Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 14796

Faszination Farbstoffsolarzellen





Stuttgart, 17.10.2008: Am Freitag, 28. November 2008, informieren die Partner des Verbundforschungsprojekts "ColorSol - Nachhaltige Produktinnovationen durch Farbstoffsolarzellen" eine interessierte Öffentlichkeit über mögliche Anwendungspotenziale dieser zukunftsweisenden Technologie. Die Farbstoffsolarzelle wird zu den elektrochemischen Dünnschichtzellen gerechnet.


Farbstoffsolarzellen verfügen über nanokristalline Elektroden aus Titandioxid, in die eine Schicht aus organischen Farbstoffen auf der Basis von Ruthenium eingebettet ist. Im Labor konnten in Versuchszellen solare Wirkungsgrade bis elf Prozent erreicht werden, in Modulen ca. fünf Prozent.

Aufgrund ihrer spezifischen physikalischen und gestalterischen Eigenschaften (z.B. Farbigkeit, Semitransparenz, gutes Leistungsverhalten bei Teilverschattung und Erwärmung) eignen sich Farbstoffsolarzellen besonders für den Einsatz in Gebäudehüllen und stellen somit eine Alternative zu bestehende Glaswerkstoffen im Fassaden- oder Dachbereich dar.

Die Technologie der Farbstoffsolarzelle befindet sich gegenwärtig an der Schwelle zum serienreifen Produkt. Im Verbundforschungsprojekt "ColorSol - Nachhaltige Produktinnovationen durch Farbstoffsolarzellen" wird die Technologie weiterentwickelt, vom Labor in die industrielle Produktion transferiert und neue Anwendungsfelder für Farbstoffsolarzellen erschlossen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt arbeiten Forschungsinstitute und mittelständische Unternehmen gemeinsam an dieser Herausforderung.

Gerne möchten wir Ihnen die erzielten Ergebnisse präsentieren. Dazu führen wir am 28. November 2008 in Freiburg eine öffentliche Veranstaltung zur Darstellung der Projektergebnisse durch. Diese richtet sich an Unternehmen, Wissenschaftler sowie zukünftige Anwender.

Ergebnisse des Projekts sind unter anderem
o Optimierung des Zusammenspiels von nanoskaligem Titandioxid, Elektrolyt und Farbstoff zur Erhöhung von Effizienz und Langzeitstabilität,
o Aufskalierung der Modulgröße auf 60cm x 100cm,
o Aufskalierung der Druckpastenherstellung vom Labor in die industrielle Produktion bei der Firma Pröll KG,
o Umsetzung von Produktionsprozessen (Siebdruck, Sintern, Fusen, etc.) der Farbstoffsolarzelle in die industrielle Praxis bei der Firma BGT Bischoff Glastechnik,
o Herstellung des Elektrolyts mit der ressourceneffizienten Mikroreaktortechno-logie bei der Firma IoLiTec,
o Entwicklung von Anwendungsszenarien für Farbstoffsolarzellen und Bau eines Prototypenpanels als Demonstrator,
o detaillierte Analyse von Kosten und Umweltwirkungen / energetische Amortisationszeit.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird gebeten sich bis Montag, 3. 11. 2008 anzumelden.

Anmeldung
Frau Vera Walliser, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Heidenhofstr. 2, 79110 Freiburg, Tel. 0761-4588-5458, Fax 0761-4588-9000, email vera.walliser@ise.fraunhofer.de

Benötigen Sie ein Hotelzimmer, so kann Ihnen Frau Walliser bei der Reservierung behilflich sein.
Autor: Fraunhofer-Gesellschaft
2715 Aufrufe
Stand: 17. Oktober 2008
Erstellt: 17. Oktober 2008

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Solarzellen":

Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!

Webmaster: André Sepeur
© 1999 - by André Sepeur Medienberatung
plan-verde.de



Social Bookmarks
Newsletter bestellen
Seien Sie immer bestens informiert! Hier können Sie den Tagesrückblick bestellen >
Folgen Sie uns nach Facebook


Inserate
Top-News Technik und Wissenschaft
Satelliten-Projekt Galileo startet planmäßig 2014Satelliten-Projekt Galileo startet planmäßig 2014
Satelliten-Projekt Galileo startet planmäßig 2014
Brüssel, 04.02.2012: Die Vorbreitungen für den vollständigen Einsatz des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo verlaufen planmäßig.
Weiterlesen
Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun könnenMindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können
Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können
Köln, 25.01.12: Jeder kennt sie, die kleine Stimme aus dem Inneren. In der Tür zum Vorstellungsgespräch, vor der Begegnung mit dem Chef, oder der Verhandlung über eine Gehaltserhöhung, flüstert sie uns zu: Und Du glaubst wirklich, Du bist gut genug? Das hast Du doch gar nicht verdient! Bleib' auf dem Teppich ...
Weiterlesen
Klimawandel: Deutsche sind besorgt, fühlen sich aber gut informiert Klimawandel: Deutsche sind besorgt, fühlen sich aber gut informiert
Klimawandel: Deutsche sind besorgt, fühlen sich aber gut informiert
München, 17. Januar 2012: Auch im Jahr 2012 wird der zu beobachtende Klimawandel, die globale Erwärmung der Erde seinen Platz in der öffentlichen und medialen Diskussion einnehmen.
Weiterlesen
Schüler entwickeln Qualitätskriterien für nachhaltige BerufsbildungSchüler entwickeln Qualitätskriterien für nachhaltige Berufsbildung
Schüler entwickeln Qualitätskriterien für nachhaltige Berufsbildung
Osnabrück, 16.01.2012: Etwa 60 Prozent der Absolventen allgemeinbildender Schulen werden in berufsbildenden Schulen für einen Job qualifiziert.
Weiterlesen
LebensstilforschungLebensstilforschung
Lebensstilforschung
Köln, den 13.01.2012: Das Verhältnis von Sozialstruktur und Kultur gehört zu den zentralen Themen der Soziologie. Es wurde in Deutschland mehr als in anderen Ländern im Rahmen der Lebensstilforschung behandelt, die sich als eigenständiges Forschungsgebiet etabliert hat.
Weiterlesen
„Biosprit“ ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit„Biosprit“ ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit
„Biosprit“ ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit
Berlin, 13.01.2012: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und sein internationales Netzwerk Friends of the Earth (Freunde der Erde) haben die Fluggesellschaften aufgefordert, sogenanntes „Biokerosin“ künftig nicht mehr in Flugzeugen einzusetzen.
Weiterlesen
Klimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startetKlimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startet
Klimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startet
Berlin, 10.01.2012: Deutschlands Schüler sagen dem Klimawandel den Kampf an: ob mit Klima-Litfaßsäulen, Energiespar-Waschsalons oder einem selbst angepflanzten Schulwald.
Weiterlesen
Beagles aufgepasst: VIER PFOTEN sucht neues Kampagnen-GesichtBeagles aufgepasst: VIER PFOTEN sucht neues Kampagnen-Gesicht
Beagles aufgepasst: VIER PFOTEN sucht neues Kampagnen-Gesicht
Hamburg, 04.01.2012: Tausende Beagles werden jedes Jahr in Tierversuchen missbraucht. Um die Einzigartigkeit und Liebenswürdigkeit dieser Hunde hervorzuheben, macht die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN den Beagle jetzt zum Held einer Anti-Tierversuchskampagne.
Weiterlesen
Chemische Schadstoffe in Spielzeug gefunden – Remmel warnt: „Wir brauchen eine Verschärfung der Grenzwerte“Chemische Schadstoffe in Spielzeug gefunden – Remmel warnt: „Wir brauchen eine Verschärfung der Grenzwerte“
Chemische Schadstoffe in Spielzeug gefunden – Remmel warnt: „Wir brauchen eine Verschärfung der Grenzwerte“
Düsseldorf, 16.12.2011: Die Überwachungsämter in Nordrhein-Westfalen haben in den vergangenen Monaten 504 Spielzeuge untersucht. 16 Proben wiesen nach einem ersten Zwischenergebnis chemische Mängel auf, vor allem Weichmacher und Azofarbstoffe wurden gefunden, unter anderem in Fingermalfarben oder Puppenkleidern.
Weiterlesen
Wie billig ist Atomstrom wirklich, Herr Oettinger? (Ein Kommentar von Franz Alt)Wie billig ist Atomstrom wirklich, Herr Oettinger? (Ein Kommentar von Franz Alt)
Wie billig ist Atomstrom wirklich, Herr Oettinger? (Ein Kommentar von Franz Alt)
Baden Baden, 16.12.2011: Der japanische Atomkraftwerksbetreiber Tepco muss für den Rückbau und für Entschädigungen wegen des Atomunfalls im März 2011 bis zu 100 Milliarden Euro aufwenden. Da drängt sich die Frage auf: Wie teuer ist der angeblich billige Atomstrom wirklich?
Weiterlesen
Inserate
Inserate
Jobbörse