Wie grün wird das iPhone?
Hamburg, 17.01.2007: Seit letzter Woche ist die Welt informiert: Der Elektronikproduzent mit dem Apfellogo wird nach Computer (iMac) und MP3-Player (iPod) nun auch das Handy iPhone auf den Markt bringen. Für Greenpeace ein Grund ganz genau hinzuschauen. Denn im jüngsten Greenpeace-Ranking für grüne, also umweltfreundliche Elektronik rangiert Apple auf dem letzten Platz. Wird sich das beim Handy mit angebissenem Apfel ändern?Der Greenpeace-Chemieexperte Martin Hojsik war auf der weltgrößten Mac-Messe in San Fransisco. Dort erlebte er die Vorstellung des iPhones durch den Apple-Mitgründer und -Geschäftsführer Steve Jobs mit. Leider konnte man das Gerät anschließend nicht in die Hand nehmen, sagt Hojsik. Es waren lediglich Geräte in Vitrinen ausgestellt zum Anschauen.
Auch in Punkto Umweltverträglichkeit des iPhones hält sich Apple sehr bedeckt. Zwar erwähnte Jobs bei der Präsentation kurz, dass das siehe Stichwort "Mobilfunk"Handy recycablebar sein solle und es wohl auch Geräte mit S. sind Halbleiterbauelemente, die Licht (Globalstrahlung) direkt in elektrischen Strom umwandeln können (photo-voltaischer Effekt, daher auch der Name Photovoltaik). Solarzellen geben werde. Doch in einschlägigen Fachzeitschriften wird spekuliert, ob der Akku beim neuen Apple-Handy genauso wie beim iPod nicht auswechselbar, sondern eingeschweißt sein wird.
Aus unserer Sicht wäre das kein Pluspunkt beim Ranking, sagt Hojsik. Dann müsste jedesmal das ganze Handy auf dem Müll landen, wenn was mit der Batterie nicht stimmt. Und das Handy wird es in sich haben, wenn man einen Blick auf iMac, iPod und Co. wirft.
Es geht auch anders
Einer der Gründe, weswegen Apple beim Einstufen durch Greenpeace nur das Schlusslicht darstellt, ist die Verwendung von P. (Polyvinylchlorid)ist ein Kunststoff mit einem breiten Einsatzspektrum und wird v.a. für die Herstellung von Verpackungen und Spielwaren und im Baubereich verwendet.PVC und bromierten Flammenschutzmitteln in den Geräten. Ebenfalls negativ schlug zu Buche, dass Apple nur dort, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist, Rückgabemöglichkeiten für ausrangierte Altgeräte anbietet. Ansonsten hält sich die als besonders innovativ und fortschrittlich geltende Firma beim Thema Bei der Produktion und beim Verbrauch von Gütern entstehen Abfälle. Die Rückführung dieser Abfälle in den Stoffkreislauf (Produktion - Verbrauch) durch Verwertung nennt man R.Recycling merklich zurück. Dass das Greenpeace-Ranking bei anderen Firmen ganz andere Reaktionen ausgelöst hat, zeigen die Konkurrenten.
Firmeninhaber Michael Dell kündigte jetzt ein weltweites Rücknahmesystem für Dell-Produkte an. Außerdem haben sie zugesagt, bei allen Geräten bis 2009 auf PVC und bromierte Flammenschutzmittel zu verzichten, erklärt Hojsik. Zudem hat Dell erkannt, dass grünere Geräte einen Wettbewerbsvorteil darstellen. Auf diesem Weg befindet sich auch der chinesische Computerhersteller Lenovo. Der wird demnächst sogar in China ein Rücknahmesystem für Altgeräte organisieren, lobt Hojsik.
www.greenmyapple.org - Machen Sie mit!
Deshalb spricht eigentlich nichts dagegen, dass auch Apple diesen Weg einschlägt. Seit September 2006 wendet sich Greenpeace darum gezielt an Apple-Liebhaber. Auf den Internetseiten von www.greenmyapple.org werden die Mac-User über die gefährlichen Inhaltsstoffe und fehlende Umweltverträglichkeit aufgeklärt. Zugleich können sie sich an Apple wenden und mit eigenen kreativen Ideen ein Umdenken bei dem Elektronikhersteller fordern.
Inzwischen hat sich die Site zu einem der erfolgreichsten Internetauftritte von Greenpeace entwickelt, erklärt Hojsik. Seit dem Start der Seiten haben dort über eine halbe Million Besucher vorbeigeschaut.
Autor: Greenpeace e.V.
Weiterführende Informationen:
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Stand: 8. August 2007
Erstellt: 17. Januar 2007
Erstellt: 17. Januar 2007




















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