Gentechnik-Forschung geht am Markt vorbei
BUND und Bioland fordern mehr Transparenz bei der staatlichen Forschungsförderung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bioanbauverband BIOLAND forderten anlässlich des morgigen "Runden Tisches" der Bundesforschungsministerin Annette Schavan mehr Transparenz bei der Forschungsförderung im Bereich der Agro-Gentechnik.Derzeit sei nicht ersichtlich, wer von den staatlichen Zuwendungen letztendlich profitiere: die Privatwirtschaft oder die Gesellschaft, die dafür bezahlen, so der Vorwurf der Verbände. Das gelte insbesondere für Projekte, die im Rahmen der sogenannten Hightech-Strategie von Forschungsministerin Schavan angestoßen worden seien.
Hubert Weiger, Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.BUND-Vorsitzender: "Die Forscher müssen endlich für die Gesellschaft forschen, die sie finanziert. Gentechnik-Projekte werden zwar mit Steuergeldern in dreistelliger Millionenhöhe gepäppelt. Doch bisher sind die Forscher den Beweis schuldig geblieben, dass die Agro-Gentechnik tatsächlich die Lösungen bietet, die sie versprochen hat. Pflanzen, die dem Globale Klimaveränderungen sind bereits im Gang und der Mensch ist dafür hauptverantwortlich.
Klimawandel trotzen und sich für eine umweltfreundliche Energiegewinnung eignen, sind nicht in Sicht. Statt weiterhin knappe staatliche Mittel in eine von der Gesellschaft nicht akzeptierte Technologie zu stecken, muss es in der Forschungspolitik ein Umdenken geben: Weg von den Gentech-Pflanzen und hin zu einer Förderung der klassischen und ökologischen Pflanzenzüchtung."
Die Verbände kritisierten die Zusammensetzung des "Rundes Tisches" als einseitig. Thomas Dosch, Präsident von Bioland ist ein Zusammenschluß von 3.500 Biobauern insgesamt 116.000 Hektar Fläche bewirtschaften. Überdies gibt es 600 Verarbeiter, die Bioland-Rohstoffe weiterverarbeiten, wie zum Beispiel Bäcker oder Molkereien. Damit ist Bioland der Größte der neun ökologischen Anbauverbände in Deutschland.Bioland: "Wenn von 24 Geladenen gerade sechs dem kritischen Lager zuzurechnen sind, dann läuft das der Idee eines Runden Tisches völlig zuwider. Runde Tische leben von der gleichberechtigten Teilhabe und einem Dialog kommt von dem griechischen Wort dialogos. Logos heißt das Wort oder auch Wortbedeutung, Wortsinn. Und dia heißt durch. Dialog auf Augenhöhe. So aber ist klar: Die Verfechter der Gentechnik in der Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung. Landwirtschaft wollen unter sich bleiben, den Kritikern wird der Katzentisch zugewiesen. Das zeigt, dass Forschungsministerin Schavan kein Interesse an der von ihr angemahnten Wertedebatte hat, sondern auf ein blindes 'Weiter so' setzt."
Autor: BUND Freunde der Erde
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Schwarz-Gelb ist kein Votum pro Atomenergie und pro GentechnikBerlin, 30.09.2009: Auch die neue Regierung muss Bürgerwillen respektieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in dem Wahlergebnis der Bundestagswahl vom 27. September 2009 kein Votum pro Atomkraft und pro Gentechnik. Sämtliche Umfragen im Umfeld der Wahlen hätten gezeigt, dass es stabile Mehrheiten gegen längere Laufzeiten für Atommeiler und gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft gebe.
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Genmais gefährdet SchmetterlingeBerlin, 13.07.2009: Der NABU kritisiert, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) keine Bedenken gegen den Anbau der gentechnisch veränderten Maissorte MON 810 hat. Zu begrüßen sei jedoch, dass die EU-Behörde erstmals mögliche Risiken für Schmetterlinge und andere so genannte Nicht-Ziel-Organismen einräumt. Sie rät daher in ökologisch sensiblen ...
Teuflischer ZwirnDarmstadt, 05.06.2009: Wissenschaftler um Prof. Dr. Ralf Kaldenhoff von der TU Darmstadt haben ein gentechnisches Verfahren entwickelt, mit dem Nutzpflanzen gegen Angriffe des Teufelszwirns gewappnet werden können. Der Teufelszwirn (Cuscuta), ein pflanzlicher Parasit, verursacht vor allem in wärmeren Ländern immense ...
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Gentechnisch veränderte "Amflora"-Kartoffeln freigesetztBerlin, 05.05.2009: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat am 30. April der BASF Plant Science GmbH die Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln unter Auflagen genehmigt. Gestattet wurde die Freisetzung der so genannten "Amflora"-Kartoffel auf einer Fläche in der Gemeinde Bütow (Mecklenburg-Vorpommern). Geplant ist, die gentechnisch veränderten Kartoffeln in den Jahren 2009 und 2010 auf einer Fläche von ...
Grüne Gentechnik – Koexistenz und HaftungKöln, 27.02.2009: Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte der Berliner Zeitung: "Die grüne Gentechnik bringt dem Menschen hierzulande bisher keinen erkennbaren Nutzen." Die Ministerin kündigte an, die Zulassung der einzigen in Deutschland zugelassenen gentechnisch veränderten Maissorte "MON 810" des US-Herstellers Monsanto noch einmal zu überprüfen.
Umweltjournal-Buchtipp: Mit Gift und GenenKöln/Brühl, 08.02.2009: Die Machenschaften von Monsanto, einer schon unzählige Male verklagten amerikanischen Firma, erklärt uns die Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuesten Buch "Mit Gift und Genen". Der Chemie- und Biotech-Riese Monsanto spielt mit seinen Produkten wie Pestiziden und genmanipulierten Pflanzen eine umstrittene Rolle in der Weltnahrungsmittelproduktion. Durch den Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut erzielt ...
Das Gen, das die Lebensuhr zurückdrehtMünchen, 07.02.2009: Früher war die Sache klar: Sobald ein Mensch geboren ist, gibt es kein Zurück. Ob Leber, Muskel oder Haut - keine Körperzelle, so schien es, kann je wieder etwas anderes werden als sie ist. Dieses Dogma freilich ist inzwischen widerlegt. Selbst ausgereifte Zellen, so weiß man heute, lassen sich in einen embryonalen Zustand zurückversetzen - wenn auch nur mithilfe krebsfördernder Gene und heikler ...
Stand: 25. Mai 2009
Erstellt: 25. Mai 2009
Erstellt: 25. Mai 2009




















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