Spaniens sterbende Steineichen - und der Agrarrebell aus Österreich
Köln, 30.05.2007: Ein Pilotprojekt in einer Finca in der Extremadura zeigt Wege für die Rettung der selten werdenden Eichen auf. Früher, so sagt man, konnten Eichhörnchen vom Norden Spaniens bis in den Süden gemütlich von Baumkrone zu Baumkrone springen. Das können sie schon lange nicht mehr: das ganze Gebiet wird immer lichter und öder.Die Steineichen, Encinas bzw. Quercus lexis, sterben in Massen. Ein solcher Baum kann 700 Jahre alt werden, es gibt sogar vereinzelt welche, die mehr als ein Jahrtausend hinter sich haben. In der letzten Zeit gehen sie aber oft schon mit 250 Jahren und jünger ein ohne überlebensfähigen Nachwuchs zu hinterlassen.
Die spanischen und regionalen Behörden haben bereits einiges versucht, um dem Aussterben entgegenzuwirken. Kein Baum darf ohne behördliche Genehmigung gefällt werden. Doch ansonsten sind sie ratlos. Kostspielige private Maßnahmen, die von Impfkanülen in die Baumrinde bis hin zu großflächigen Insektizidspritzen mit Flugzeugen reichten, schafften es nicht, die Bäume wieder zum Leben zu erwecken. Nach und nach verlieren sie ihre eigentlich immergrünen Blätter und stehen irgendwann kahl und tot da.
In einer Finca in der Extremadura, nördlich von Cáceres, wird nun ein Pilotprojekt zu ihrer Rettung durchgeführt, mit dessen Leitung der österreichische Bergbauer Joseph (Sepp) Holzer beauftragt wurde. Holzer, der unter anderem in Kolumbien, Thailand, Russland und Schottland Umweltschutzprojekte betreut, hat die Lage gleich bei seinem ersten Besuch vor knapp 2 Jahren erkannt. Es gibt zwei Gründe für das massenhafte Sterben, und sie sind eindeutig menschengemacht. Zum einen ist da die Übernutzung der Weiden durch Kühe und Schafe, die am liebsten alles Grüne im Schatten der Bäume wegfressen und den Boden festtreten. Dadurch gibt es immer weniger Humus, der Boden verarmt.
Durch den spärlichen Pflanzenwuchs ist der Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden direkt der intensiven Sonnenbestrahlung im Sommer ausgesetzt und verhärtet noch mehr. Wenn es dann regnet kann das Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.Wasser nicht mehr einsickern und läuft ab, dabei schwemmt es noch den Rest an Gesamtheit der abgestorbenen Substanz des Bodens, meist auch als A-Horizont (Bodenhorizonte) bezeichnet, die einem ständigen Ab-, Um- und Aufbauprozeß unterworfen sind. Humus und Nährstoffen weg. Schließlich vertrocknet der Boden. Der Baum kann sich immer schlechter versorgen und noch dazu werden seine jungen Triebe und seine Eicheln vom Vieh verspeist. Zum anderen haben die Menschen, die das Holz ist das Zellgewebe von Bäumen. Es besteht zum größten Teil aus Zellulose und zelluloseähnlichen Stoffen.
Holz der Steineichen seit jeher als Feuerholz verwenden, seit der Erfindung der Motorsäge deutlich über die Stränge geschlagen. Sie haben immer größere Äste abgeschnitten und die Wunden dann nicht versiegelt ein offenes Tor für Pilzbefall. Dieser Pilz breitet sich im ganzen Baum aus. Und da er ein besonderer Leckerbissen für die Larven des großen Schwarzkäfers (Zophobas morio) ist, legt dieser seine E. des Hausgeflügels sowie mancher Wildvögel dienen als Lebensmittel. Hühnereier werden derzeit in Deutschland zu 90 Prozent in Massentierhaltung (intensive Legehennenproduktion) erzeugt. Eier in die Wunden ab. Die Riesenlarven durchbohren den ganzen Stamm, und die hohlen Gänge werden von Ameisen besiedelt. Dann fängt der Baum an, um Hilfe zu schreien, erläutert Holzer. Er versucht wie verrückt, sich fortzupflanzen, steckt seine ganze Als E. wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von E. sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische E., die sich ineinander umwandeln lassen.Energie in das Ausbilden von kleinen Trieben und blüht zu unmöglichen Zeiten, wie jetzt, mitten im Winter. Danach sei er völlig erschöpft und würde kaum ein weiteres Jahr überleben.
Der Österreicher, auch als eigenwilliger Agrarrebell bekannt, verordnete dem Gebiet eine ungestörte Erholung. Als erstes wurde der Pächter des Geländes mit all seinen Kühen weggeschickt. Auch die beiden Pferde werden jetzt in Koppeln gehalten damit kein einziger Trieb mehr zu Schaden kommt. Dann machte sich Holzer an die Anlage von 15 größeren und kleineren Retentionsseen. Sie sollen dem Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden mehr Feuchtigkeit liefern und ein Lebensraum für eine Vielfalt von Insekten, Frösche und anderen Tieren werden. So bereichert sich die Die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem begrenzten Areal lebende Tierwelt.
Fauna und Bezeichnung für die Gesamtheit der Pflanzenarten eines Gebiets.Flora von selbst. Die neu errichteten Seen im Ausmaß von rund 30 ha Wasserfläche haben sich in der Regenzeit gefüllt; sie sind bis zu 12 m tief. So dient der sandige Erdkörper auch als ausgleichender Wasserspeicher über die Trockenzeit, und verhindert, dass die Seen wieder austrocknen.
Doch nicht nur ein Schutzgebiet soll geschaffen werden, es wird auch nach landwirtschaftlichen Alternativen zur Weidewirtschaft gesucht. So wurden Hochbeete angelegt und mit Kürbissen, Kräutern, Obstbäumen und mit der für diese Region sehr exotischen kartoffelähnlichen Knolle Topinambur ist eine mehrjährige Kurztagspflanze, die spät oder gar nicht zur Blüte kommt. Die Staude bildet an den Spitzen unterirdische Ausläufer (Sprossknollen mit 7 bis 8 Prozent Inulin), aus denen wiederum 2 bis 3,5 Meter hohe Sprosse wachsen.Topinambur bepflanzt. Überall an den Wegen und um die Seen wurden Kastanien-, Mandel- und Obstbäume eingesetzt, und sollen durch Klee, Salate und Heilpflanzen ergänzt werden. Das Ziel ist die Schaffung eines Mikroklimas, das der Trockenheit trotzt. Und Bei einer M. werden mehrere Pflanzenarten nebeneinander in einer Pflanzengemeinschaft angebaut. Mischkultur ist die Devise: durch die Koexistenz unterschiedlicher Pflanzen wird der Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste. Boden verbessert und die Pflanzen werden widerstandsfähiger. So kann auf künstlichen Dünger und Pflanzengifte verzichtet werden was unterm Strich weniger Arbeit und Ausgaben bedeutet. In der wechselseitigen Versorgung mit Nährstoffen liegt das Geheimnis der Holzerschen Permakultur. Er verrät es gerne und setzt sich dafür ein, dass sich seine Erkenntnisse und die von ihm neu entdeckten Methoden unserer Vorfahren verbreiten. Gedüngte Pflanzen sind süchtige Pflanzen! wettert er und weist auf die gesundheitlichen Gefahren von Dünger, Herbiziden und Pestiziden hin. Außerdem schmeckts auch viel besser, wenn Gemüse und Die wichtigsten O.-Arten werden wie Gemüse zur Vermarktung nach Handelsklassen eingeteilt. Obst nicht in eintönigen Monokulturen sondern in bunten Mischkulturen reifen. Wir brauchen keine bauchfüllenden Nahrungsmittel. Wir brauchen wieder echte Lebensmittel! verkündet er und lädt damit zu einer grundlegenden Auseinandersetzung mit unseren Ernährungsgewohnheiten und -wünschen ein.
Autor: Miriam Shabafrouz
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Stand: 1. Juni 2007
Erstellt: 30. Mai 2007
Erstellt: 30. Mai 2007




















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