Treibhausgas-Emissionen steigen dramatisch
Baden-Baden, 23.11.2005: Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass die Treibhausgase reduziert werden, doch sie steigen permanent. Dies ergab die bisher umfassendste Studie zum Ausstoß von Treibhausgase der Vereinten Nationen. Nach den neuen UNO-Prognosen werden die Industriestaaten bis 2007 etwa 11 Prozent mehr Treibhausgase freisetzen als 1990.Wenn die Wirtschaft in den ehemaligen Ostblockstaaten nicht zusammengebrochen wäre, würde die Situation noch weit schlimmer aussehen.
Zwischen 1990 und 2003 sind die Treibhausgas-Emissionen im ehemaligen Ostblock um vier Prozent zurückgegangen. Doch inzwischen steigen sie auch dort wieder. Und hinzu kommen die Milliardenvölker Asiens mit riesigen Entwicklungsschritten. Und das heißt weit mehr Emissionen.
Unter den 10 Staaten mit den höchsten Zuwachsraten sind gleich sechs Mitglieder der EU - an der Spitze Spanien (plus 42 Prozent) und Portugal (plus 37 Prozent).
Autor: Franz Alt
Weiterführende Informationen:
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Treibhausgas":
Umweltschutz im CyberspaceBerlin, 17.06.2010: Videokonferenzsysteme können sowohl das Reisekostenbudget als auch die Treibhausgasbilanz von Unternehmen erheblich entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie The Telepresence Revolution des Carbon Disclosure Projects (CDP).
Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2009 um 8,4 Prozent gesunken Berlin, 05.03.2010: Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 Prozent).
Klimaschutz mit Messer und GabelBaden-Baden, 19.12.2009: Das Thema wurde auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ausgeklammert, ja geradezu tabuisiert: Unser täglicher Fleischkonsum! Das weltweit zunehmende Fleischessen und die dafür notwendige Tierzucht verursachen schon heute mehr Treibhausgase als alle Autos dieser Welt zusammen. Schon der heilige Benedikt von Nursia warnte vor 1.500 Jahren vor zu viel Fleischgenuss. Übertriebener Fleischkonsum mache aus jeder Gesellschaft ein Massenkrankenhaus.
Europa kann in Kopenhagen 40-prozentige CO2-Minderung anbietenBerlin, 02.12.2009: BUND/FoEE-Studie zu ungenutzten Potentialen beim Klimaschutz. Die Staaten der Europäischen Union können ihr bisher bis 2020 zugesagtes Ziel einer 20prozentigen Minderung der Treibhausgase deutlich erweitern. Die CO2-Emissionen in der EU ließen sich um bis zu 40 Prozent verringern, wenn beispielsweise die erneuerbaren Energien stärker ausgebaut und die vorhandenen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz entschlossener genutzt würden.
Less Meat = Less HeatBrüssel, 29.11.2009: Am 3. Dezember spricht der Musiker vor dem Europäischen Parlament, um sich für eine fleischlose Ernährung zugunsten des Klimaschutzes einzusetzen. Der Anteil der Nutztierhaltung an den globalen Treibhausgasemissionen wurde bereits im Jahr 2006 auf 18% geschätzt (mehr dazu auch in unserem Positionspapier). Diese Schätzung stammt aus einer Studie der FAO, die unter dem Titel "Livestocks Long Shadow" (zu Deutsch etwa: "Der lange Schatten der Nutztiere") erschien.
Ausweg aus dem TreibhausBerlin, 15.10.2009: Die Klimawissenschaftler sind sich weitgehend einig: Die globale Temperatur darf nicht um mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten steigen. Nur so lassen sich die schlimmsten Folgen des Klimawandels abwenden. Dazu müssen die Industrieländer ihre Treibhausgase allerdings bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt die heute in Berlin vorgestellte Studie des WWF: Modell Deutschland Klimaschutz bis 2050.
Für wirtschaftliche CO2-SpeichertechnikenBrüssel, 14.10.2009: Für den Klimaschutz will die EU die Machbarkeit der CCS-Technologie weiter ausloten. Bei einem Treffen der EU-Kommission mit Vertretern aus 22 Staaten ging es heute vor allem um die Frage, wie sich die Vermarktung dieser Technologien zur Abscheidung und Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid beschleunigen lässt. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs rief dazu auf, das Potenzial von CCS auszuschöpfen: "Der Staat muss weiterhin Entwicklung und Einsatz der CCS-Technologien fördern, wenn wir den Klimawandel erfolgreich bekämpfen wollen.
Politik für Menschen statt Vorfahrt für KonzerneHamburg, 05.10.2009: Greenpeace veröffentlicht Forderungen an Koalitionsverhandlungen. Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP fordert Greenpeace beide Parteien auf, die Erfolge der deutschen Umweltpolitik nicht zu gefährden und ihr einen höheren Stellenwert als bisher einzuräumen. Insbesondere soll am Atomausstieg festgehalten werden. In ihrem heute veröffentlichten Forderungspapier verlangt die Umweltorganisation außerdem ein "Notpaket Klimaschutz", um die deutschen Treibhausgase stärker als bisher geplant zu reduzieren.
Klimaschutz mit Biokohle?Bonn, 09.09.2009: Während einerseits in vielen Ländern Kohle als Energielieferant aus dem Boden gefördert wird, gibt es heute Wissenschaftler, die genau das Gegenteil erforschen: Kohle zurück in den Boden zu bringen, um das darin gebundene Treibhausgas Kohlendioxid langfristig zu deponieren. Diese so genannte Biokohle entsteht, wenn Biomasse bei niedriger Temperatur und ...
Türchen auf für CO2Frankfurt, 25.08.2009: Fabrikschlote, die nichts anderes als Kohlendioxid und Wasserdampf herausbliesen, galten lange als vorbildlich. Mittlerweile ist CO2 als Treibhausgas in Verruf geraten und das Risiko eines Klimawandels eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Wie aber kann man die zunehmende Freisetzung von ...
Stand: 19. Februar 2006
Erstellt: 23. November 2005
Erstellt: 23. November 2005




















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