30 Fässer Quecksilber gefährden Meeresumwelt
Stralsund/Hamburg, 23.08.2006: 30 Fässer mit hochgiftigem Quecksilber wurden vor einigen Tagen in der Ostsee vor der schwedischen Industriestadt Sundsvall entdeckt. Die Fässer mit dem gefährlichen Stoff wurden als Abfall einer Papierfabrik in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der Ostsee versenkt. "Diese Fässer sind tickende Zeitbomben", warnt WWF-Experte Jochen Lamp."Wenn das Chemisches Element, Symbol Hg, Ordnungszahl 80, Schmelzpunkt -38,84 Grad C, Siedepunkt 356,58 Grad C, Dichte 13,6 g/Kubikzentimeter.Quecksilber austritt, kann dies verheerende Auswirkungen auf die Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt haben, ganze Fischpopulationen können vergiftet werden." Der Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründetWWF fordert die schwedischen Behörden auf, die Fässer schnellstmöglich zu bergen und die gefährlichen Substanzen fachgerecht zu entsorgen.
Insgesamt rosten rund 21.000 Fässer mit Quecksilber in diesem Teil der schwedischen Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen. Ostsee auf dem Meeresgrund. Sie enthalten, vermischt mit B. ist ein Gemisch aus Zuschlägen (v.a. Sand und Kies), Bindemitteln (Zement) und Wasser. Beton, 9.000 Kilogramm reines Quecksilber. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die giftige Substanz austritt. Das Quecksilber im Meer wandelt sich mit der Zeit durch Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern.Bakterien in das hochgiftige Sehr giftige QuecksilberverbindungMethylquecksilber um das die größte Gefahr von allen Quecksilberverbindungen für Menschen und Tiere darstellt.
Quecksilber und Methylquecksilber können sich über die Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt).Nahrungskette im Körper von Menschen und Tieren anreichern und bereits in geringen Konzentrationen das Nerven-, Herz-Kreislauf- und das Fortpflanzungssystem schädigen. Zusätzlich kann Methylquecksilber über das Blut ins Gehirn gelangen und dieses schädigen. Durch den Verzehr von verseuchtem Fisch sind schwangere Frauen und kleine Kinder besonders gefährdet. Die Ostsee zwischen Schweden und Finnland ist ein fischreiches Gebiet, das Quecksilber kann besonders Fische wie Hecht, Zander und Hering belasten.
Welche Auswirkungen die Belastung mit Quecksilber haben kann zeigt eine der weltweit größten Industriekatastrophen in Japan. Die Firma Chisso, ein Düngemittelhersteller, hatte in den Jahren 1932-1968 quecksilberhaltigen Als A. werden bewegliche Gegenstände bezeichnet, deren sich der Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss.
Abfall in der Bucht von Minamata versenkt. 3000 Menschen, die belasteten Fisch aus dem See gegessen hatten, erlitten Quecksilbervergiftungen oder erkrankten an der so genannten Minamata Krankheit, die für viele tödlich war. Weil die verantwortlichen Behörden die Einleitung trotz Kenntnis nicht untersagte, hat Japans Oberstes Gericht diese im vergangenen Jahr zu einer Strafe von 71.5 Millionen Yen (ca. 480.000 ) verurteilt.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 23. August 2006
Erstellt: 23. August 2006
Erstellt: 23. August 2006




















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