Tschernobyls Kinder zeugen: Atomkraft ist niemals sicher!
Wien, 25.07.2007: Die Tschernobyl-Katastrophe liegt 21 Jahre zurück, die dramatischen Folgen sind bis heute spürbar. Seit elf Jahren hilft GLOBAL 2000 "Tschernobyls vergessenen Kindern". Anlässlich des Besuches des 1.000sten Tschernobylkindes in Ybbs an der Donau warnt GLOBAL 2000 im Rahmen eines Pressegespräches und Besuches bei BK Gusenbauer vor den Gefahren der Atomkraft.Derzeit erleben wir vor dem Hintergrund der globalen Klimakrise die größte und gefährlichste Renaissance der Atomkraft seit ihrer Entwicklung. Jedoch Atomkraft ist niemals sicher und gerade die Kinder aus der Ukraine erinnern uns daran, dass die Atomkraft der Menschheit bisher nur großes Leid gebracht hat. Ludmilla Marenych, Kinderärztin und Chefhämatologin der Stadt Kharkov, ist in ihrer täglichen Arbeit mit diesem Leid konfrontiert. Fünf Millionen Menschen sind an den Folgen der Katastrophe erkrankt.
Bis heute leben diese Menschen, wenn sie denn überlebt haben, schwerstkrank und arbeitsunfähig. Das minimale Einkommen der Ukrainer reicht nicht einmal für das Allernötigste, schon gar nicht für Medikamente für schwerstkranke Kinder, schildert Marenych die dramatische Situation. Gerade deswegen ist internationale Hilfe so wichtig! Aufgrund der Hilfsaktion von Global 2000 ist eine unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien, welche Umweltthemen auf internationaler Ebene zur Sprache bringt. Das Ziel von Global 2000 ist es gewaltfrei und unter Ausschöpfung aller demokratischer Mittel, nicht nur die Symptome (End of Pipe- Lösungen) zu behandeln, sondern auch Ursachenbekämpfung zu praktizieren.GLOBAL 2000 konnte zum Beispiel die Heilungsrate auf der Leukämiestation des Kinderkrankenhauses Nr. 16 in Kharkov von fünf Prozent auf heute 75 Prozent gesteigert werden.
Die Arbeit von GLOBAL 2000 gliedert sich im Wesentlichen in vier Teilbereiche: humanitäre Hilfslieferungen, strukturelle Verbesserungen von Institutionen wie Kranken- oder Waisenhäuser in der Ukraine, medizinische Einzelfallhilfen und Erholungsaktionen in Österreich, erzählt Eva Maria Neuper von GLOBAL 2000. Bisher (inklusive 2007) haben bzw. erholen sich gerade zirka 1100 Kinder aus der Ukraine in verschiedenen Gemeinden in Österreich. Das zwölfjährige Mädchen, Diana Razdzhoy, ist das 1000ste Kind, welches im Rahmen des Projekts Tschernobyl Kinder von GLOBAL 2000 nach Österreich auf Erholungsurlaub gekommen ist. Diana Razdzhoy lebt im Therapiezentrum der Stadt Wien in Ybbs.
Die Stadt Ybbs engagiert sich neben vielen anderen österreichischen Gemeinden ganz besonders stark für die Kinder aus Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckröhrenreaktoren (Kernkraftwerk) in T. der bislang größte Unfall in einem Kernkraftwerk. Tschernobyl. Das Therapiezentrum in Ybbs hat mehrfach hochwertige medizinische Hilfsgüter für die Ukraine bereitgestellt und bisher zirka 370 Kinder in Ybbs, St.Martin und Nöchling aufgenommen, erzählt der für das Ybbser Engagement verantwortliche Vize-Bürgermeister Franz Brachinger. Die regelmäßigen Aufenthalte der Tschernobylkinder in Ybbs und Umgebung haben die Ortschaften positiv verändert, so Brachinger. Es gibt allerdings weiterhin noch viel zu tun, sagt Eva Maria Neuper, daher will GLOBAL 2000 das Projekt zusätzlich ausbauen. Ludmilla Marenych bestätigt den anhaltenden Handlungsbedarf in der Ukraine: Die berührende Geschichte von Diana Razdzhoy steht für Tausende bislang ungehörte Stimmen aus der Ukraine. Nach wie vor sterben Kinder an den Folgen von Tschernobyl, weil die Armut ihrer Familien den Kauf von Medikamenten und so medizinische Hilfe unmöglich macht!
Global 2000 ist eine unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien, welche Umweltthemen auf internationaler Ebene zur Sprache bringt. Das Ziel von Global 2000 ist es gewaltfrei und unter Ausschöpfung aller demokratischer Mittel, nicht nur die Symptome (End of Pipe- Lösungen) zu behandeln, sondern auch Ursachenbekämpfung zu praktizieren.GLOBAL 2000 dankt den Sponsoren und UnterstützerInnen des Projekts Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckröhrenreaktoren (Kernkraftwerk) in T. der bislang größte Unfall in einem Kernkraftwerk. Tschernobyl Kinder (AUA, Wiener Städtische Versicherung, Ströck Brot, ADA (Austrian Development Agency), sowie den österreichischen SpenderInnen! Für die rasche Hilfe von Diana danken wir Kwizda Pharma GmbH und Fresenius-Biotech und dem Verein Frauen gegen Atomkraft.
Autor: Global 2000 Umweltschutzorganisation
Weiterführende Informationen:
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Franz Alt im Parlament in SüdkoreaBaden-Baden, 28.10.2006: Bei einer Veranstaltung über die Atomenergie in Südkorea sprach im Parlament von Seoul auch der deutsche Fernsehjournalist Franz Alt. Eingeladen hatten koreanische Umweltverbände und atomkritische Parlamentsabgeordnete. Franz Alt sagte: "Obwohl Südkorea mit 40 Prozent Atomstrom noch mehr von der Atomwirtschaft abhängig ist als Deutschland, ist auch bei Ihnen der Atomausstieg möglich.
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Stand: 25. Juli 2007
Erstellt: 25. Juli 2007
Erstellt: 25. Juli 2007




















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