Inserate
Top-News Technik und Wissenschaft
100 Euro Bonus für vorzeitigen Kühlschranktausch
Die Messlatte für das Energiekonzept
„Wer Innovationen fördern will, muss auch Risiken eingehen“
Labor statt Gehege – das Kaninchen, Tier des Monats August
Die Energiedoku Die 4. REVOLUTION überschreitet die Grenzen
Boom für „Grüne“ Energie zerstört indigene Völker
Schüler lernen mehr übers Meer
OECD erkennt endlich Hautreizungstest ohne Tierversuche an
Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an der Weser: großer Handlungsbedarf
Kühlen Kopf durch die Kraft der Sonne und Klimaschutz im Blick
Ein Fall von fahrlässiger Körperverletzung?
Sonne, Wind und Co. – erneuerbare Energien verstehen
Zahlreich für Tierversuche genutzt: das Schaf, Tier des Monats Juli
Gestaltete Ökologie und nichtkünstliche Kunst
Schluss mit der Abzocke im Internet
Neues EU-Holzhandelsgesetz: ForestFinance begrüßt Gesetz gegen illegale Holzprodukte
Schlechte Noten für Klimagutachter
Bundeswehr bestätigt: Keine Tierversuche in der militärischen Ausbildung
Zukunft ohne Öl (Raggam/ Faißner)
CO2-Footprint - CO2-Bilanzierung für Produkte und Unternehmen durch CO2OL
Inserate
Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 12908

Strahlungsarme Handys

Berlin, 30.08.2007: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert alle Handyhersteller auf, strahlungsarme Handys mit dem Umweltzeichen zu kennzeichnen. Erstmals wurde heute ein Handy der Firma Kandy Mobile mit dem 'Blauen Engel' ausgezeichnet. "Es ist eine Schande, dass es fünf Jahre dauern musste, bis ein erster Handyhersteller den Blauen Engel beantragt hat", sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen.


"Angesichts möglicher Gesundheitsrisiken durch Mobilfunkstrahlen haben Verbraucher ein Recht darauf zu erfahren, in welchem Maße sie sich beim Telefonieren elektromagnetischen Wellen aussetzen", kritisiert Billen den Boykott der großen Handyanbieter. Die wichtigen Informationen zum Strahlungswert und zu den Umwelteigenschaften würden von den Herstellern nach wie vor eher versteckt. Vor allem für Eltern, die ihre Kinder mit dem Kauf des richtigen Handys einer möglichst geringen Strahlung aussetzen wollen, sei eine transparente Kennzeichnung unverzichtbar. "Der Einsatz des Blauen Engels würde strahlungsarme Geräte auf einen Blick erkennbar machen". Billen hofft, dass das Beispiel Kandy Mobile Schule macht und weitere Hersteller ihre Informationspolitik den Kundenbedürfnissen anpassen.

Bereits seit 2002 kann der Blaue Engel von Handyherstellern beantragt werden. Neben einer geringen Strahlung (SAR-Werte von 0,6 Watt bezogen auf 1 Kilogramm Körpermasse) müssen dabei folgende Kriterien erfüllt werden: Die Gehäuse müssen recyclinggerecht sein, die Batterien dürfen weder Blei, Cadmium noch Quecksilber enthalten. Es muss eine externe Hör- und Sprecheinrichtung mitgeliefert werden und die Produkte müssen umweltfreundlich verpackt sein.

Im Dezember 2001 hatten sich die Mobilfunkbetreiber nach Gesprächen im Bundeskanzleramt unter anderem dazu verpflichtet, den Verbraucherschutz und die Kennzeichnung von Handys zu verbessern. Die jährlichen Gutachten zur Umsetzung der Selbstverpflichtung der Mobilfunkbranche belegen jedoch enorme Defizite in der Umsetzung. Sowohl das Informationsangebot zu den Strahlungswerten als auch die Schulung des Verkaufspersonals lassen nach wie vor zu wünschen übrig. "Wenn die Anbieter endlich 'Ja' zum Blauen Engel sagen würden, könnten sie ihr Bremser-Image mit einem Schlag ablegen", so Billen.

Die Verbraucherzentralen empfehlen, beim Kauf eines Handys auf einen SAR-Wert von unter 0,6 Watt/kg zu achten. Der gesetzlich tolerierte Grenzwert liegt zur Zeit bei 2 Watt pro Kilogramm. Die Unterschiede sind jedoch gravierend: Manche Mobiltelefone belasten bis zu sechs Mal mehr als andere. Die SAR-Werte marktgängiger Handys können im Internet unter www.handywerte.de oder www.bfs.de abgerufen werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz prüft in regelmäßigen Abständen die Strahlung von Handys. Von 882 Geräten blieb im Juli 2007 ein gutes Drittel der Geräte unter dem 0,6-W/k-Maximalwert, wie ihn der Blaue Engel vorschreibt und die Verbraucherzentralen empfehlen.

Was sagt der SAR-Wert aus?
SAR steht für die Strahlungsabsorptionsrate (SAR) der Geräte. Sie ist die Vergleichsgröße für die vom Körper aufgenommene Wärmestrahlung und gibt an, wie viel der Energie aus den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern in einer bestimmten Zeit vom Körper aufgenommen wird. Für ein Handy ist vor allem die im Kopf aufgenommene Energie von Bedeutung. Es wird vermutet, dass vor allem Kinder durch die Strahlung von Handys besonders gefährdet sind, da ihr sich noch entwickelndes Nervensystem viel Strahlung absorbiert.

Autor: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Handy":
EU verhindert Schockrechnungen beim Daten-RoamingEU verhindert Schockrechnungen beim Daten-Roaming
Brüssel, 29.06.2010: Pünktlich zur Ferienzeit schützt die EU Reisende vor Schockrechnungen beim mobilen Internet-Surfen im europäischen Ausland. Vom 1. Juli an können Touristen und Geschäftsleute mit ihrem Handy in anderen EU-Ländern im Web surfen, Filme abrufen oder Fotos verschicken, ohne überteuerte Roaming-Rechnungen fürchten zu müssen.
Was das Handy nicht kann, kann der Fisch schon lange!Was das Handy nicht kann, kann der Fisch schon lange!
Gerlingen, 18.05.2010: Während die Gefährlichkeit des Handys für das menschliche Gehirn nun aufgrund der Auswertungen der seit langem erwarteten Interphone-Studie in Frage gestellt ist, bestätigt sich die Gefährlichkeit von Fischkonsum zunehmend.
test.de: Jetzt einfach per Handy bezahlentest.de: Jetzt einfach per Handy bezahlen
Berlin, 16.02.2010: Das Handy wird zur virtuellen Geldbörse: Als eines der ersten Online-Portale in Deutschland führt die Stiftung Warentest heute auf test.de ein neues Bezahlverfahren per Handy ein. „In rund 30 Sekunden ist ein kostenpflichtiger Artikel freigeschaltet, komplett ohne Registrierung“, sagt Hubertus Primus, Bereichsleiter Publikationen der Stiftung Warentest.
Verbraucherinteressen im Internet geschütztVerbraucherinteressen im Internet geschützt
Berlin, 23.11.2009: Im Rahmen einer europaweiten Kampagne hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Gesetze zum Schutz der Verbraucherinteressen bei Mobilfunkanwendungen im Internet durchgesetzt. Alle in einer Untersuchung beanstandeten Internetseiten wurden korrigiert.
Gratisspiele im Internet: Perfide Abzocke mit kindlichem SpieltriebGratisspiele im Internet: Perfide Abzocke mit kindlichem Spieltrieb
Düsseldorf, 12.10.2009: Perfide Abzocke von Kindern und Jugendlichen bei zahlreichen "Gratis-Online-Spielen" prangert die Verbraucherzentrale NRW an. Zuweilen sogar mit Promi-Unterstützung nutzen die Betreiber den kindlichen Spieltrieb aus. Auf oftmals heimlichen Wegen produzieren Kids so Rechnungen von bis zu 2000 Euro - per Handy oder Kreditkarte der Eltern.
Grün kommunizierenGrün kommunizieren
Berlin, 29.09.2009: Drei von vier Haushalten verfügen über einen Computer. Die Zahl der Handyverträge übertraf 2006 die Zahl der Einwohner. Mit der Anzahl von Elektronikgeräten wachsen jedoch auch die Probleme: Der Rohstoffabbau, die Produktion, die Nutzung und die Entsorgung von Elektrogeräten verursachen sozial und ökologisch prekäre Bedingungen. In der neuen Broschüre "Green IT" gibt die ...
Feste Rituale helfenFeste Rituale helfen
Frankfurt, 09.09.2009: Fernsehen, Handy, Playstation und Co. – die ständige Berieselung ist bei Kindern der häufigste Grund für anhaltende Schlafstörungen, zumal Herumtollen und Sport dabei oft auf der Strecke bleiben. DAK-Kinderarzt Gerhard Kroschke hat ein Schlummerrezept:
Film ab für den KlimaschutzFilm ab für den Klimaschutz
Berlin, 03.08.2009: Dass Stromsparen spannend und unterhaltsam ist, können 12- bis 18-Jährige jetzt beim Filmwettbewerb "Clip Co2nnection" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) unter Beweis stellen. Ab sofort sind Jugendliche dazu aufgerufen mit Handy oder Kamera Kurzfilme zum Thema "Klimaschutz durch Stromsparen" zu ...
Handy im Ausland: Billiger Sprechen, Simsen, SurfenHandy im Ausland: Billiger Sprechen, Simsen, Surfen
Düsseldorf, 01.07.2009: Innerhalb der EU werden die Höchstgrenzen für Tarife und Gebühren bis Mitte 2011 vereinheitlicht und nach und nach gesenkt. Die nächste Phase zum günstigeren Sprechen, Simsen und Surfen startet pünktlich zu den Sommerferien. Dadurch sparen beispielsweise deutsche Handykunden im EU-Ausland bei Anrufen nach und von zu Hause rund drei Cent pro Minute.
Nur noch ein Ladegerät für alle HandysNur noch ein Ladegerät für alle Handys
Brüssel, 01.07.2009: Die unüberschaubare Vielfalt von Netzteilen für Mobiltelefone in der EU wird durch die Einführung eines neuen universellen Standards beseitigt. Führende Mobiltelefonhersteller haben sich in Verhandlungen mit der Europäischen Kommission auf eine Harmonisierung geeinigt.

Stand: 30. August 2007
Erstellt: 30. August 2007