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Viele Webseiten, die sich an Kinder richten, enthalten unzulässige Werbung.


Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen sind die Schattenseiten unserer Billigschokolade. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Die dunkle Seite der Schokolade“ des SÜDWIND-Instituts.


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"Einmal mehr rechnet eine Studie die Klimabilanz von Biodiesel und Bioethanol mit unrealistischen und undifferenzierten Annahmen schlecht".


Mit einem Überraschungs-Coup startet die gemeinnützige Meeres- und Umweltschutzorganisation ProWal aus Radolfzell ihr Projekt.


Zum Ende der internationalen Bootsmesse 2010 in Düsseldorf zieht der NABU eine traurige Bilanz: Aussteller verbauen Tropenholz.



Als Sprecher des Gremiums fungiert Dr. Peter Fath, Technologievorstand der centrotherm photovoltaics AG.

Umweltjournal.de | Artikel Nr.: 10691

Alles bricht, ein Reaktorkern nicht - oder doch?

Hamburg, 06.07.2006: Am Donnerstag wird Tony Blair wohl den Startschuss für den Bau neuer Atomkraftwerke geben. In den Regierungsschubladen lagern derweil brisante Dokumente. Sie belegen ausgedehnte Risse im Kern etlicher britischer Atommeiler. Für Stephen Tindale vom britischen Greepeace-Büro zeigen sie "auch die Inkompetenz der Regierung und des Betreibers. Die haben davon gewusst und nichts, rein gar nichts unternommen."


Die geheimen Papiere liegen Greenpeace vor. Verfasst wurden sie von Regierungsinspektoren der Fachabteilung für nukleare Sicherheit (NSD). Die Experten fanden Risse in den Graphitkernen von 14 britischen Atomreaktoren. Im Reaktorkern findet die nukleare Kettenreaktion statt, und dort wird sie auch kontrolliert.

Die Inspekteure fanden heraus, dass die Schäden nicht nur von erheblicher Größe, sondern auch unvorhersehbar waren. Ferner, dass die Betreiberfirma British Energy weder das Ausmaß des Schadens kannte noch sagen konnte, wie viele solcher Bruchstellen ein Reaktorkern verkraftet, ohne dass Sicherheitsbelange berührt sind. Der unabhängige Atomexperte John Large hat die Aussagen analysiert und die sofortige Abschaltung der Anlagen gefordert.

Dabei hat Großbritannien Beachtliches geleistet - es hat den umfangreichsten Energiereport seit 60 Jahren veranlasst. Das Ergebnis gab die britische Regierung vor drei Jahren bekannt. Es lautete: Der billigste, sicherste und einfachste Weg, um den Klimawandel zu bekämpfen, sei, den Verbrauch zu drosseln und verstärkt in Erneuerbare Energien zu investieren. Der Bau neuer AKWs würde Gelder binden und damit eine solche zukunftsfähige Entwicklung behindern.

Heute, drei Jahre später, hat Blair sich um 180 Grad gedreht. Gegen den Rat seiner eigenen Ministerien und führender Experten, gegen den Willen von Industrie und Öffentlichkeit propagiert er den Bau neuer Atomkraftwerke auf der Insel. Zu solchen Plänen passten die alarmierenden Untersuchungsergebnisse der behördlichen Inspektoren offensichtlich nicht.

"Atomkraftwerke gehören abgeschaltet. Die Risiken sind nicht überschaubar und offensichtlich nicht einmal für so genannte Fachleute erkennbar", warnt Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace. "Der einstige Traum der Atomindustrie ist zu einem Alptraum der Gesellschaft geworden: rissige Atomkraftwerke mitten in Europa. Die Welt kann sich kein zweites Tschernobyl leisten, doch genau darauf lassen es Politiker wie Blair oder auch der CDU in Deutschland ankommen."
Autor: Greenpeace e.V.

Weiterführende Informationen:


Die letzten 10 Meldungen zum Thema "Atomenergie":
Albtraum Atommüll - Ein Film von Eric Guéret
Berlin, 22.02.2010: Endlagerstätten, die mit Wasser voll laufen. Illegal und unter freiem Himmel in Sibirien eingelagerter französischer Atommüll. Schwer umkämpfte Castor-Transporte: Atommüll ist und bleibt die Schwachstelle der Atomenergie, ihre Achillesferse, ihr verdrängter Alptraum.
Tödliche Nachbarn
München, 15.11.2009: Die neue Bundesregierung will in den nächsten Monaten mit den großen Energiekonzernen verhandeln und entscheiden, welche Atomreaktoren ausreichend "sicher" sind, um längere Laufzeiten zu erhalten. Das Kampagnennetzwerk Campact zeigt mit einer Großaktion, dass der Versuch, die Meiler in "sicher" und "unsicher" zu unterscheiden, der Quadratur des Kreises gleicht: So weisen zum Beispiel gerade die neueren Anlagen das Problem auf, dass bei einem Leck das ...
Politik für Menschen statt Vorfahrt für Konzerne
Hamburg, 05.10.2009: Greenpeace veröffentlicht Forderungen an Koalitionsverhandlungen. Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP fordert Greenpeace beide Parteien auf, die Erfolge der deutschen Umweltpolitik nicht zu gefährden und ihr einen höheren Stellenwert als bisher einzuräumen. Insbesondere soll am Atomausstieg festgehalten werden. In ihrem heute veröffentlichten Forderungspapier verlangt die Umweltorganisation außerdem ein „"Notpaket Klimaschutz"“, um die deutschen Treibhausgase stärker als bisher geplant zu reduzieren.
Warmlaufen für den Widerstand
Berlin, 05.10.2009: CDU/CSU und FDP haben die Wahl trotz und nicht wegen ihrer Haltung zur Atomkraft gewonnen. Denn nach wie vor ist eine Mehrheit der Bevölkerung gegen Atomenergie. Ob die schwarz-gelbe Koalition sich tatsächlich auf längere Laufzeiten festlegt, wird bei den Koalitionsverhandlungen festgeklopft. Wir zeigen den VerhandlungsführerInnen von CDU/CSU und FDP: Wer auf die Renaissance der Atomkraft setzt, erlebt ein gewaltiges Comeback der Anti-Atom-Bewegung!
Schwarz-Gelb ist kein Votum pro Atomenergie und pro Gentechnik
Berlin, 30.09.2009: Auch die neue Regierung muss Bürgerwillen respektieren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in dem Wahlergebnis der Bundestagswahl vom 27. September 2009 kein Votum pro Atomkraft und pro Gentechnik. Sämtliche Umfragen im Umfeld der Wahlen hätten gezeigt, dass es stabile Mehrheiten gegen längere Laufzeiten für Atommeiler und gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft gebe.
Die Zukunft ist erneuerbar
Berlin, 05.07.2009: Fünfzig Jahre nach Gründung des Deutschen Atomforums schrumpfen die Belegschaften von Unternehmen, die weiter auf Atomenergie und fossile Kraftwerke setzen. Dagegen trotzen die Newcomer der Erneuerbaren Energien Branche nicht nur der Wirtschaftskrise: Sie wachsen weiter in rasantem Tempo.
Atomwaffen: Die einzige Lösung
New York, 04.07.2009: Ob auf der koreanischen Halbinsel, im instabilen Pakistan oder im Nahen Osten, das Risiko militärischer oder terroristischer Nuklearangriffe bleibt von brisanter Aktualität. Gleichzeitig eröffnet sich dadurch jedoch eine ausgezeichnete Chance, die Welt von Atomwaffen zu befreien. Der Erfolg ...
Mensch, wo bist du? - gegen Atomenergie!
Bremen, 25.05.2009: Mit einer Kletter- und Banneraktion haben am Donnerstag AktivistInnen der Umweltorganisation ROBIN WOOD am Rande des Kirchentags für den Ausstieg aus der Atomenergie protestiert. 3 AktivistInnen seilten sich über der Weser an der Fußgängerbrücke ´An der Schlachte´ ab.
Leise Gefahr im Doppelpack
Berlin, 25.02.2009: Unglaublich, aber niemand ist auf die Idee gekommen, dass ein "Anti-Sonar"-Gerät zu einer Kollision zweier U-Boote führen könnte. Was an für sich schon schlimm genug wäre – aber diese beiden U-Boote waren auch noch atombetrieben und mit Atomwaffen bewaffnet. Man stellt sich die Frage, warum zwei Bündnispartner ...
Brisantes Leck
Berlin, 18.01.2009: Die hessische Atomaufsicht unter Ministerpräsident Roland Koch (CDU) lässt den Atomkraftwerksblock Biblis B weiterlaufen, obwohl dort seit dem 10. Januar Radioaktivität über einen so genannten Dampferzeuger in die Umgebung entweicht. Wie der Betreiber RWE und das hessische Umweltministerium meldeten, ereignete sich in Biblis B am 10. Januar eine "geringfügige Heizrohrleckage" in einem Dampferzeuger des Atomkraftwerks.

Stand: 6. Juli 2006
Erstellt: 6. Juli 2006