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Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 6874

Luftverschmutzung in Deutschland zu hoch

Brüssel/Berlin, 09.07.2004: Die Europäische Kommission mahnt insgesamt neun EU-Staaten an, sich vermehrt um Schadstoff-verringerung in Ballungszentren zu kümmern. Schon im Dezember 2003 hätten alle Mitgliedstaaten Pläne bei der Kommission vorlegen müssen. Wie diese Pläne aussehen, ist den Mitgliedstaaten selbst überlassen. Sie können beispiels-weise Verkehrsbeschränkungen auferlegen und die Umsiedlung schadstoffintensiver Anlagen vorschreiben.

In Deutschland sind nach einem Lagebericht der Europäischen Kommission besonders Ballungsräume wie Berlin, Stuttgart oder München belastet. Hier wurden überhöhte Stickstoffdioxid-Konzentrationen festgestellt.

Die Wichtigkeit des EU-Anliegens liegt auf der Hand: Europäische Bürger sollen auch in Ballungsgebieten saubere Luft einatmen können. Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxid und Partikel können besonders bei Kindern schwere Atemwegserkrankungen auslösen, die sogar die Lebenserwartung verringern können.

Zu den Maßnahmen der Kommission erklärte Umweltkommissarin Margot Wallström: "Die Luft in vielen unserer Städte und Ballungsgebiete ist nach wie vor belastet, was sich nachteilig auf die Gesundheit der Stadtbewohner auswirkt. Es ist die Pflicht der Behörden sicherzustellen, dass die Luft in den Städten so sauber wie möglich ist. Mit der Umsetzung der EU-Vorschriften zur Luftqualität kommen sie diesem Ziel sicherlich einen Schritt näher."

Autor: Europäische Kommission in Deutschland

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Stand: 9. Juli 2004
Erstellt: 9. Juli 2004