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Artikel Nr.: 5372
CO2 färbt Textilien umweltfreundlich
Köln, 18.09.2003: Wasser ist in der Textilindustrie ein wichtiges Lösungsmittel und Transportmedium für viele Veredelungsprozesse. Die mit Restchemikalien belasteten Abwässer müssen bislang aufwändig und teuer geklärt werden. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) haben Forscher vom Deutschen Textilforschungszentrum Nord-West in Krefeld ein Textilveredelungsverfahren entwickelt, das vollständig vom Wasserkreislauf abgekoppelt ist. Anstelle von
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser wird überkritisches
Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid (CO2) eingesetzt. Ein Konsortium aus Wissenschaftlern, Maschinenbauern und Textilveredlern plant jetzt in Deutschland die weltweit erste größere Pilotanlage zum Färben in CO2, die in den Betrieben der Nutzer die Anwendbarkeit des Verfahrens im nahezu industriellen Maßstab unter Beweis stellen soll.
Bei einem Druck von 200 bis 300 bar und einer
Globaler T.-Anstieg: Treibhauseffekt; T. im Wohnbereich: RaumklimaTemperatur von 100 bis 140 Grad Celsius liegt das CO2 als überkritisches Fluid vor und besitzt damit sowohl Eigenschaften eines Gases als auch einer Flüssigkeit. In diesem Zustand wird CO2 schon seit längerem zur Entkoffeinierung von Kaffee eingesetzt. Es hat dann ein hohes Lösevermögen für viele wasserabweisende (hydrophobe) Substanzen. Dazu gehören auch Dispersionsfarbstoffe, die bei der Färbung hydrophober Synthesefasern wie
P. sind Kunststoffe, deren Moleküle als wiederkehrende Einheit die Estergruppe aufweisen. Polyester und Acetat Verwendung finden. Das komprimierte und erwärmte CO2 nimmt die Farbstoffmoleküle auf und bringt sie in das Textil ein; überschüssiger Farbstoff wird mit frischem CO2 entfernt.
Die Vorteile des innovativen Verfahrens liegen vor allem in seiner Umweltfreundlichkeit: Der während der Färbung nicht verbrauchte Farbstoff liegt nach dem Prozess in Pulverform vor und es entsteht kein
Man unterscheidet kommunales Abwasser und Industrieabwasser. Kommunales Abwasser enthält neben schadstoffbelastetem Regenwasser (z.B. Auswaschung von Fahrbahnen/Parkplätzen) häusliche Abwässer mit Fäkalien, Speiseresten, Desinfektionsmitteln und Spül- und Reinigungsmitteln, die schwer abbaubare Bestandteile enthalten können. Abwasser. Das verwendete CO2 kann zu über 90 Prozent recycelt werden. Im Unterschied zur Wasserfärbung bedarf es auch keiner Nachwäsche der gefärbten Textilien mit schwefelhaltigen Substanzen, die die kommunalen Kläranlagen belasten. Zudem entfällt die Trocknung der gefärbten Ware. Solche verkürzten Prozesszeiten sparen zusätzliche
Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen.Energie. Gewonnen wird das CO2 größtenteils aus der
Alle Gase und Stäube unterschiedlichster Arten, die bei industriellen, gewerblichen und häuslichen Produktions- und Verteilungsprozessen entstehen und über Schornsteine, Luken, Fenster oder andere diffuse Öffnungen in die Atmosphäre entweichen, werden Abluft genannt. Abluft bestehender Prozesse zur Gewinnung stickstoffhaltiger Substanzen. Deshalb erfolgt keine zusätzliche Umweltbelastung oder Förderung der Auf-
Im Jahr 2000 waren die privaten Haushalte mit fast 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch Deutschlands beteiligt; 1990 waren es erst 25 Prozent. Damit stehen die privaten Haushalte an zweiter Stelle hinter dem Verkehr (mit rund 30 Prozent), aber noch vor der Industrie (26,5 Prozent). In den privaten Haushalten liegt der Anteil der H. am Energieendverbrauch sogar bei 76 Prozent und 11 Prozent für Warmwasserbereitung.heizung der Erdatmosphäre durch den Einsatz des Kohlendioxids in der Textilveredelung.

Die Qualität der Färbung ist derjenigen der Wasserfärbung ebenbürtig und wird teilweise sogar übertroffen. Deshalb nutzen heute bereits der Maschinenbauer Uhde High Pressure Technologies aus Hagen, ein Spezialist auf dem Gebiet des Hochdruckanlagenbaus, und die ADO Gardinenwerke aus Aschendorf die Erkenntnisse der Krefelder Wissenschaftler. Gemeinsam mit weiteren Partnern will das Konsortium die innovative Färbetechnologie bis zur Industriereife für Synthesefasern und langfristig auch für Naturfasern entwickeln.
Autor: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF)
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Stand: 18. September 2003
Erstellt: 18. September 2003
Weiterführende Informationen:
@Umweltlexikon?- Die ältesten Geflechte (Leinengewebe) sind vor 6.500 Jahren in Ägypten bereits mit Spindel und Webstuhl entstanden.Textilindustrie, Die Wasservorräte (Gesamtmenge ca. 1,35 Mrd m3) der Erde stehen über den W., der letztlich durch die Wärmestrahlung der Sonne angetrieben wird (Globalstrahlung), miteinander im Fließgleichgewicht.Wasserkreislauf, Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid
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