Poloniumspuren in Flugzeugen
Neuherberg, 02.12.2006: Nach Aussage der britischen Gesundheitsbehörde (Health Protection Agency) sind in drei Flugzeugen der Fluggesellschaft British Airways Spuren von Polonium 210 nachgewiesen worden. Beim GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit gehen nun zahlreiche Anfragen von Gesundheitsbehörden und besorgten Bürgern ein.Nach Einschätzung der Wissenschaftler aus dem GSF-Institut für Der S. regelt den Umgang und die Lagerung radioaktiver Stoffe und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung zum Schutz von Einzelpersonen (somatische Strahlenschäden), deren Nachkommen (genetische Strahlenschäden) und der Bevölkerung insgesamt (Kollektivdosis). Strahlenschutz geht das Risiko für Bürgerinnen und Bürger, die in einem der drei Flugzeuge als Passagiere oder Personal mit geflogen sind, gegen Null. Allerdings lassen sich theoretische Einzelfälle konstruieren, in denen diese Einschätzung möglicherweise in Frage gestellt werden könnte.
Daher hat sich die GSF entschlossen, für wirklich begründete Ausnahmefälle (beispielsweise von extrem unter Angstzuständen leidenden Betroffenen) und nur in direkter Abwicklung über die Gesundheitsämter Poloniumanalysen von Urinproben anzubieten. Da die Analyse sehr aufwändig ist und pro Tag nur cirka 10 Proben analysiert werden können, muss wirklich der Ausnahmecharakter dieser Aktion betont werden.
Die Annahme der Urinproben bei der GSF erfolgt ausschließlich direkt von den Gesundheitsämtern. Der Unkostenbeitrag für eine Analyse beträgt EUR 300,-.
Für weitere Fragen zu den Analysen wenden Sie sich bitte an Dr. Uwe Oeh, GSF-Institut für Strahlenschutz, Tel.: 089/3187-4247, E-Mail: uwe.oeh@gsf.de
Polonium: Hintergrundinformationen des GSF - Forschungszentrums für Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt und Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Gesundheit anlässlich der Vergiftung des russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko Polonium (Po) ist das chemische Element mit der Die O. gibt die Anzahl der Protonen im Atomkern an und legt damit gleichzeitig chemische Eigenschaften des Atoms sowie die Stellung des Atoms im Periodensystem fest. Ordnungszahl 84. Es ist ein silbriges, radioaktives Metall, das sich chemisch ähnlich wie Tellur und Wismut verhält. Es entsteht ständig in der Natur in der langen natürlichen radioaktiven Zerfallskette von Chemisches Element, Symbol U, Ordnungszahl 92, Schmelzpunkt 1.132 Grad C, Siedepunkt 3.818 Grad C, Dichte 19,2 g/cm3, Schwermetall, dessen Verbindungen sehr giftig sind (MAK-Wert 0,25 mg/m3).Uran-238. Es wurde 1897 von Marie und ihrem Ehemann Pierre nach der französischen Kernphysikerin benannte Einheit für die Aktivität radioaktiver Stoffe.
Curie entdeckt und nach ihrem Heimatland Polen benannt, das damals unter Fremdherrschaft war und politisch nicht als unabhängiges Land betrachtet wurde.
Po kommt in der Natur in Form einiger Isotope (mit den Atomgewichten 208, 209, 210) vor (sehr selten: ca. 100 Mikrogramm pro Tonne Uranerz), jährlich werden künstlich schätzungsweise etwa 100 Gramm hergestellt. Es wird technisch z.B. gemischt mit Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Symbol Be, Ordnungszahl 4, Schmelzpunkt 1.285 Grad C, Siedepunkt 2.970 Grad C, Dichte 1,85 g/cm3, silberweißes, glänzendes, leicht oxidierbares, giftiges Metall. Beryllium als Neutronenquelle verwendet (so z.B. auch als Triggermaterial für Atombomben), zum Eliminieren statischer Aufladungen in der Photo- und Die ältesten Geflechte (Leinengewebe) sind vor 6.500 Jahren in Ägypten bereits mit Spindel und Webstuhl entstanden.Textilindustrie und als leichtgewichtige Wärmequelle für thermoelektrische Zellen (z.B. in der Raumfahrt). So kann ein Gramm Po-210 140 Watt Als E. wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von E. sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische E., die sich ineinander umwandeln lassen.Energie erzeugen.
Raucher nehmen mit dem Zigarettenrauch größere Mengen davon auf, da sich Po in der normalen Umwelt als Radonfolgeprodukt auch auf Tabakblättern absetzt.
Po-210 hat eine Man unterscheidet die physikalische und die biologische H. und die aus beiden abgeleitete effektive H.Halbwertszeit von 138 Tagen und emittiert beim Zerfall ein Alphateilchen mit 5,4 MeV Energie, das eine Reichweite in Gewebe von weniger als 0,1 mm hat. In den menschlichen Körper gebracht (z.B. über Einatmung von Gasen, Dämpfen, zerstäubten Flüssigkeiten. Teile der inhalierten Stoffe gelangen durch Aufnahme über die Schleimhäute des Lungengewebes in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung. Inhalation, vor allem beim siehe Tabakrauch, Passivrauchen, Nikotin.Rauchen, durch eine kleine Wunde oder durch Aufnahme eines Stoffes mit der Nahrung bzw. über den Verdauungstrakt.Ingestion mit der Nahrung) ist es ein starkes Gift. Laut Prof. Dr. Herwig Paretzke, Direktor des Instituts für Der S. regelt den Umgang und die Lagerung radioaktiver Stoffe und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung zum Schutz von Einzelpersonen (somatische Strahlenschäden), deren Nachkommen (genetische Strahlenschäden) und der Bevölkerung insgesamt (Kollektivdosis). Strahlenschutz des GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, könnten bereits 0,1 Mikrogramm reines Po-210 im Verlaufe von Tagen im Körper eine tödliche Dosis von 10 Neue Einheit für die Energiedosis.Gray hervorrufen (der Dosis-Konversionskoeffizient beträgt ca. 5 x 10 hoch -7 Sv/Bq, die spezifische Aktivität ist fast 2 x 10 hoch 14 Bq/g).
Die biologische Halbwertszeit von Polonium im menschlichen Körper beträgt 30-50 Tage; es wird zu 90 % über Fäzes und zu 10 % über Urin ausgeschieden. Wegen des nur sehr geringen Gammastrahlungsanteils beim radioaktiven Zerfalls ist eine Po-210-I. bedeutet die Aufnahme chemischer oder radioaktiver Substanzen (Radionuklide) in das Innere des Körpers durch Atmen, Essen und Trinken oder über die Poren der Haut. Inkorporation eines Menschen von außen nicht in einem Ganzkörperzähler sonder nur über Ausscheidungsanalytik festzustellen.
Autor: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
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Stand: 2. Dezember 2006
Erstellt: 2. Dezember 2006
Erstellt: 2. Dezember 2006




















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