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Energie aus Wellenkraft

Die "Seapower International AB" in Stockholm wird ab 2002 ein Riesenfloß als schwimmende Energiequelle vor der Westküste der schottischen Shetland-Inseln als Energiequelle nutzen. Die Kraft der Wellen kann künftig viel umweltfreundliche Energie bringen.
Das geplante 60 mal 30 Meter große Floß, wird das Wasser der anrollenden Wellen in einem Becken auffangen und die Energie des abfließenden Wassers ähnlich wie ein herkömmliches Wasserkraftwerk nutzen. Eine ähnlich installierte Anlage funktioniert bereits vor der norwegischen Küste bei Bergen.

Die Wellenkraft wird weltweit bisher nur in geringem Maß genutzt: Kleinere Kraftwerke gibt es außer in Norwegen noch in Japan, Indien und Schottland. Die geplante "Seapower-Anlage" wird aber 5,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen, welche über ein Unterwasserkabel auf den Shetland-Inseln in das Netz eingespeist wird.

Die künftigen Möglichkeiten der erneuerbaren Wellen-Energie sind riesig. Das norwegische Energieministerium hat errechnet, dass allein vor den norwegischen Küsten 70.000 Megawatt Strom gewonnen werden können. Das ist soviel Strom wie 70 Atomkraftwerke erzeugen und weit mehr als Norwegen je brauchen wird. Das britische Central Electricity Generating Board hat errechnet, dass allein an der britischen Westküste 120.000 Megawatt Strom produziert werden können. Diese zusätzliche erneuerbare Energiequelle kann künftig zwischen Portugal und Norwegen, also an der gesamten Europäischen Atlantikküste eine große Rolle spielen - aber auch in vielen Ländern der Dritten Welt.


Autor: Franz Alt

Weiterführende Informationen:


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Stand: 20. Maerz 2003
Erstellt: 20. August 2000