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Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 8268

Annette Peters erforscht den Feinstaub


Baden-Baden, 16.04.2005: Die Münchener Feinstaub-Expertin Annette Peters hat in der Harvard School of Public Health in den USA studiert und meint: "Im Vergleich zu den USA ist Deutschland ein Entwicklungsland. Wir haben jetzt einen Grenzwert für Partikel. In den USA sind sie seit 1997 reguliert."


Das Geld für ihre Feinstaub-Forschung am Forschungszentrum Umwelt und Gesundheit » in München erhält Annette Peters aus den USA und von der EU, aber nicht aus Deutschland. Erst in diesen Wochen der aufgeregten Rußpartikel- und Feinstaub-Diskussion wurde sie und ihre Forschungsergebnisse auch in Deutschland bekannt.


Sie wies als erste und einzige in Deutschland durch Studien in Augsburg auf die neue Gefahr hin: Nach einer Auto- oder Busfahrt war das Infarktrisiko um das dreifache erhöht. Am gefährlichsten war Stop- und Go-Verkehr zur Stoßzeit. Fest steht, dass die feinen Partikel Entzündungen im Lungengewebe verursachen, aber auch in die Blutbahn eindringen. Das erhöht die Gefahr von Gerinnseln. Auch die Augsburg-Studie wurde in den USA heftiger diskutiert als in Deutschland. Die für das Auge nicht sichtbaren Staubteilchen sind die schlimmsten Schädlinge unter den Luftschadstoffen.


Annette Peters hat mit ihren Forschungsarbeiten die aktuelle Diskussion um Feinstaub und Rußpartikel angeheizt. Die Frau mit dem feinen Gespür für Staub], so berichtet die "Zeit" am 6. April 2005, fährt meist mit dem {-Fahrrad 12 Kilometer in ihr Institut. Sie kann sich darüber freuen, dass noch vor dem Sommer 2005 eine gesetzliche Regelung gegen Feinstaub-Emissionen verabschiedet werden soll.


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Autor: Franz Alt

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Stand: 16. April 2005
Erstellt: 16. April 2005