Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 13350

Billigfilter - was nun?





Radolfzell, 27.11.2007: In den vergangenen Wochen hat die Deutsche Umwelthilfe immer wieder auf die bei verschiedenen Test als mangelhaft aufgefallene Filterleistung von Rußfiltern der Marken GAT, Bosal und Tenneco/Walker hingewiesen. Im Rahmen von Nachprüfungen des Kraftfahrbundesamt wurden laut KBA bereits mehr als zehn Allgemeine Betriebserlaubnisse für Filter dieser Hersteller beim Kraftfahrtbundesamt gelöscht.


Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen gegen die Firma GAT wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung.

Doch was tun, wenn Sie bereits einen Rußpartikelfilter nachgerüstet haben?
Zwischen 40.000 und 60.000 der mangelhaften Systeme sind laut neuesten Schätzungen in Deutschland bereits in Fahrzeuge eingebaut worden. Bei diesen Filtern liegt nicht nur die Filterleistung unter den gesetzlichen Mindestanforderungen, bei vielen Tests wurde auch ein stark erhöhter Abgasgegendruck festgestellt, der im schlimmsten Fall den Motor schädigen kann.

Und so überprüfen Sie, ob Ihr Rußfilter betroffen ist:

Beim Einbau haben Sie von Ihrer Werkstatt eine "Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE)" erhalten, die dokumentiert dass das eingebaute Teil für den sicheren Betrieb in Ihrem Fahrzeug geeignet ist. Auf dieser ABE ist vermerkt, für welchen Filter-Hersteller diese ABE ausgestellt wurde. Die auffälligen Filter stammen von folgenden Herstellern: GAT, Bosal und Tenneco/Walker.

Sollte Ihr Filter von einer dieser Firmen stammen, so finden Sie am Ende dieser Seite eine aktuelle Liste des Kraftfahrtbundesamts mit allen ABE-Nummern, die im Rahmen der Filterüberprüfungen gelöscht waren.

Was tun wenn mein Rußfilter betroffen ist?

Im nachfolgenden Download lesen Sie eine rechtliche Bewertung des Gesamtverbands Autoteile-Handel (GVA) in Ratingen, auf deren Basis betroffene Autohalter bei ihrer Einbauwerkstatt den kostenfreien Austausch der mangelhaften Nachrüstfilter gegen ein funktionierendes System durchsetzen können.

Bemühung um die Klärung der (Rechts-)Lage

Die Deutsche Umwelthilfe kämpft weiter darum, die Lage für die Werkstätten und Autobesitzer aufzuklären. Zudem fordern wir, dass die ABE für unwirksame Rußfilter rückwirkend gelöscht werden und diese Filter auch nicht steuerlich gefördert werden. So soll die Rechtsgrundlage für die Verbraucher noch weiter gestärkt werden.
Autor: Deutsche Umwelthilfe e.V.
2265 Aufrufe
Stand: 27. November 2007
Erstellt: 27. November 2007

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Ru\dffilter":

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