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Artikel Nr.: 11436
Spam: Nationale Mittel gegen internationales Problem
Brüssel/Berlin, 28.11.2006: Spam, Späh- und Schadsoftware sollte nach Ansicht der Europäischen Kommission künftig schärfer von den EU-Staaten bekämpft werden. Europa leidet trotz geltender EU-Vorschriften unter unerwünschten E-Mails und anderen illegalen Online-Aktivitäten. Diese haben ihren Ursprung innerhalb der EU und in Drittländern.Die Kommission hat deshalb heute die nationalen Regulierungsbehörden aufgerufen, diese Aktivitäten stärker zu verfolgen. Es ist höchste Zeit, die immer wieder geäußerten politischen Bedenken gegen Spam nun auch in konkrete Maßnahmen zur Spam-Bekämpfung umzusetzen, erklärte EU-Medienkommissarin Viviana Reding. So hätten es beispielsweise die niederländischen Behörden mithilfe des EU-weiten Spam-Verbots geschafft, das Spam-Aufkommen um 85 Prozent zu senken. "Solche Ergebnisse möchte ich dank wirksamerer Durchsetzungsmaßnahmen auch in den anderen Ländern sehen", sagte Reding. 2007 wolle die Kommission das Thema erneut aufgreifen und entscheiden, ob zusätzliche rechtliche Schritte gegen Spam notwendig seien.
Sicherheitsunternehmen schätzen, dass zurzeit 54 bis 85 Prozent des gesamten E-Mail-Verkehrs aus Spam bestehen. Dadurch entstehen nach Schätzungen von Ferris Research weltweit etwa 39 Milliarden Euro Kosten. Nach aktuellen Zahlen von Sophos kommen 32 Prozent der versandten Spam-Nachrichten aus
Der Name Europa wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil. Europa, die meisten aber aus Asien (34 Prozent).
Seit 2002 gilt im Rahmen der Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation ein EU-weites Spam-Verbot. Die meisten Mitgliedstaaten haben jedoch noch immer Probleme, dieses Verbot durchzusetzen. Deshalb sollen zum Beispiel die Verantwortlichkeiten für die Anwendung der EU-Vorschriften festgelegt werden. Wegen der grenzüberschreitenden Aspekte bei Spam-Versandt ist zudem eine gute Zusammenarbeit der zuständigen Strafverfolgungsbehörden wichtig. Nach Ansicht der Kommission müssen für die Spam-Bekämpfung ausreichende Mittel bereitgestellt werden.
Weiterhin bemüht sich die Kommission um das Gespräch und die Zusammenarbeit mit jenen Drittländern, die auf der Liste der Spam-Absender ganz oben stehen. So bekämpfen etwa die USA und die Europäische Union gemeinsam illegale Späh- und Schadprogramme.
Autor: Europäische Kommission in Deutschland
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Stand: 28. November 2006
Erstellt: 28. November 2006
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