Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 12298

Die Spurenelemente Kupfer und Zink sind eine Hoffnung für Alzheimer-Patienten





Köln, 04.05.2007: Das Vitalstoffduo Kupfer und Zink macht das Gehirn aktiv und fördert die Gedächtnisleistung. Viele aktuelle wissenschaftliche Studienergebnissen deuten darauf hin, dass eine Unterversorgung mit den Vitalstoffen Kupfer und Zink zu Alzheimer führt und die Gabe dieser wichtigen Substanzen das Fortschreiten der Erkrankung stoppen kann, teilt heute die Vitalstoffakademie in Köln mit.


Scheinbar sind die lebenswichtigen Spurenelemente Kupfer und Zink in der Lage, den schleichenden Gedächtnis-Verlust bei Morbus Alzheimer aufzuhalten. Dass ein Kupfermangel im Gehirn zur Bildung von alzheimertypischen Plaques führt, konnten jüngst Wissenschaftler aus Berlin nachweisen. Professor Dr. med. Thomas Bayer, Leiter der Neurobiologie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, äußerte bei einem Expertengespräch: „Wir gehen davon aus, dass im Verlauf der Alzheimer-Krankheit ein Kupfermangel entsteht, der behoben werden sollte.“ Wenn das Erinnerungsvermögen nachlässt, muss die Versorgung mit den Gehirnvitalstoffen Kupfer und Zink verbessert werden, betonen die Experten der Vitalstoffakademie. Kupfer und Zink sind elementar für die Erhaltung des Gedächtnisses.

Der renommierte Alzheimer-Experte Professor Bayer vermutet, dass Kupfer das Fortschreiten der Gehirn-Krankheit vermindern oder verzögern kann. Eine dazu in Homburg und Berlin laufende Studie zeigt in einer ersten Auswertung, dass die Nahrungsergänzung mit Kupfer zielführend ist. Nach Endauswertung der Studie könnte damit ein wirksames und gleichzeitig preiswertes Mittel im Kampf gegen den Morbus Alzheimer zur Verfügung stehen. Die Experten der Vitalstoffakademie weisen darauf hin, dass neben Kupfer Zink eine wichtige Bedeutung in der Vorbeugung und Therapie des Morbus Alzheimer hat. Die Zinkversorgung der Bevölkerung in Deutschland ist nach Expertenmeinung suboptimal und viele Menschen leiden sogar unter einer Zink-Mangelversorgung. Die allgemeine Fehlernährung sowie eine Vielzahl von chronischen Erkrankungen verschärfen diese Situation und führen zu einer Zink- und Kupferverarmung. Besonders sind Vegetarier davon betroffen. Die Spurenelemente Kupfer und Zink sind reichlich in Fleisch oder in Innereien enthalten.

Zink hat einen bedeutenden Einfluss auf die Gehirnfunktion und bei Mangelzuständen kommt es zu Störungen der kognitiven Leistungsfähigkeit: Dass Zink wichtige Aufgaben im Zentralnervensystem übernimmt, haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt aufgeklärt und publiziert (2). Nach den Ergebnissen der Frankfurter Arbeitsgruppe tragen Zink-Ionen entscheidend dazu bei, Nervensignale an den Synapsen zu regulieren. Um Signale weiterzuleiten, schütten Nervenzellen Neurotransmitter aus, die an Rezeptoren nachgeschalteter Empfängerzellen andocken. Zink ist notwendig, damit wichtige Nervenbotenstoffe wirken können und die Milliarden Nervenstellen reibungslos zusammenarbeiten. Bei ausreichender Kupferzufuhr nimmt die Konzentrationsfähigkeit zu und das Gehirn funktioniert besser. Die Vitalstoffakademie weist darauf hin, dass Kupfer nicht mit Zink kombiniert werden sollte. Andernfalls kommt es zur Behinderung der Aufnahme, warnen die Experten. Kupfer hemmt die Zinkaufnahme und -Verwertung im Körper, daher ist es aus ernährungsmedizinischer Sicht sinnvoll, die Vitalstoffe nicht zeitgleich, sondern chronologisch oder durch eine 2-Schicht-Depottechnologie einzunehmen. Die so genannte Chrono-Depot-Technologie bietet die Basis für eine Optimierung der Versorgung mit Zink und Kupfer.

Informationen zu Morbus Alzheimer

In Deutschland leiden nach Expertenschätzung mindestens 800.000 Menschen an Morbus Alzheimer und nach Angaben der Hirnliga 1,4 Millionen Menschen an Demenz. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft schätzt, dass es jährlich zu 250.000 Neuerkrankungen kommt. Der Mediziner Alois Alzheimer ist Entdecker der Gehirnkrankheit, die später nach ihm benannt wurde und heute als Morbus Alzheimer bekannt ist. Am 3. November 1906 berichtet der Oberarzt der Königlichen Psychiatrischen Universitätsklinik in München auf der 37. Versammlung der Südwestdeutschen Irrenärzte in Tübingen erstmals öffentlich über seine Beobachtungen der Krankheit. Schon 1910 verwendet Kraepelin in seinem Lehrbuch der Psychiatrie die Bezeichnung Alzheimersche Krankheit.

Buchtipp: Praxisbuch Vitalstoff, Prof.H. Bankhofer/U.Gröber, Südwest-Verlag, ISBN-10: 3-517-06995-7, ISBN-13: 978-3-517-06995-1, 17,95 €

Vitalstoffakademie
c/o: Qualimedic.com AG
Sven-David Müller-Nothmann
Brückenstraße 1-3
50667 Köln
www.vitalstoffakademie.de
presse@vitalstoffakademie.de
T: 0221-2705212

Literatur:
1) Neuron (2006; 52: 679-690)
2) Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (25. November 2003, vol. 100, no. 24, 14187-14192 [http://www.pnas.org]
Autor: Sven-David Müller-Nothmann
5157 Aufrufe
Stand: 4. Mai 2007
Erstellt: 4. Mai 2007

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Alzheimer":

Achtung: Umweltjournal.de übernimmt keine Haftung für veröffentlichtes Textmaterial der Autoren. Die Artikel unterliegen dem Urheberrecht der Autoren und sind nur nach ausdrücklicher Genehmigung frei zum weiterverarbeiten!

Webmaster: André Sepeur
© 1999 - by André Sepeur Medienberatung
plan-verde.de



Social Bookmarks
Newsletter bestellen
Seien Sie immer bestens informiert! Hier können Sie den Tagesrückblick bestellen >
Folgen Sie uns nach Facebook


Inserate
Top-News Technik und Wissenschaft
Meat Abolition Day - Tag zur Abschaffung von Meat Abolition Day - Tag zur Abschaffung von "Fleisch"
Meat Abolition Day - Tag zur Abschaffung von
* Nie wieder Rentiere, Spitzmäuse oder Flamingos essen Am 31. Januar ist der "World Day for the Abolition of Meat", der internationale Tag zur Abschaffung des "Fleisch"konsums, wobei "Fleisch" hier tote - meist nichtmenschliche - Tiere bezeichnet: ganze Leichen oder Leichenteile. Was würden wohl steinzeitliche Kulturen zu diesem Ansinnen sagen, etwa die tansanische Volksgruppe der Hadza, keine tausend Menschen, die Früchte, Wurzeln und Nüsse sammeln, aber auch angeblich sechs verschiedene Wörter für ihre Lieblingsspeise (Bienenerbrochenes) haben und jagen? Vermutlich: "Nie wieder Giraffen, Spitzmäuse oder Flamingos? Ja, was kann man denn dann noch essen?"
Weiterlesen
Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun könnenMindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können
Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können
Köln, 25.01.12: Jeder kennt sie, die kleine Stimme aus dem Inneren. In der Tür zum Vorstellungsgespräch, vor der Begegnung mit dem Chef, oder der Verhandlung über eine Gehaltserhöhung, flüstert sie uns zu: Und Du glaubst wirklich, Du bist gut genug? Das hast Du doch gar nicht verdient! Bleib' auf dem Teppich ...
Weiterlesen
Klimawandel: Deutsche sind besorgt, fühlen sich aber gut informiert Klimawandel: Deutsche sind besorgt, fühlen sich aber gut informiert
Klimawandel: Deutsche sind besorgt, fühlen sich aber gut informiert
München, 17. Januar 2012: Auch im Jahr 2012 wird der zu beobachtende Klimawandel, die globale Erwärmung der Erde seinen Platz in der öffentlichen und medialen Diskussion einnehmen.
Weiterlesen
Schüler entwickeln Qualitätskriterien für nachhaltige BerufsbildungSchüler entwickeln Qualitätskriterien für nachhaltige Berufsbildung
Schüler entwickeln Qualitätskriterien für nachhaltige Berufsbildung
Osnabrück, 16.01.2012: Etwa 60 Prozent der Absolventen allgemeinbildender Schulen werden in berufsbildenden Schulen für einen Job qualifiziert.
Weiterlesen
LebensstilforschungLebensstilforschung
Lebensstilforschung
Köln, den 13.01.2012: Das Verhältnis von Sozialstruktur und Kultur gehört zu den zentralen Themen der Soziologie. Es wurde in Deutschland mehr als in anderen Ländern im Rahmen der Lebensstilforschung behandelt, die sich als eigenständiges Forschungsgebiet etabliert hat.
Weiterlesen
„Biosprit“ ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit„Biosprit“ ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit
„Biosprit“ ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit
Berlin, 13.01.2012: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und sein internationales Netzwerk Friends of the Earth (Freunde der Erde) haben die Fluggesellschaften aufgefordert, sogenanntes „Biokerosin“ künftig nicht mehr in Flugzeugen einzusetzen.
Weiterlesen
Klimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startetKlimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startet
Klimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startet
Berlin, 10.01.2012: Deutschlands Schüler sagen dem Klimawandel den Kampf an: ob mit Klima-Litfaßsäulen, Energiespar-Waschsalons oder einem selbst angepflanzten Schulwald.
Weiterlesen
Beagles aufgepasst: VIER PFOTEN sucht neues Kampagnen-GesichtBeagles aufgepasst: VIER PFOTEN sucht neues Kampagnen-Gesicht
Beagles aufgepasst: VIER PFOTEN sucht neues Kampagnen-Gesicht
Hamburg, 04.01.2012: Tausende Beagles werden jedes Jahr in Tierversuchen missbraucht. Um die Einzigartigkeit und Liebenswürdigkeit dieser Hunde hervorzuheben, macht die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN den Beagle jetzt zum Held einer Anti-Tierversuchskampagne.
Weiterlesen
Chemische Schadstoffe in Spielzeug gefunden – Remmel warnt: „Wir brauchen eine Verschärfung der Grenzwerte“Chemische Schadstoffe in Spielzeug gefunden – Remmel warnt: „Wir brauchen eine Verschärfung der Grenzwerte“
Chemische Schadstoffe in Spielzeug gefunden – Remmel warnt: „Wir brauchen eine Verschärfung der Grenzwerte“
Düsseldorf, 16.12.2011: Die Überwachungsämter in Nordrhein-Westfalen haben in den vergangenen Monaten 504 Spielzeuge untersucht. 16 Proben wiesen nach einem ersten Zwischenergebnis chemische Mängel auf, vor allem Weichmacher und Azofarbstoffe wurden gefunden, unter anderem in Fingermalfarben oder Puppenkleidern.
Weiterlesen
Wie billig ist Atomstrom wirklich, Herr Oettinger? (Ein Kommentar von Franz Alt)Wie billig ist Atomstrom wirklich, Herr Oettinger? (Ein Kommentar von Franz Alt)
Wie billig ist Atomstrom wirklich, Herr Oettinger? (Ein Kommentar von Franz Alt)
Baden Baden, 16.12.2011: Der japanische Atomkraftwerksbetreiber Tepco muss für den Rückbau und für Entschädigungen wegen des Atomunfalls im März 2011 bis zu 100 Milliarden Euro aufwenden. Da drängt sich die Frage auf: Wie teuer ist der angeblich billige Atomstrom wirklich?
Weiterlesen
Inserate
Inserate
Jobbörse