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Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 9432

Treibhausgas-Emissionen steigen dramatisch

Baden-Baden, 23.11.2005: Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass die Treibhausgase reduziert werden, doch sie steigen permanent. Dies ergab die bisher umfassendste Studie zum Ausstoß von Treibhausgase der Vereinten Nationen. Nach den neuen UNO-Prognosen werden die Industriestaaten bis 2007 etwa 11 Prozent mehr Treibhausgase freisetzen als 1990.



Wenn die Wirtschaft in den ehemaligen Ostblockstaaten nicht zusammengebrochen wäre, würde die Situation noch weit schlimmer aussehen.

Zwischen 1990 und 2003 sind die Treibhausgas-Emissionen im ehemaligen Ostblock um vier Prozent zurückgegangen. Doch inzwischen steigen sie auch dort wieder. Und hinzu kommen die Milliardenvölker Asiens mit riesigen Entwicklungsschritten. Und das heißt weit mehr Emissionen.

Unter den 10 Staaten mit den höchsten Zuwachsraten sind gleich sechs Mitglieder der EU - an der Spitze Spanien (plus 42 Prozent) und Portugal (plus 37 Prozent).
Autor: Franz Alt

Weiterführende Informationen:


Die letzten 15 Meldungen zum Thema "Treibhausgas":
Klimaschutz mit Messer und Gabel
Baden-Baden, 19.12.2009: Das Thema wurde auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ausgeklammert, ja geradezu tabuisiert: Unser täglicher Fleischkonsum! Das weltweit zunehmende Fleischessen und die dafür notwendige Tierzucht verursachen schon heute mehr Treibhausgase als alle Autos dieser Welt zusammen. Schon der heilige Benedikt von Nursia warnte vor 1.500 Jahren vor zu viel Fleischgenuss. Übertriebener Fleischkonsum mache aus jeder Gesellschaft ein Massenkrankenhaus.
Europa kann in Kopenhagen 40-prozentige CO2-Minderung anbieten
Berlin, 02.12.2009: BUND/FoEE-Studie zu ungenutzten Potentialen beim Klimaschutz. Die Staaten der Europäischen Union können ihr bisher bis 2020 zugesagtes Ziel einer 20prozentigen Minderung der Treibhausgase deutlich erweitern. Die CO2-Emissionen in der EU ließen sich um bis zu 40 Prozent verringern, wenn beispielsweise die erneuerbaren Energien stärker ausgebaut und die vorhandenen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz entschlossener genutzt würden.
Less Meat = Less Heat
Brüssel, 29.11.2009: Am 3. Dezember spricht der Musiker vor dem Europäischen Parlament, um sich für eine fleischlose Ernährung zugunsten des Klimaschutzes einzusetzen. Der Anteil der Nutztierhaltung an den globalen Treibhausgasemissionen wurde bereits im Jahr 2006 auf 18% geschätzt (mehr dazu auch in unserem Positionspapier). Diese Schätzung stammt aus einer Studie der FAO, die unter dem Titel "Livestock‘s Long Shadow" (zu Deutsch etwa: "Der lange Schatten der Nutztiere") erschien.
Ausweg aus dem Treibhaus
Berlin, 15.10.2009: Die Klimawissenschaftler sind sich weitgehend einig: Die globale Temperatur darf nicht um mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten steigen. Nur so lassen sich die schlimmsten Folgen des Klimawandels abwenden. Dazu müssen die Industrieländer ihre Treibhausgase allerdings bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt die heute in Berlin vorgestellte Studie des WWF: „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050“.
Für wirtschaftliche CO2-Speichertechniken
Brüssel, 14.10.2009: Für den Klimaschutz will die EU die Machbarkeit der CCS-Technologie weiter ausloten. Bei einem Treffen der EU-Kommission mit Vertretern aus 22 Staaten ging es heute vor allem um die Frage, wie sich die Vermarktung dieser Technologien zur Abscheidung und Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid beschleunigen lässt. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs rief dazu auf, das Potenzial von CCS auszuschöpfen: "Der Staat muss weiterhin Entwicklung und Einsatz der CCS-Technologien fördern, wenn wir den Klimawandel erfolgreich bekämpfen wollen.
Politik für Menschen statt Vorfahrt für Konzerne
Hamburg, 05.10.2009: Greenpeace veröffentlicht Forderungen an Koalitionsverhandlungen. Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP fordert Greenpeace beide Parteien auf, die Erfolge der deutschen Umweltpolitik nicht zu gefährden und ihr einen höheren Stellenwert als bisher einzuräumen. Insbesondere soll am Atomausstieg festgehalten werden. In ihrem heute veröffentlichten Forderungspapier verlangt die Umweltorganisation außerdem ein „"Notpaket Klimaschutz"“, um die deutschen Treibhausgase stärker als bisher geplant zu reduzieren.
Klimaschutz mit Biokohle?
Bonn, 09.09.2009: Während einerseits in vielen Ländern Kohle als Energielieferant aus dem Boden gefördert wird, gibt es heute Wissenschaftler, die genau das Gegenteil erforschen: Kohle zurück in den Boden zu bringen, um das darin gebundene Treibhausgas Kohlendioxid langfristig zu deponieren. Diese so genannte Biokohle entsteht, wenn Biomasse bei niedriger Temperatur und ...
Türchen auf für CO2
Frankfurt, 25.08.2009: Fabrikschlote, die nichts anderes als Kohlendioxid und Wasserdampf herausbliesen, galten lange als vorbildlich. Mittlerweile ist CO2 als Treibhausgas in Verruf geraten und das Risiko eines Klimawandels eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Wie aber kann man die zunehmende Freisetzung von ...
Vegetarier-Rabatt in Berliner Bordell
Berlin/Gerlingen, 24.07.2009: Umweltbewusste Männer können sich im Bordell "Maison d’Envie" neuerdings günstiger verwöhnen lassen – wenn sie mit dem Fahrrad anreisen. Die Tierrechtsorganisation PETA machte nun den Vorschlag für einen zusätzlichen Vegetarier-Rabatt. Die Begründung: Eine fleischfreie Ernährung spare mehr Treibhausgase ein als der komplette Verzicht auf Auto, Flugzeug, Schiff und Zug.
Earth Day – BaumSparVerträge am Tag der Erde verschenken
Bonn, 22.04.2009: Der Earth Day (zu Deutsch: Tag der Erde) findet alljährlich in mehr als 150 Ländern auf dem ganzen Erdball statt. Zweck des Earth Day ist es, die Aufmerksamkeit der Menschen auf den Klimawandel und die nötige Verminderung des Treibhausgasausstoßes zu lenken. Aufforstung ist die einzige Möglichkeit, das Treibhausgas CO2 nachhaltig aus der Atmosphäre zu binden. Der Bonner Spezialist für Waldinvestments ...
Der Kampf gegen Klimawandel ist bezahlbar
Berlin/Brüssel, 27.01.2009: Ein radikales Umsteuern hin zu einer klimafreundlichen Weltwirtschaft ist zu überraschend geringen Kosten möglich. Zu diesem Schluss kommt ein soeben in Brüssel veröffentlichter McKinsey-Report. Die jährlichen Aufwendungen für eine klimafreundliche Wirtschaftspolitik liegen demnach bei etwa 150 bis 400 Milliarden Euro im Jahr oder vier bis zehn Euro pro Tonne eingesparter Treibhausgase.
Grüne Woche: Von wegen Grün
Berlin, 16.01.2008: Mit einer überdimensionierten Kuh hat der WWF zum Auftakt der Grünen Woche ein klimafreundliches Umsteuern in der Agrarpolitik gefordert. Als Früchte und Gemüse verkleidete WWF-Aktivisten verteilten vor dem Eingang Luftballons mit der Aufschrift "Landwirtschaft klimafreundlich machen!" Hintergrund der Aktion: Der Anteil der Landwirtschaft an den klimaschädlichen Treibhausgasen liegt weltweit bei mindestens ...
Klimaskeptiker: Globale Erwärmung ist kein Zufall
Geesthacht, 09.01.2009: Wissenschaftler des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht und der Universität Bern haben erstmalig die globale Häufigkeit von überdurchschnittlich warmen Jahren zwischen 1880 und 2006 statistisch untersucht. Ihr Ergebnis: Die dabei beobachtete Zunahme von warmen Jahren nach 1990 ist kein statistischer Zufall. Die Ergebnisse werden jetzt in der Fachzeitschrift "Geophysical Research Letters" veröffentlicht.
Bio-Sprit aus Regenwäldern verstärkt Klimawandel
Mainz, 03.12.2008: Der Handel mit Biosprit boomt, nicht zuletzt durch Subventionen in den Industrieländern, mit denen die Treibhausemissionen dort reduziert werden sollen. Doch so einfach und schnell geht diese Rechnung nicht auf, wie aktuell eine internationale Forschergruppe in der Fachzeitschrift "Conservation Biology" vorrechnet. Ganz im Gegenteil: Tropische Regenwälder sind gewaltige Kohlendioxid-Speicher, sie filtern Treibhausgase aus ...
Heiße Luft und globale Erwärmung
Berlin, 25.11.2008: Was heute für den Klimaschutz getan wird, reicht nicht aus, um die globale Erwärmung aufzuhalten. Die Klima-Allianz fordert als Zusammenschluss von derzeit 104 zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen wirksame Klimaschutzmaßnahmen von Politik und Wirtschaft, um die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland zu verringern. Am 6. Dezember ruft das Bündnis alle Bundesbürger auf, ...

Stand: 19. Februar 2006
Erstellt: 23. November 2005

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