Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 220

BSE: Was füttern Bauern nach dem Tiermehlverbot?





So wie sich in diesen Tagen viele Verbraucher fragen: Was kann ich noch essen? Fragen viele Bauern: Was kann ich nach dem Tiermehlverbot noch füttern.
Die EU und das Bundeslandwirtschaftsministerium schlagen Sojafutter aus USA vor. Doch dieses ist bereits zum großen Teil genmanipuliert. Da kann der Fleischkonsument vom Regen in die Traufe geraten.
In Zeiten stillgelegter Flächen in Europa und Deutschland kann statt Sojaimport natürlich auch an heimische Produkte wie Getreide, Kartoffeln, Raps, Bohnen, Erbsen und Luzerne gedacht werden. Der Qualität des Fleisches tut vegetarisches Futter gut.

Deshalb haben die Ökolandwirte überhaupt keine Probleme nach dem Ende der Tiermehlverfütterung. Sie hatten sich schon immer verpflichtet, artgerecht zu füttern.
Biobauern erinnern in diesen BSE-Wochen immer wieder an ein Wort ihres Ahnherrn Rudolf Steiner, der 1923 schon gesagt hatte: "Wer Rinder mit Tierabfällen füttert, macht sie verrückt." Ökobauern verzichten auch auf Gensoja. Sie füttern zu 90 Prozent ökologisch erzeugtes Futter. Daneben sind Bierhefe und Milchprodukte zugelassen.

Weitere Meldungen auf der
DER SONNENSEITE
Autor: Franz Alt
1127 Aufrufe
Stand: 20. März 2003
Erstellt: 8. Dezember 2000
Die letzten 5 Meldungen zum Thema "MKS+Tier+BSE":