Ausweg aus dem Treibhaus
Berlin, 15.10.2009: Die Klimawissenschaftler sind sich weitgehend einig: Die globale Temperatur darf nicht um mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten steigen. Nur so lassen sich die schlimmsten Folgen des Klimawandels abwenden. Dazu müssen die Industrieländer ihre Treibhausgase allerdings bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt die heute in Berlin vorgestellte Studie des WWF: Modell Deutschland Klimaschutz bis 2050.Die Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF-Studie liefert ein Navigationssystem zum Klimaschutzziel 2050 und zeigt, dass Emissionsminderungen von 95 Prozent möglich und bezahlbar sind. Modell Deutschland zeigt, dass der geforderte Wandel von der klimaschädlichen zur klimaverträglichen Wirtschaftsweise möglich und unabdingbar ist. Er schafft Stabilität, Sicherheit, Wohlstand und neue Arbeitsplätze für Deutschland, erklärt Eberhard Brandes, Geschäftsführer des Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF Deutschland.
Die Studie, erstellt von der Arbeitsgemeinschaft Prognos AG, Öko-Institut und Dr. Ziesing, entwickelt aus der Utopie erstmalig einen durchgerechneten Politikentwurf. Sie beschreibt bis ins Jahr 2030 detailliert und übergreifend die erforderlichen technischen Maßnahmen und politischen Instrumente, um das 95%-Ziel zu erreichen. Im Jahr 2050 können die Deutschen demnach einen CO2-Ausstoß von 0,3 t pro Kopf (anstelle der heutigen 11 t) erreichen ohne dass sich das Leben dramatisch verändert.
Die Mehrkosten für eine derartige Reduktion sind laut Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF-Studie überschaubar und liegen bei durchschnittlich 0,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Dafür müsse die neue Regierung jedoch langfristig planen und gleichzeitig schnell handeln. Denn selbst eine ambitionierte Weiterführung der bisherigen deutschen Als E. wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von E. sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische E., die sich ineinander umwandeln lassen.Energie- und Klimaschutzpolitik führe bestenfalls zu einer Reduzierung um 45 Prozent bis 2050. Die Berechnung der Treibhausgasemissionen zeigt unmissverständlich, dass Deutschland mit den bisherigen Maßnahmen das geforderte Reduktionsziel dramatisch verfehlen wird, erklärt Regine Günther, Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF-Klimachefin.
Die Gutachter haben ermittelt, dass gezielte Investitionen und Förderungen von Innovationen in allen Bereichen notwendig sind, um minus 95 Prozent zu erreichen. Es wurden erstmalig die komplexen Zusammenhänge zwischen allen Bereichen analysiert. Als zentrale Handlungsfelder wurden die Stromerzeugung, der Gebäudesektor, der Straßenverkehr sowie die Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie ermittelt. Ohne den Einbezug der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft sowie der Landnutzung sei das ambitionierte Klimaschutzziel jedoch nicht zu erreichen. Anspruchsvoller Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz muss endlich alle Sektoren erfassen, so Regine Günther. Die Mehrheit der Treibhausgasminderungen hängt von sehr langfristigen Entscheidungen ab. Die heute vermeintlich preiswerten Wege führen langfristig häufig in die Irre.
Neben einer massiven Steigerung der Energieeffizienz spielen die Erneuerbaren Energien eine herausragende Rolle für das Modell Deutschland. Sie könnten 83 Prozent der Stromerzeugung bis 2050 ausmachen. Dafür würden intelligente Stromnetze, massiv ausgebaute Speicherkapazitäten sowie neue Marktregeln benötigt. Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke sowie neue Kohlekraftwerke sind für das Reduktionsziel überflüssig, betont Eberhard Brandes. Auch für den Verkehrssektor sind im Modell Deutschland die erneuerbaren Energien extrem wichtig, denn bis 2050 werden zu 80 Prozent H. ist der Nachkomme von Elterntieren, die verschiedenen Rassen, Unterarten oder sogar Arten angehören.Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein. Die Effizienz des gesamten Fahrzeugparks muss um 60 Prozent erhöht werden. Neben der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene könne die Nutzung nachhaltig erzeugter Biotreibstoffe wesentlich zur Emissionsreduktion im Verkehrssektor beitragen.
Wir werden 2050 gut leben können und dabei kaum noch Treibhausgase produzieren, so Günther. Klimaschonende Produkte und neue Technologien, wie Induktionsherde beim Kochen, LED bei der B. von Objekten und Gebäuden mit natürlichem und künstlichem Licht. Beleuchtung oder wasserfreie Waschmaschinen, würden sich in den Haushalten durchsetzen. Durch eine massiv ausgebaute Dämmung verringert sich der Heizwärmebedarf um rund 85 Prozent und ein geringerer und gesünderer Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten führt zu einer signifikanten Senkung von Methan ist ein farbloses, geruchloses, ungiftiges Gas, das zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt. Methan gehört zu den klimarelevanten Treibhausgasen. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und Biogas und im Holzgas enthalten.Methan- und Lachgasemissionen in der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft.
Die Studie sendet eine klare Botschaft an die laufenden Koalitionsverhandlungen, dass der Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz ganz anders positioniert werden muss. Wenn wir Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.Klimaschutz weiter nur als Stückwerk betrachten, werden wir nicht erfolgreich sein, so Brandes.
Mit Modell Deutschland wollen wir der internationalen Gemeinschaft in Kopenhagen im Dezember eine realistische Strategie für eine kohlenstofffreie Wirtschaftsentwicklung bis 2050 vorlegen, so Brandes weiter. Deutschland könnte damit zum Entwicklungsmodell für andere Länder werden und wieder eine Vorreiterrolle bei den Klimaverhandlungen einnehmen. Wir müssen diesen Weg nur beschreiten wollen.
Autor: WWF Deutschland
Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Treibhaus":
Umweltschutz im CyberspaceBerlin, 17.06.2010: Videokonferenzsysteme können sowohl das Reisekostenbudget als auch die Treibhausgasbilanz von Unternehmen erheblich entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie The Telepresence Revolution des Carbon Disclosure Projects (CDP).
Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2009 um 8,4 Prozent gesunken Berlin, 05.03.2010: Wirtschaftskrise führt zum stärksten Emissionsrückgang seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase ist in Deutschland nach ersten Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2009 gegenüber 2008 um etwa 80 Millionen Tonnen gesunken (minus 8,4 Prozent).
Klimaschutz mit Messer und GabelBaden-Baden, 19.12.2009: Das Thema wurde auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ausgeklammert, ja geradezu tabuisiert: Unser täglicher Fleischkonsum! Das weltweit zunehmende Fleischessen und die dafür notwendige Tierzucht verursachen schon heute mehr Treibhausgase als alle Autos dieser Welt zusammen. Schon der heilige Benedikt von Nursia warnte vor 1.500 Jahren vor zu viel Fleischgenuss. Übertriebener Fleischkonsum mache aus jeder Gesellschaft ein Massenkrankenhaus.
Europa kann in Kopenhagen 40-prozentige CO2-Minderung anbietenBerlin, 02.12.2009: BUND/FoEE-Studie zu ungenutzten Potentialen beim Klimaschutz. Die Staaten der Europäischen Union können ihr bisher bis 2020 zugesagtes Ziel einer 20prozentigen Minderung der Treibhausgase deutlich erweitern. Die CO2-Emissionen in der EU ließen sich um bis zu 40 Prozent verringern, wenn beispielsweise die erneuerbaren Energien stärker ausgebaut und die vorhandenen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz entschlossener genutzt würden.
Less Meat = Less HeatBrüssel, 29.11.2009: Am 3. Dezember spricht der Musiker vor dem Europäischen Parlament, um sich für eine fleischlose Ernährung zugunsten des Klimaschutzes einzusetzen. Der Anteil der Nutztierhaltung an den globalen Treibhausgasemissionen wurde bereits im Jahr 2006 auf 18% geschätzt (mehr dazu auch in unserem Positionspapier). Diese Schätzung stammt aus einer Studie der FAO, die unter dem Titel "Livestocks Long Shadow" (zu Deutsch etwa: "Der lange Schatten der Nutztiere") erschien.
Ausweg aus dem TreibhausBerlin, 15.10.2009: Die Klimawissenschaftler sind sich weitgehend einig: Die globale Temperatur darf nicht um mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten steigen. Nur so lassen sich die schlimmsten Folgen des Klimawandels abwenden. Dazu müssen die Industrieländer ihre Treibhausgase allerdings bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt die heute in Berlin vorgestellte Studie des WWF: Modell Deutschland Klimaschutz bis 2050.
Für wirtschaftliche CO2-SpeichertechnikenBrüssel, 14.10.2009: Für den Klimaschutz will die EU die Machbarkeit der CCS-Technologie weiter ausloten. Bei einem Treffen der EU-Kommission mit Vertretern aus 22 Staaten ging es heute vor allem um die Frage, wie sich die Vermarktung dieser Technologien zur Abscheidung und Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid beschleunigen lässt. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs rief dazu auf, das Potenzial von CCS auszuschöpfen: "Der Staat muss weiterhin Entwicklung und Einsatz der CCS-Technologien fördern, wenn wir den Klimawandel erfolgreich bekämpfen wollen.
Politik für Menschen statt Vorfahrt für KonzerneHamburg, 05.10.2009: Greenpeace veröffentlicht Forderungen an Koalitionsverhandlungen. Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP fordert Greenpeace beide Parteien auf, die Erfolge der deutschen Umweltpolitik nicht zu gefährden und ihr einen höheren Stellenwert als bisher einzuräumen. Insbesondere soll am Atomausstieg festgehalten werden. In ihrem heute veröffentlichten Forderungspapier verlangt die Umweltorganisation außerdem ein "Notpaket Klimaschutz", um die deutschen Treibhausgase stärker als bisher geplant zu reduzieren.
Unternehmen legen Emissionen offenNew York/Berlin, 22.09.2009: Das Carbon Disclosure Project (CDP) hat heute in New York seinen Global 500 Report veröffentlicht. Insgesamt haben 82 Prozent der 500 weltweit größten Unternehmen (nach Marktkapitalisierung) ihre Treibhaus-gasemissionen offen gelegt. Besonders in Brasilien, Russland, Indien und China hat sich die Teilnahmequote ...
Klimaschutz mit Biokohle?Bonn, 09.09.2009: Während einerseits in vielen Ländern Kohle als Energielieferant aus dem Boden gefördert wird, gibt es heute Wissenschaftler, die genau das Gegenteil erforschen: Kohle zurück in den Boden zu bringen, um das darin gebundene Treibhausgas Kohlendioxid langfristig zu deponieren. Diese so genannte Biokohle entsteht, wenn Biomasse bei niedriger Temperatur und ...
Stand: 15. Oktober 2009
Erstellt: 15. Oktober 2009
Erstellt: 15. Oktober 2009




















Druckansicht