


Wohlbefinden, eine angenehme und intakte Umwelt möglichst frei von gesundheitsbelastenden Faktoren wie Schadstoffen oder Lärm, aber auch der Zugang zu Bildung sowie eine auf Vorbeugung und Gesunderhaltung ausgerichtete Lebensführung, gehören neben vielen anderen Faktoren dazu.
Die starke Zunahme umweltbedingter Erkrankungen wie Allergien oder Asthma hat nun – endlich möchte man sagen – die Politik veranlasst, sich des komplexen Zusammenhangs zwischen Umwelt und Gesundheit anzunehmen. Auch das Umweltbundesamt gibt dem Thema „Umwelt & Gesundheit“ zukünftig mit mehr Gewicht in der deutschen Umweltpolitik. Voraussetzung dafür ist aber eine verstärkte Zusammenarbeit der verschiedenen Ministerien, Forschungseinrichtungen und nachgeordneten Behörden des Gesundheitswesens, des Arbeitsschutzes und der Umweltpolitik. Diese waren bislang zu oft nur auf ihre eigenen Aufgabenfelder fixiert und haben übergreifende und komplexere Inhalte wie die Verknüpfung von Umwelt und Gesundheit schlichtweg übersehen. In der hohen Priorität für das Thema Umwelt & Gesundheit sehen wir auch eine Bestätigung unserer Arbeit: Seit über 20 Jahren ist der vorbeugende Verbraucherschutz und die gesundheitsbezogene Umweltpolitik eines unserer zentralen Anliegen.

Unser Themenschwerpunkt Umwelt & Gesundheit gibt Ihnen einen Überblick über die Umweltfaktoren, die unsere Gesundheit und unser Wohlergehen beeinflussen. Lesen Sie dazu „Umwelt und Gesundheit – ein neues Aufgabenfeld für die Politik“. Im nachfolgenden Artikel „Hausaufgaben für die deutsche UGP“ berichten wir über die Ergebnisse einer aktuellen {-KATALYSE Studie zu den Entwicklungsmöglichkeiten einer effektiven deutschen Umwelt- und Gesundheitspolitik.}

Einen maßgeblichen Anteil an unserem Wohlbefinden und der Abwehr von Krankheiten hat unsere Ernährung. Der aktuelle Trend zu stark verarbeiteten und vorgefertigten Nahrungsmitteln wie auch der Einsatz von gesundheitlich bedenklichen Zusatzstoffen stellen bei einseitiger Ernährung ein gesundheitliches Risiko dar. Wenn schon nicht die Zahl der Zusatzstoffe durch den Gesetzgeber radikal eingeschränkt wird, ist es um so unverständlicher, dass gesundheitlich unbedenkliche Zusatzstoffe nicht als Ersatz für gesundheitlich bedenkliche zugelassen werden. Wie „Stevia“ und „Monascus“ gesundheitsbeeinträchtigende Zusatzstoffe ersetzen könnten und warum in Berlin und Brüssel „gemauert“ wird, erfahren Sie in dem Artikel „Gesundheitsverträgliche Zusatzstoffe – für Deutschland und Europa kein Thema?“.

Immer mehr Menschen sorgen sich um die gesundheitsschädigende Wirkung von Elektrosmog, das in unserer kostenlosen Verbraucherberatung am häufigsten angefragte Thema. Besonders Kinder reagieren empfindlich auf eine Belastung mit Elektrosmog. Wie man Elektrosmog im Kinderzimmer vermeiden kann, verraten wir Ihnen in dem Artikel „Elektrosmog im Kinderzimmer“.
In unserer „Serie Innenraumschadstoffe Teil III“ erfahren Sie Wissenswertes über die gesundheitlichen Auswirkungen, Sanierungsmöglichkeiten, die gültigen Grenzwerte und Nachweismöglichkeiten von Holzschutzmitteln in Innenräumen.

In eigener Sache möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Sie unsere Arbeit als unabhängiges Institut der Umwelt-, Gesundheits- und Entwicklungsforschung durch Spenden oder eine Fördermitgliedschaft unterstützen können. Nähere Informationen über die Vorteile, die Sie als Fördermitglied „genießen“ sowie ein Antragsformular finden Sie auf der Seite www.katalyse.de

Ihr KATALYSE Team
Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
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Stand: 11. Oktober 2002
Erstellt: 3. November 2000
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