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Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 4525

Treibhauseffekt nützt Nordwestchina

Baden-Baden, 08.04.2003: Schon früher hatten russische Wissenschaftler darauf hingewiesen, dass der Klimawandel zum Vorteil der Landwirtschaft im kalten Sibirien sei. Dort könne, wenn es wärmer werde, weit mehr wachsen als bisher. Auf eine ähnliche Chance durch den Treibhauseffekt für Nordwestchina weist jetzt ein chinesischer Wissenschaftler hin.


Das Intergovernmental Panel on Climate Change der Vereinten Nationen geht davon aus, dass es bis Ende des 21. Jahrhunderts global zwischen 1,8 und 5,8 Grad heißer werden könte. Das Mitglied der chinesischen Akademie der Wisenschaften, Professor Shi Yafeng, schätzt, dass dadurch die bisher von Sandstürmen und Dürren geplagte Nordwestregion Chinas profitieren könnte. Die Niederschlagsmengen könnten dann um bis zu 34 Prozent und das aus Gletschern abfließende Wasservolumen sogar um über 50 Prozent steigen.

Während in ganz Nordchina in der Vergangenheit der Grundwasserspiegel dramatisch gesunken sei, könnte der Treibhauseffekt diesen Trend aufhalten. Die Zeitung "People's Daily" schreibt, dass der Wasserspiegel eines der wenigen Seen der Nortwestregion, der Bositenghu, zur Zeit ansteige.

Autor: Franz Alt

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Stand: 8. April 2003
Erstellt: 8. April 2003