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Artikel Nr.: 3104
Wasserflöhe sind keine Rabeneltern
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Köln, 21.05.2002: Wasserflöhe ändern je nach Jahreszeit ihr Fortpflanzungsverhalten. Wodurch dieser Wechsel ausgelöst wird, haben Max-Planck-Forscher nun genauer untersucht. Auslöser des Verhaltensumschwungs sind demnach ein abnehmendes Nahrungsangebot und eine kurze Tageslänge.Normalerweise vermehren sich Wasserflöhe eingeschlechtlich durch Jungfernzeugung. Im Spätherbst gehen die Tiere jedoch zur aufwändigen zweigeschlechtlichen Fortpflanzung über. Dann produzieren sie
Eier des Hausgeflügels sowie mancher Wildvögel dienen als Lebensmittel. Hühnereier werden derzeit in Deutschland zu 90 Prozent in Massentierhaltung (intensive Legehennenproduktion) erzeugt. Eier, die viele Jahre überdauern und bessere Zeiten abwarten können. Im Laborexperiment produzierten die Tiere solche Dauereier nur dann, wenn zwei Faktoren eintraten: Erstens mussten sowohl die Mutter- als auch die Tochtergeneration unter Kurztagsbedingungen leben. Zweitens musste die Tochtergeneration weniger Futter vorfinden als ihre Mütter. Für das Geschlechtsleben der Nachkommen waren also nicht nur die aktuellen Umweltbedingungen ausschlaggebend.
Auch die Bedingungen zur Zeit der Muttergeneration wurden berücksichtigt. Auf welche Weise die Mütter diese Information an ihre Töchter weitergeben, ist noch unklar. Auf jeden Fall erlaubt dieser elegante Mechanismus den Wasserflöhen eine optimal an die Jahreszeit angepasste Lebensweise. (TW)
Autor: KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung
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Stand: 19. März 2003
Erstellt: 21. Mai 2002
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