Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 16179

Für wirtschaftliche CO2-Speichertechniken





Brüssel, 14.10.2009: Für den Klimaschutz will die EU die Machbarkeit der CCS-Technologie weiter ausloten. Bei einem Treffen der EU-Kommission mit Vertretern aus 22 Staaten ging es heute vor allem um die Frage, wie sich die Vermarktung dieser Technologien zur Abscheidung und Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid beschleunigen lässt. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs rief dazu auf, das Potenzial von CCS auszuschöpfen: "Der Staat muss weiterhin Entwicklung und Einsatz der CCS-Technologien fördern, wenn wir den Klimawandel erfolgreich bekämpfen wollen.


Dennoch ist jetzt auch der private Sektor gefordert, erhebliche Investitionen zu tätigen, um Demonstrationsprojekte zu vermarkten und die CCS-Technologien wirtschaftlich zu machen". CCS ermöglicht einen geringeren Kohlendioxid-Ausstoß bei der Nutzung fossiler Brennstoffe, indem das CO2 in den Abgasen großer CO2-Verursacher abgetrennt und unterirdisch gespeichert wird.

Im Mittelpunkt des Ministerforums stand eine gemeinsame Erklärung zur Projektförderung, zur Weitergabe von Wissen und zum Aufbau von Kapazitäten. Ziel des Forums für Kohlenstoffsequestrierung ist die Entwicklung verbesserter, kosteneffektiver Technologien für die Abscheidung, den Transport und die langfristige sichere Speicherung von CO2. Die EU ihrerseits hat bereits ein umfassendes Paket rechtlicher, finanzieller und industrieller Fördermaßnahmen geschnürt, die im Rahmen mehrerer Initiativen konzipiert und seit Dezember 2007 vom Europäischen Rat gebilligt wurden. So hat die CCS-Richtlinie einen Rahmen geschaffen, der für Rechtssicherheit bei den Betreibern sorgt.

Darüber hinaus wurde im Rahmen des Europäischen Emissions­handels­systems (EU-EHS) geklärt, wie Emissionen und CCS-Verfahren in den Leitlinien für staatliche Umweltschutzbeihilfen behandelt werden sollen. Außerdem wird die Finanzierung von Demonstrationsprojekten mit 1,05 Milliarden Euro aus dem Europäischen Konjunkturprogramm gefördert.

Eine zweite Projektfinanzierungsquelle bilden 300 Millionen Berechtigungen aus dem EU-EHS. Auf Industrieseite hat die Kommission ein Vorhaben für ein Netz von europäischen Akteuren ausgearbeitet, die als erste an CCS Demonstrationsprojekten im großtechnischen Maßstab beteiligt sind. Die Europäische Industrie-Initiative für CCS ergänzt diese Maßnahmen. Sie soll Entwicklung und Einsatz von Technologien wie der CCS Technologie voranbringen, um die mit der Stromerzeugung in Europa verbundenen CO2 Emissionen deutlich zu senken.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
1427 Aufrufe
Stand: 14. Oktober 2009
Erstellt: 14. Oktober 2009

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