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Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 11453

Schutz der Ozonschicht weiter verbessert

Berlin, 30.11.2006: Am kommenden Freitag, den 1. Dezember 2006, tritt die Verordnung über Stoffe, die die Ozonschicht schädigen, in Kraft. "Damit wird die internationale Vorreiterrolle Deutschlands beim Schutz der Ozonschicht weiter ausgebaut", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Ziel der Regelung ist, die Belastung der Erdatmosphäre weiter zu vermindern.


Mit der neuen Chemikalien-Ozonschicht-Verordnung (ChemOzonSchichtV) wird das zum Schutz der Ozonschicht bestehende Recht in Deutschland neu geordnet. Die Verordnung ergänzt die entsprechende EU-Verordnung und löst die bisherige deutsche FCKW-Halon-Verbots-Verordnung aus dem Jahr 1991 ab. Das bereits heute in Deutschland bestehende Schutzniveau wird ausgebaut. Neu gefasst werden die Vorgaben für Rückgewinnung und Rücknahme von ozonschichtschädigenden Stoffen, für die zulässigen Emissionen aus Einrichtungen und Produkten, die diese Stoffe enthalten (beispielsweise Kälte- und Klimaanlagen, Brandschutzanlagen) sowie für die Ausbildung des mit diesen Aufgaben befassten Personals. Zugleich beseitigt die neue Verordnung bestehende Überschneidungen mit dem unmittelbar geltenden EU-Recht. "Die neue Chemikalien-Ozonschicht-Verordnung verbessert den Schutz für die Ozonschicht und vereinfacht gleichzeitig das geltende Recht", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Bereits mit der nun abgelösten FCKW-Halon-Verbotsverordnung aus dem Jahre 1991 hatte die Bundesrepublik Deutschland eine Vorreiterrolle beim Ausstieg aus den ozonschichtschädigenden Stoffen übernommen. Die Verordnung war Vorbild für die nachfolgenden Regelungen auf europäischer Ebene und auch Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Montrealer Protokolls über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen. "Während auf EU-Ebene inzwischen ein anerkannt hohes Niveau erreicht worden ist, dürfen wir auf internationaler Ebene mit unseren Anstrengungen nicht nachlassen. Wir müssen verhindern, dass die bisher erzielten Erfolge durch ein Nachlassen der Ausstiegsbemühungen oder die Wahl ungeeigneter Ersatzstoffe und -verfahren konterkariert werden", mahnte Gabriel.
Autor: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Ozonschicht":
Wir müssen die Ozonschicht schützen!
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Jülicher Forscher warnen vor Geo-Engineering
Jülich, 27.04.2008: Mit Millionen Tonnen von Sulfaten in der Atmosphäre in einer Höhe von 10 bis 25 Kilometern ließe sich die globale Erwärmung abbremsen. Diese Maßnahme gegen die Folgen des Treibhauseffekts ist kein Hirngespinst, sondern wird selbst vom renommierten Nobelpreisträger Paul Crutzen in Betracht gezogen.
Drei neue FCKWs in der Atmosphäre nachgewiesen
Frankfurt, 13.04.2008: Forscher der Goethe-Universität fanden kurzlebige toxische Verbindungen im Taunus und am Jungfraujoch. Ob die neu entdeckten FCKWs bis in die Stratosphäre gelangen und dort das Ozonloch vergrößern, ist noch unklar. Die erstmalig in der Atmosphäre identifizierten Substanzen sind wahrscheinlich kurzlebiger als die sieben bisher nachgewiesenen Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe.
Vorzeitiger Ausstieg aus ozonschicht- und klimaschädigenden Stoffen beschlossen
Berlin, 23.09.2007: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Beschlüsse der Montrealer Konferenz als einen wichtigen Beitrag zur schnelleren Erholung der Ozonschicht und zugleich zum Klimaschutz bezeichnet. Gabriel hob hervor, dass die gut funktionierende Kooperation von Industrieländern und Entwicklungsländern zum Erfolg der Konferenz beigetragen habe.
Zum Nordpol auf einer Eisscholle
Potsdam/Arktischer Ozean, 23.07.2007: Ende August startet eine ungewöhnliche Expedition unter russischer Leitung ins Nordpolarmeer. Mit dabei ist Jürgen Graeser vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft. Erstmals in der Geschichte der russischen Forschung von Driftstationen seit 1937/1938 nimmt ein Deutscher an der Nordpol Driftstation NP-35 teil.
Schutz der Ozonschicht weiter verbessert
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Sind Australier Wasserverschwender?
Baden-Baden, 30.10.2006: Wegen der Zerstörung der Ozonschicht erkranken am Ende der Welt, in Australien, jedes Jahr 140.000 Menschen an Hautkrebs. Eltern werden angewiesen ihre Kinder nicht länger als acht Minuten am Tag ins Freie zu lassen. Nun stöhnt Australien seit Wochen über ein zweites Umweltproblem.
Ozonloch mit Rekordgröße
München, 08.10.2006: Das Ozonloch über der Antarktis hat in diesem Jahr wieder Rekordgröße erreicht, meldet die Wetterbehörde der Vereinten Nationen in Genf. Jetzt beträgt seine Ausdehnung 29,5 Millionen Quadratkilometer. Ganz Europa passt rund dreimal in diese Fläche.
Ozonschicht erholt sich langsam
Berlin, 17.09.2006: Die Ozonschicht der Erde erholt sich allmählich, weil weltweit immer weniger für die Ozonschicht schädliche Stoffe verwendet werden. "Das ist der Erfolg einer beispiellosen internationalen Zusammenarbeit", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aus Anlass des "Internationalen Tags der Ozonschicht" am 16. September. Dieses Datum ist der Jahrestag der Unterzeichnung des Montrealer Protokolls, das den .....
Umweltfreundliche Sonnencreme
Berlin, 23.07.2006: Die schützende Ozonschicht wird immer dünner und lässt auch in unseren Breiten einen immer größeren Anteil der für die Haut schädlichen ultravioletten Strahlung durch. Dabei wird unserer Haut nicht nur die Sonnenbrand auslösende UVB-Strahlung gefährlich, auch die unmerkliche UVA-Strahlung kann zu Hautkrebs und frühzeitiger Alterung führen.

Stand: 30. November 2006
Erstellt: 30. November 2006