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Berlin, 26.04.2006: Als "tragisches Symbol der Energiewende" hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel den Reaktorunfall in Tschernobyl vor 20 Jahren, am 26. April 1986, bezeichnet. "Tschernobyl hat uns demonstriert, dass die Atomenergie mit prinzipiellen Sicherheitsrisiken verbunden ist", sagte der Bundesumweltminister zur Eröffnung der Tagung "Tschernobyl 1986-2006: Erfahrungen für die Zukunft"."Heute stehen wir vor einer neuen energiepolitischen Herausforderung, der Bekämpfung des weltweiten Klimawandels. Atomkraft wird uns hierbei nicht helfen. Sie ist keine Zukunftstechnologie, denn sie verhindert Innovation", betonte Gabriel.
Der
Größter Unfall in einer kerntechnischen Anlage (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitungsanlage), der von den Sicherheitssystemen nicht mehr beherrschbar ist. Super-GAU in
Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckröhrenreaktoren (Kernkraftwerk) in Tschernobyl der bislang größte Unfall in einem Kernkraftwerk. Tschernobyl verseuchte weite Gebiete in Russland, Weißrussland und der Ukraine radioaktiv und machte sie zum Teil unbewohnbar. Der Unfall brachte großes Leid über viele Menschen in den betroffenen drei Staaten. Die Folgen sind weithin bekannt: Viele Tausend Menschen starben und sterben noch an den Folgen der
Strahlung ist Energie, die in Form von Wellen bzw. Teilchen ausgesandt wird. Als Strahlung bezeichnet man die elektromagnetische Strahlung dazu gehören Radiowellen, Mikrowellen, Infrarotstrahlung, Licht, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung, und die beim radioaktiven Zerfall entstehende Teilchenstrahlung, wozu Alphastrahlung, Betastrahlung und Neutronenstrahlung gerechnet werden (ionisierende Strahlung).Strahlung. 350.000 Menschen mussten evakuiert und umgesiedelt werden. Regionen sind für Generationen unbewohnbar.
Gabriel sagte, die energiepolitische Debatte um die Zukunft der Atomkraft darf nicht davon ablenken, dass es eine vorrangige Aufgabe bleibt, die verheerenden Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu bewältigen. "Mit 150 Millionen Euro ist Deutschland eines der größten Geberländer, um die Ukraine bei der Umwandlung des zerstörten und verstrahlten Blockes 4 in ein ökologisch sicheres System zu unterstützen." Dafür wird der einsturzgefährdete alte Sarkophag aus dem Jahre 1986 stabilisiert und neu ummantelt, was zum überwiegenden Teil westliche Staaten finanzieren. Die Gesamtkosten werden über 1 Milliarde Euro betragen. Gabriel begrüßte die Zusage der ukrainischen Regierung, für eine unverzügliche Verwendung dieser Mittel zu sorgen.
20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe ist die Bekämpfung des weltweiten Klimawandels die zentrale energiepolitische Herausforderung. "Wir müssen jetzt einen zukunftsfähigen Energiemix auf die Beine stellen, weitgehend unabhängig von fossilen und nuklearen Energieträgern wie Öl,
Gase sind Substanzen, bei denen die einzelnen Moleküle so weit voneinander entfernt sind, daß sie praktisch keine Anziehungskraft mehr aufeinander ausüben und daher nicht mehr wie bei Flüssigkeiten oder Feststoffen aneinander haften. Gas und
Chemisches Element, Symbol U, Ordnungszahl 92, Schmelzpunkt 1.132 Grad C, Siedepunkt 3.818 Grad C, Dichte 19,2 g/cm3, Schwermetall, dessen Verbindungen sehr giftig sind (MAK-Wert 0,25 mg/m3).Uran", so der Bundesumweltminister. Die Zukunft gehöre einer Doppelstrategie der massiven Steigerung der Effizienz, sowohl auf der Verbrauchs- wie auf der Erzeugungsseite und gleichzeitig des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien. "In Zukunft werden die Kennzahlen zur Effizienz und zum Anteile der erneuerbaren Energien die Markenzeichen erfolgreicher Volkswirtschaften sein", so Gabriel.
Deshalb sehe die Koalitionsvereinbarung vor, im Zeitraum von 1990 bis 2020 die Energieproduktivität zu verdoppeln. Dies bedeute, durch den Einsatz moderner Technik für die gleiche wirtschaftliche Leistung nur noch halb so viel
Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen.Energie aufzuwenden. Zugleich werden
siehe Regenerative Energiequellenerneuerbare Energien immer mehr zu einer tragenden Säule unserer Energiewirtschaft. Im Jahr 2005 haben sie bereits rund 10 Prozent zur Stromerzeugung beigetragen, die deutschen Treibhausgasemissionen um über 80 Millionen Tonnen reduziert, die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten gemildert und 170.000 Arbeitsplätze gesichert - insbesondere auch in strukturschwachen Regionen. Im Jahr 2020 könnte bereits ein Viertel des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden und so auch zur Versorgungssicherheit beitragen. "Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung, dazu moderne, hocheffiziente und bald auch kohlendioxidfreie
Gase sind Substanzen, bei denen die einzelnen Moleküle so weit voneinander entfernt sind, daß sie praktisch keine Anziehungskraft mehr aufeinander ausüben und daher nicht mehr wie bei Flüssigkeiten oder Feststoffen aneinander haften. Gas- und Kohlekraftwerke: Dieser Energiemix hat Zukunft. Und er sichert Arbeitsplätze. Denn dieses Jahrhundert gehört der Energieinnovation", sagte Gabriel.
Der zweitägige Kongress wird vom
Das B. wurde 1986 als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in Bonn gegründet.Bundesumweltministerium und der Forschungsstelle für
U. als eigenständigen Politikbereich gibt es in der BRD seit Beginn der 70er Jahre. Umweltpolitik der Freien Universität Berlin veranstaltet. Weitere Informationen im Internet unter
www.bmu.de. Dort können das Programm der Tagung sowie aktuelle Broschüren zum
Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckröhrenreaktoren (Kernkraftwerk) in Tschernobyl der bislang größte Unfall in einem Kernkraftwerk. Tschernobyl-Jahrestag und zur Energiepolitik abgerufen werden.