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Biogas-Kleinkraftwerke: Mehr Strom ohne Atom

Dortmund, 22.03.2011: Die Katastrophe in Japan bestimmt derzeit Diskussionen rund um die Ausrichtung der langfristigen Energieversorgung. Angesichts der tragischen Ereignisse rücken erneuerbare Energien noch stärker als bisher in den Fokus und die Nachfrage nach Öko-Strom wächst.

In Deutschland wird bereits ein erheblicher Teil des Stroms aus erneuerbaren Energien mit Biogas erzeugt. Und nicht erst seit den Ereignissen in Fukushima wird daran gearbeitet, die Stromerzeugung aus Biogas immer effizienter zu machen. Ein recht neues Produkt, das dazu beiträgt, ist ein ORC-Kleinkraftwerk, mit dem sich ein verbesserter Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung mit Biogasanlagen erzielen lässt.

Strom aus Biogas ist gefragt
Die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland steigt und steigt – und mit ihr der in die Netze eingespeiste Strom aus Biogas. Entsprechend gefragt sind sogenannte ORC-Kleinkraftwerke, denn mit ihnen können die Betreiber von Biogasanlagen, häufig sind das Landwirte, einen höheren Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung erzielen: Mit den Kleinkraftwerken lässt sich ein Teil der bislang ungenutzten Abwärme der Biogasanlagen ebenfalls in elektrischen Strom umwandeln.

Ein neuer Anbieter auf dem deutschen Markt ist seit wenigen Wochen die ORC energy GmbH aus Dortmund. Kurz nach dem Vertriebsstart zieht Geschäftsführer Dr. Bodo Fink das erste Resümee: „Diese Art der Kleinkraftwerke ist gefragt, das Interesse steigt seit dem Vertriebsstart von Woche zu Woche, vor allem im Nordosten Deutschlands werden Präsentationstermine angefragt.“ Deshalb eröffnete das Unternehmen jetzt in Mecklenburg-Vorpommern eine neue Dependance: das Vertriebsbüro Nord-Ost in Süderholz bei Greifswald. Damit ist ORC energy nun an vier deutschen Standorten vertreten.




 

 

 

 

 

 

 Funktionsschema eines ORC-Moduls

 

Biogas boomt
Im Jahr 2010 produzierten in Deutschland nach ersten Schätzungen 5.800 Anlagen Biogas, 2009 waren es noch 4.671. Die meisten Biogasanlagen – rund 80 Prozent – werden in der Landwirtschaft betrieben. Sie sind dank der hofeigenen Biomasse – etwa Gülle, Festmist aller Tierarten und nachwachsende Rohstoffe aus eigenem Anbau – ideale Einsatzorte für die umwelt- und klimafreundliche Biogaserzeugung.

Die wenigsten Landwirte betreiben indes Biogasanlagen, um den eigenen Energiebedarf zu decken. In der Regel wird der Strom aus Biogas in die bestehenden Netze eingespeist. Dank der Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) konnten sich so im Laufe der Jahre viele Landwirte eine zusätzliche, subventionsunabhängige Einnahmequelle verschaffen.

Aus Abwärme wird zusätzlicher Strom
Die Wärme, die neben elektrischem Strom von den Biogasanlagen produziert wird, wird aber immer noch unzureichend genutzt. Mit der neuesten Generation von Kleinkraftwerken stößt ORC energy in diese Lücke: Sie bieten Betreibern von Biogas-, Grubengas- und Deponiegasanlagen sowie prozesstechnischen Industrieanlagen die Möglichkeit, zumindest einen Teil der bisher ungenutzten Abwärme in elektrischen Strom zu wandeln, der dann in das Netz eingespeist und entsprechend vergütet werden kann.

Und diese Abwärme ist beträchtlich: Der Abgasstrom aus der Biogasanlage hat in der Regel eine Temperatur von über 400 Grad Celsius. ORC-Kleinkraftwerke nutzen diese Wärmeenergie: Mittels Abgaswärmetauschern wird sie in das ORC-Modul eingespeist und zur Verdampfung des darin enthaltenen organischen Arbeitsmediums genutzt. Der Dampf wiederum treibt über eine Turbine einen Generator zur Stromerzeugung an.

Hohe Wirtschaftlichkeit
ORC energy liefert seine Anlage als schlüsselfertiges Komplettsystem in Containerbauweise, inclusive Montage und Anschluss an die vorhandene Biogasanlage. Geeignet ist sie insbesondere für Biogasanlagen ab einer elektrischen Leistung von einem Megawatt. Zusätzlich zu der durch die Biogasanlage selbst generierten elektrischen Energie erzeugt das ORC-Kleinkraftwerk aus der Abwärme eine zusätzliche Leistung von 100 Kilowatt netto. Bei einer üblichen Nutzungsdauer der Biogasanlage von 8.000 Betriebsstunden jährlich und einer Einspeisevergütung von rund 16,2 Cent pro Kilowattstunde (inklusive sogenanntem NaWaRo- und Tech-Bonus) für den zusätzlich produzierten Strom lässt sich somit bis zu 130.000 Euro Umsatz pro Jahr zusätzlich erzielen. Die Amortisationszeit für ein ORC-Kleinkraftwerk beträgt damit weniger als vier Jahre.

Neues Vertriebsbüro in Süderholz bei Greifswald: Kleinkraftwerk-Anbieter ORC energy aus Dortmund verstärkt Vertrieb
Der Anbieter dieses Kleinkraftwerkes – die ORC energy aus Dortmund – hat erst vor wenigen Tagen ein neues Vertriebsbüro in Süderholz bei Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) eröffnet; denn die Anfragen zu dieser neuen Komponente für Biogas-Anlagen werden täglich mehr!

Weitere Informationen bei Ihrem Ansprechpartner:

Dr. Bodo Fink
ORC energy GmbH
Londoner Bogen 6
44269 Dortmund
0231-53 22 89-60
b.fink@orcenergy.de

Autor: Dr. Thomas Wardenbach
4971 Aufrufe
Stand: 7. September 2012
Erstellt: 21. März 2011

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