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Anteil Chinas an weltweiter Seltene Erden-Produktion sinkt nur langsam

Hannover, 13.03.2014: Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat aktuelle Zahlen zum Weltmarkt der Seltenen Erden ausgewertet. Danach sinkt Chinas Anteil an der globalen Produktion dieser Hightech-Rohstoffe nur langsam.

Wurden 2010 noch besorgniserregende 97,6 % der weltweit produzierten Seltenen Erdoxide (SEO) in China produziert, ist dieser Anteil entgegen den Erwartungen seitdem nur langsam gesunken. 2011 war der Wert auf 95,1 % gefallen. 2013 lag er bei 92,1 %. Die USA hatten letztes Jahr einen Anteil von 4,3 %, Russland von 2,3 % und Malaysia von 1,3 %.

Auch die Weltproduktion ist zurückgegangen. Im Rekordjahr 2009 wurden weltweit knapp 133.500 t SEO produziert. 2013 waren es nur noch 90.500 t – ein Rückgang von 32 %.

Ende 2010 war in Kalifornien nach achtjährigem Stopp die Bergwerksförderung im Mountain Pass Bergwerk der US-amerikanischen Molycorp Inc. wieder aufgenommen worden. Anfang 2013 konnte dann auch die australische Lynas Corp. nach jahrelangen und aufwändigen Genehmigungsverfahren in Malaysia mit der Aufbereitung von Erz aus ihrem westaustralischem Mt. Weld Bergwerk beginnen. Beide Betreiber kommen jedoch nur langsam in Produktion. Die Anfahrung der beiden komplexen Aufbereitungsanlagen dauert länger als erwartet und die geplante Jahresproduktionen (19.050 t SEO in Mountain Pass bzw. 11.000 t SEO in Malaysia) sind noch lange nicht erreicht. Hinzu kommt seit Herbst 2011 ein unerwarteter und drastischer Preisverfall für Seltene Erden, der den Betreibern große
finanzielle Schwierigkeiten bereitet. Von den einst euphorisch angedachten Kapazitätserweiterungen spricht heute in Kalifornien und Malaysia keiner mehr.

Auch China, seit 20 Jahren der weltgrößte Produzent von Seltenen Erden, kämpft mit den Preisrückgängen und der niedrigen Nachfrage. Ein Grund dafür ist die unerwartet starke Substitution. Nicht einmal die von der chinesischen Regierung zugeteilte Exportquote wird ausgeschöpft. Diese war im Jahr 2013 auf 30.999 t SEO leicht gestiegen. Mit verschiedensten Maßnahmen versucht China den weiteren Preisrückgang aufzuhalten und die Nachfrage anzukurbeln. Hierbei steht vor allem die Eindämmung des Schmuggels von Seltenen Erden im Vordergrund. „Jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass 2010 und 2011 bis zu 35.000 t SEO jährlich China illegal verlassen haben“, so Dr. Harald Elsner, Experte für Seltene Erden in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Der starke Preisanstieg im Jahr 2011 habe zu einer Suche und Entdeckung von über 440 Seltene Erden-Vorkommen weltweit geführt. Dr. Elsner: „Die gegenwärtig bekannten Reserven von Seltenen Erden reichen bei derzeitiger Produktion für 285 Jahre, die Ressourcen sogar für fast 3.400 Jahre.“ Die beiden neuen Bergwerke, die zahlreichen potenziellen Vorkommen und die unerwartet starke Substitution haben den Absatzmarkt für Seltene Erden einbrechen lassen.

Bei den Seltenen Erden muss man allerdings zwischen leichten Seltenen Erden (Cer, Lanthan, Praseodym, Neodym) und schweren Seltenen Erden (u. a. Dysprosium, Terbium, Europium) unterscheiden. Weder Mountain Pass und Mt. Weld noch die seit 1951 in Abbau stehende russische Lagerstätte Lovozero auf der Kola-Halbinsel enthalten nennenswerte Mengen an schweren Seltenen Erden. Diese werden weiterhin ausschließlich in China gewonnen und stehen aufgrund ihres viel höheren Preises im Hauptinteresse der Schmuggler. Schwere Seltene Erden finden vor allem in „Grünen Technologien“ (Elektromobilität, Windkraftanlagen, Energiesparlampen) Verwendung. Während die BGR die Versorgungslage für leichte Seltene Erden völlig unkritisch sieht, ist bis zur Eröffnung zumindest einer der 20 bekannten Lagerstätten mit schweren Seltenen Erden außerhalb Chinas die Versorgungslage mit diesen Seltenen Erden noch gefährdet.

Hintergründe zu schweren Seltenen Erden >
Autor: Geozentrum Hannover
4010 Aufrufe
Stand: 14. März 2014
Erstellt: 14. März 2014

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