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Brüssel, 04.02.2012: Die Vorbreitungen für den vollständigen Einsatz des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo verlaufen planmäßig.In London unterzeichneten heute (Donnerstag) drei Unternehmen, darunter die deutsche OHB System AG (DE), Verträge über acht weitere Satelliten mit einem Wert von rund 250 Millionen Euro. "Für das Galileo-
Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Entwicklungsvorhaben zum Lösen von Problemen, deren Erfüllung eine Organisation erfordert, die die Umsetzung der Aufgaben plant, steuert, durchführt und kontrolliert. Projekt bedeuten die heutigen Unterschriften, dass das Programm planmäßig und innerhalb des verfügbaren Finanzrahmens verläuft. Das bedeutet, dass die europäischen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeiten der durch Galileo verbesserten Satellitennavigation ab dem Jahr 2014 nutzen können, sagte der für
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der EU-Kommission Antonio Tajani.
Galileo-Satelliten werden derzeit paarweise an Bord der russischen Sojus-Trägerrakete befördert. Die acht heute bestellten Satelliten ergänzen die 18 bereits in Auftrag gegebenen Satelliten, von denen sich zwei seit dem 21. Oktober 2011 in der Umlaufbahn befinden. Bis Ende 2015 sollen insgesamt 26 Satelliten im Einsatz sein. Ein zweiter Start mit zwei weiteren Galileo-Satelliten wird im Laufe dieses Jahres erfolgen.
Galileo soll präziser als GPS genaue Positionen in Raum und Zeit ermitteln. Es wird - unter europäischer Kontrolle - mit dem US-amerikanischen GPS und dem russischen Glonass kompatibel und bei einigen seiner Dienste auch mit diesen interoperabel, dabei aber von beiden unabhängig sein.
Das Galileo-NavigationssystemMit Galileo kann man wie mit GPS seine exakte Position in Raum und Zeit ermitteln, jedoch präziser und zuverlässiger. Es wird - unter europäischer Kontrolle - mit dem US-amerikanischen GPS und dem russischen Glonass kompatibel und bei einigen seiner Dienste auch mit diesen interoperabel, dabei aber von beiden unabhängig sein.
Durch Galileo und seine Dienste werden viele Branchen der europäischen Wirtschaft unterstützt: Stromnetzbetreiber, Logistikunternehmen, die Finanzmärkte, die Schifffahrtsindustrie, Rettungsdienste und friedenserhaltende Missionen werden alle von den kostenlosen Galileo-Diensten profitieren können.
Die acht heute bestellten Satelliten ergänzen die 18 bereits in Auftrag gegebenen Satelliten, von denen sich zwei seit dem 21. Oktober 2011 in der Umlaufbahn befinden; damit steigt die Zahl der Satelliten bis Ende 2015 auf 26. Ein zweiter Start mit zwei weiteren Galileo-Satelliten wird im Verlauf dieses Jahres erfolgen.
Das Galileo-Programm ist in zwei Phasen gegliedert:Die so genannte Validierung in der Umlaufbahn (In-orbit Validation, IOV) umfasst die Erprobung und den Betrieb von vier Satelliten und der dazugehörigen Bodeninfrastruktur. Diese Phase läuft bereits.
Zur Erlangung der vollen Betriebsfähigkeit (Full Operational Capability, FOC) wird dann die restliche
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden- und Weltrauminfrastruktur errichtet. Dies betrifft zunächst 18 Satelliten. Insgesamt wird das System 30 Satelliten in Umlaufbahnen sowie zwei Satelliten auf dem Boden für den gegebenenfalls erforderlich werdenden Ersatz von Satelliten im All umfassen; ferner besteht das System aus Steuerungszentren in
Der Name Europa wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa sowie einem weltweiten Netz von Sensor- und Verbindungsstationen.
Hintergrund zur Auftragsvergabe für Galileo-KomponentenDie Verträge wurden heute von der Europäischen Weltraumorganisation im Namen der Europäischen Kommission unterzeichnet.
Die Aufträge über die Erbringung von
Unter dem Begriff D. sind diejenigen von Menschen erbrachten Leistungen zusammengefaßt, die nicht in den Bereich der direkten Herstellung von Sachgütern fallen. Dienstleistungen für die volle Betriebsfähigkeit von Galileo werden in sechs Teilen vergeben: Im Januar 2010 wurden drei Aufträge für systemtechnische Unterstützung, Satelliten und Startdienstleistungen erteilt (siehe IP/10/7). Ein vierter Vertrag wurde im Oktober 2010 in Brüssel mit der Firma SpaceOpal über den Betrieb der Weltraum- und Bodeninfrastruktur geschlossen (IP/10/1382). Im Juni 2011 (IP/11/772) wurden die beiden letzten Verträge mit ThalesAlenia (FR) für die Bodeneinrichtungen und mit Astrium (UK) für das Bodenkontrollsystem unterzeichnet.
Das Verfahren wurde im Juli 2008 von der Europäischen Weltraumorganisation im Auftrag der Europäischen Kommission eingeleitet. Nach einer ersten Vorauswahl und einem umfassenden wettbewerblichen
Dialog kommt von dem griechischen Wort dialogos. Logos heißt das Wort oder auch Wortbedeutung, Wortsinn. Und dia heißt durch. Dialog wurden die Unternehmen gebeten, bestmögliche und endgültige Angebote vorzulegen. Den Zuschlag erhielt jeweils das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
SatellitenMit OHB System AG und EADS-Astrium GmbH wurde ein Rahmenvertrag über die Bereitstellung von bis zu 32 Satelliten in den Jahren 2010 bis 2016 geschlossen. Im Rahmen dieses Vertrags wurde OHB 2010 mit einer ersten Lieferung von 14 Satelliten beauftragt, wobei die Lieferung des ersten Satelliten 2012 erfolgen soll. Bis 2014 soll das Unternehmen dann alle eineinhalb Monate einen weiteren Satelliten bereitstellen.
StartdienstleistungenArianespace erhielt 2010 den Auftrag für den Start von fünf Sojus-Trägerraketen in Kourou (Französisch-Guayana), auf denen jeweils zwei Satelliten ins All befördert werden. Der Vertrag sieht zudem Optionen für den Start weiterer Sojus-Raketen (mit jeweils zwei Satelliten) oder einer Ariane-5-Rakete (mit vier Satelliten) vor.
Mit dem Vertrag mit Astrium SAS (FR) wird die technische Anpassung einer typischen Ariane-5-Rakete an die spezifischen Erfordernisse der Galileo-Satelliten in Auftrag gegeben. Die Anpassung wird den gleichzeitigen Start von vier Satelliten ermöglichen, wodurch die Bereitstellung der gesamten Konstellation beschleunigt wird.
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