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Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 16274

Im Auto zur Arbeit

München, 07.11.2009: Es scheint, als ob es ohne Auto nichts geht. Co2-Ausstoß, Klimawandel? Offenbar irrelevant. Nicht einmal der hohe Benzinpreis hat ein Umdenken herbei geführt. 60 Prozent der Berufstätigen fährt mit dem Auto zu Arbeit, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Damit hat sich in den letzten zwölf Jahren trotz gegenteiliger Appelle und gestiegener Fahrtkosten kein Wandel hin zu anderen Verkehrsmitteln durchsetzen können. Gestärkt hat den Trend ein immer längerer Weg zur Arbeit.


Nach den Ergebnissen einer im Rahmen des Mikrozensus durchgeführten Befragung zum Pendlerverhalten fand insbesondere der öffentliche Personennahverkehr seit 1996 bei Berufspendlern keine wachsende Zustimmung, sondern verlor im Gegenteil an Attraktivität (1996: 11,5 Prozent; 2008: 10,8 Prozent).

Die Ursachen dieser Entwicklung können durch die Befragungsergebnisse nicht abschließend beantwortet werden. Fest steht allerdings, dass für den Weg zur Arbeit im Jahr 2008 im Durchschnitt größere Entfernungen zu bewältigen waren als zwölf Jahre zuvor. Für nur noch 45,8 Prozent (1996: 52,3 Prozent) der Erwerbstätigen lag die Arbeitsstätte weniger als zehn Kilometer von der Wohnung entfernt. Zugleich hat sich der Zeitaufwand für den Weg zur Arbeit erhöht. 68,2 Prozent der Erwerbstätigen gaben an, weniger als 30 Minuten unterwegs zu sein, während es vor zwölf Jahren noch 72,8 Prozent waren.

Ausführlichere Informationen zum Pendlerverhalten der Erwerbstätigen sowie der Schüler und Studenten im Zeitraum der Jahre 1996 bis 2008, zu den benutzten Verkehrsmitteln, Wegezeiten, zurückgelegten Entfernungen sowie unterschiedlichen Verhaltensweisen von Frauen und Männern bietet ein aktuell veröffentlichter Artikel im STATmagazin des Statistischen Bundesamtes: www.destatis.de

Bild: Fotolia

Autor: Natur + Kosmos

Weiterführende Informationen:


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Stand: 7. November 2009
Erstellt: 7. November 2009