Energieabgase in einer Urlaubshochburg
Berlin, 19.06.2007: Da dem Blauen Planeten der Untergang vorausgesagt wird, sollte der Mensch auf der Erde so weiter werkeln wie bisher, mutet es ein bisschen bizarr an, wenn ein Kernkraftwerk durch ein Steinkohlekraftwerk ersetzt werden soll. In Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern jedoch gibt es genau diesen Plan: Dort soll an der Stelle des ehemaligen Kernkraftwerkes ein Energiestandort mit einem Steinkohlekraftwerk sowie einem weiteren Gas- und Dampfkraftwerk errichtet werden.Angehende Landschaftsplaner der TU Berlin haben unter Leitung von Prof. Dr. Peter-Diedrich Hansen Vorhaben unter ökologischen Gesichtspunkten bewertet wie etwa ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Ihr Fazit: Der Bau eines Steinkohlekraftwerkes in diesem Gebiet ist höchst brisant. Das Kernkraftwerksgelände liegt nicht nur in unmittelbarer Nähe von Landschaftsschutzgebieten wie dem Greifswalder Bodden mit höchster Schutzkategorie, von den Emissionen des Kraftwerks wären auch zwei Haupturlaubsgebiete Deutschlands betroffen - die Inseln Rügen und Usedom. Im Umkreis von 100 Kilometern wäre der Schadstoffausstoß noch spürbar.
"Bei der Als Verbrennung bezeichnet man umgangssprachlich eine chemische Reaktion, bei der sich ein chemisches Element schnell und unter Wärmeabgabe mit Sauerstoff verbindet. Verbrennung von fossilen Energieträgern entstehen Luftschadstoffe wie S. ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das beim Einleiten in Wasser schweflige Säure bildet. In der Natur befindet sich S. in vulkanischen Gasen und im Erdgas. 98 Prozent des industriell erzeugten S. dient zur Schwefelsäureherstellung.Schwefeldioxid und Die Gase Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid werden unter dem Begriff zusammengefasst.Stickoxide, die zur Bildung des sauren Regens beitragen. Findet die Verbrennung nicht vollständig statt, werden weiterhin Kohlenmonoxide, unverbrannte K. Verbindungen der organischen Chemie aus Kohlenstoff und Wasserstoff, meist in einem Gerüst aus Kohlenstoffatomen. Während beispielsweise Propan ein kettenförmiger K. ist, ist Benzol ein ringförmiger K.Kohlenwasserstoffe und Rußpartikel emittiert. Bei festen Brennstoffen können darüber hinaus erhebliche Mengen an Bei S. handelt es sich um in der Luft verteilte, feste Teilchen, die je nach Größe in Grob- und Fein-S. unterschieden werden.Staub auftreten. Diese Emissionen und noch eine Vielzahl anderer schädigen nicht nur die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt, sondern sind auch für den Menschen direkt gesundheitsschädigend", heißt es im Abschlussbericht.
Viele Millionen Euros sind zur Förderung der Region in den naturnahen siehe Sanfter Tourismus, Nachhaltiger Tourismus, Blaue Flagge, Freizeit und Umwelt, Alpen, Schutzwald.Tourismus geflossen
Natürlich haben die Studierenden bei ihrer Untersuchung berücksichtigt, wie wichtig eine solche millionenschwere Investition in dieser von Arbeitslosigkeit und Abwanderung gebeutelten Region wäre und machten deshalb Alternativvorschläge: Um Lubmin als Als E. wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von E. sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische E., die sich ineinander umwandeln lassen.Energie- und Industriestandort zukünftig zu entwickeln, sollten Unternehmen angesiedelt werden, die mit umweltverträglichen und insbesondere landschaftsschutzgebietsverträglichen Kreislauftechnologien produzieren: leichte Industrien, Büroparks und Schulungszentren. Außerdem könnte der Block IV des ehemaligen Atommeilers als touristische Attraktion erhalten werden, da es sich hier um einen betriebsbereiten Reaktor handelt, der auf Beschluss der Bundesregierung Anfang der 1990er-Jahre nicht mehr ans Netz gegangen ist.
Als strukturbildende Maßnahme sind nach der Wende Millionen Euros an Steuer- und Fördermitteln in die Region geflossen, um dort den naturnahen Tourismus zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund beurteilen die Studierenden die Pläne, ein Steinkohlekraftwerk in Lubmin zu errichten, als kontraproduktiv. Abschließend schreiben sie deshalb: "Ein zu kurzfristig gedachtes, wenig nachhaltiges Handeln kann unter Umständen mehr schaden als nützen."
Autor: Technische Universität Berlin
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Stand: 19. Juni 2007
Erstellt: 19. Juni 2007
Erstellt: 19. Juni 2007




















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