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Osnabrück, 14.12.2009: Der Klimawandel ist in aller Munde. Während Wissenschaftler und Umweltschützer seit Längerem vor den Folgen eines anhaltenden Kohlendioxid-Ausstoßes warnen, verhandeln aktuell Vertreter aus 192 Staaten in Kopenhagen über ein weltweit verbindliches Klimaabkommen. Doch was können wir konkret tun, um die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen? Und welche Möglichkeiten eröffnen sich durch umwelttechnische Innovationen?Die neue Wanderausstellung der Deutschen Bundesstiftung
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt Klimawerkstatt Umweltexperimente für Zukunftsforscher zeigt nicht nur Ursachen und Folgen des Klimawandels, sondern bietet in erster Linie konkrete Lösungsansätze zum Schutz von
Das Klima-System setzt sich zusammen aus dem inneren und dem äußeren System.Klima und Umwelt, erläutert Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Konzept. Ab dem 25. Januar ist die interaktive Präsentation im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück zu sehen.
Auf Entdeckungstour: Aktiv werden für das KlimaAn acht Stationen mit insgesamt 24 Experimenten laden wir interessierte Besucher ein, auf Entdeckungstour zu gehen und die Zusammenhänge zwischen persönlichem Energieverbrauch, Kohlendioxid-Ausstoß und
Globale Klimaveränderungen sind bereits im Gang und der Mensch ist dafür hauptverantwortlich.
Klimawandel selbst zu erforschen, erklärt Brickwedde. Denn nur wer das eigene Handeln mit den globalen Veränderungen in Zusammenhang bringen könne, sehe die Notwendigkeit, selbst aktiv zu werden und erkenne zugleich die Chance, etwas zu bewirken. Ob man den Einkaufskorb klimafreundlich füllt und welches Verkehrsmittel man zur Fortbewegung wählt, das entscheidet letztlich jeder selbst nicht nur im richtigen Leben, sondern auch in der Ausstellung, so Brickwedde.
Folgen der Erderwärmung sichtbar machenDie globalen Auswirkungen unseres Verhalten sind bereits heute sichtbar: Ökosysteme wie Meere, Wälder, Seen und Moore verändern sich mit weit reichenden Folgen für Mensch und Natur, erläutert Brickwedde. Die Klimawerkstatt veranschaulicht diese Entwicklung anhand eines interaktiven Meeresspiegel-Modells und eines digitalen Landschafts-Memory-Spiels. Außerdem können Besucher in die Schuhe von Bewohnern verschiedener Länder schlüpfen und so herausfinden, wie viel
Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid pro Person und Land freigesetzt wird. Dabei wird eines sehr deutlich: Die Industrienationen stoßen mit am meisten Kohlendioxid aus, sind aber bislang am wenigsten von den Auswirkungen der Erderwärmung betroffen. Wir stehen hier vor der großen Herausforderung, schnell zu handeln und gemeinsam gegen das Phänomen Klim awandel vorzugehen, betont Brickwedde. Für die DBU keine neue Erkenntnis: Mit dem späteren Nobelpreisträger Prof. Dr. Paul Crutzen (1994), der Arbeitsgruppe Klimaforschung am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg (1998) und Professor Dr. Hans Joachim Schellnhuber (2007) hat sie bedeutende und kreative Klimaexperten mit ihrem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet und damit ein wichtiges Zeichen für den handlungsorientierten
Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz gesetzt.
Energieeffizienz und erneuerbare Energie als LösungenEin zentrales Handlungsfeld der Stiftung ist die Förderung innovativer Entwicklungen im Energiesektor, stellt Brickwedde heraus. Die Ausstellung mache dies unter anderem am Beispiel von Wärmedämmung und hier speziell an der erfolgreichen DBU-Klimaschutz-Kampagne Haus sanieren profitieren deutlich. Mit einem Wärmebild lassen sich an dieser Experimentierstation der Ausstellung verschiedene Dämmmaterialien wie
Beim Einsatz von M., künstlichen Mineralfaser wie Steinwolle und Glaswolle, werden ähnlich gesundheitsgefährdende Wirkungen wie bei Asbest vermutet.Mineralwolle,
S. wird aus Glas (mit Altglasanteil), das mit Kohlendioxid geschäumt ist, hergestellt. Schaumglas,
siehe FaserleinFlachs,
Hanf ist eine einjährige Kurztagspflanze mit verzweigtem Stängel, der 5 bis 20 cm dick wird. Er trägt fremdbefruchtende, windbestäubende Blüten und die Frucht ist eine Nuss mit nur einem ölhaltigem Samen, der 2 bis 5 mm groß wird.Hanf, Holzfaser und Schafswolle testen. Neben Energieeinsparung und Energieffizienz spielten insbesondere die erneuerbaren Energien Sonne, Wind- und
Wasserkraft gehört zu den regenerativen Energiequellen. Genutzt wird die kinetische und potentielle Energie des Wassers an Flüssen, Schleusen, Gezeitenkraftwerken und Staudämmen (Talsperren). Wasserkraft sowie die Biomassenutzung eine wichtige Rolle: Sie ermöglichten die kohlendioxidfreie bzw. -neutrale
Physikalisch: Bewegte elektrische Ladungen (Elektrizität) werden als elektrischer S. bezeichnet.Strom- und Wärmeerzeugung. Mithilfe eines Solarkochers und einer
Eine B. setzt mit Hilfe einer elektrochemischen Reaktion chemische Energie direkt in elektrische Energie (Strom) um, ohne Umweg über die Verbrennung. Brennstoffzelle können experimentierfreudige Besucher selbst ausprobieren, wie sich
Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen.Energie mit Sonnenkraft erzeugen lässt.
Naturschützer und Vielfaltentdecker sind gefragtBrickwedde: Klimaschutz bedeutet aber auch, die verschiedenen Ökosysteme als natürliche, langfristige Kohlendioxid-Speicher der Erde zu bewahren und die Vielfalt der Arten zu erhalten. Wie praxisnah die DBU in diesem Bereich fördere, zeigten die über 400 Natur- und Artenschutzprojekte, die seit Stiftungsgründung mit über 95 Millionen Euro unterstützt worden seien. Zusätzlich habe die DBU 2008 die zentrale Aufgabe übernommen, bundesweit 33 national bedeutsame Flächen mit insgesamt über 46.000 Hektar langfristig für den
Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.Naturschutz zu sichern. Auch diese wichtige Entwicklung stelle die Ausstellung beispielhaft dar. Vor allem aber wollen wir die Besucher anstiften, selbst als Naturschützer und Vielfaltentdecker aktiv zu werden, fügt Brickwedde hinzu. Mi t der Lupe die
Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Artenvielfalt des Amazonas-Regenwaldes entdecken und Totholz im Park der DBU untersuchen, selbstständig Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung des Waldes planen und Biotope vernetzen all das mache die Klimawerkstatt spielerisch möglich.
Führungen und Begleitmaterial für verschiedenen Altersstufen Die Ausstellung bietet konkrete Anknüpfungspunkte an die Unterrichtsfächer Geografie,
Die Biologie ist die Wissenschaft vom Leben. Biologie, Physik und Chemie für die Klassen 5 bis 13. Ergänzend werden alters- und fachgerechte Führungen und pädagogisches Begleitmaterial angeboten.