Umweltjournal.de | Technik und Wissenschaft  | Artikel Nr.: 3003

megaWatt - Tag der Erneuerbaren Energien 2002

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Herten, 22.04.2002: Tag der Erneuerbaren Energien 2002 am 27. und 28. April in Gelsenkirchen. Was hat Willi Thomczyk mit Solarzellen zu tun? Wohin fährt Uli Potofski mit dem Mondauto? Was passiert denn da in Gelsenkirchen?

Ganz im Zeichen der erneuerbaren Energien steht das Wochenende am 27. und 28. April im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Gemeinsam laden die Emscher Lippe Agentur und die Energieagentur NRW ein zu megaWatt - einer Messe mit Informationen zu energiesparenden Techniken rund um Haushalt und Wohnen und mit spannendem Begleitprogramm für junge Familien, technisch Interessierte und Hobbytüftler. Die zweitägige Veranstaltung wird zudem vom NRW-Wirtschaftsministerium und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW unterstützt.

"Events" und "Infos" - kein Widerspruch. Mit viel Prominenz wird an den beiden Messetagen auf dem Gelände des Wissenschaftsparks für effiziente Energienutzung und für die Nutzung erneuerbarer Energien geworben. Neben RTL-Fernsehmoderator Uli Potofski haben auch die beiden Schauspieler Willi Thomczyk aus der RTL-Serie "Die Camper, und Joachim Hermann Luger, der Hans Beimer aus der ARD-Serie "Lindenstraße", ihr Kommen zugesagt. Zudem sollen Brunch, Jazz live, eine Energie-Erlebnisstraße für Kinder, eine Rundfahrt mit einem Mondauto, Talkrunden sowie ein Quiz neben der reinen Information für spannende Unterhaltung sorgen.

Joachim Hermann Luger über seinen ganz persönlichen Bezug zum Thema Zukunftsenergie: "Das interessiert mich schon seit meiner Jugend. Ich erinnere mich noch, wie mein Vater von der Vision eines Wasserautos sprach. Erst später wurde mir klar, dass er damit das Wasserstoffauto meinte. Mit Sonnenlicht Energie zu erzeugen und Wasserstoff zu nutzen - das finde ich faszinierend und das ist m.E. eine unserer großen Aufgaben für die Zukunft."

megaWatt

Im Mittelpunkt von megaWatt stehen allerdings nicht nur Mondauto und Energie-Rallye, sondern vor allem Solarkocher und Passivhäuser. "Wenn der Emscher-Lippe-Raum eine Energieregion bleiben bzw. eine Region der Zukunftsenergien werden soll, ist ein innovativer Energie-Mix notwendig - von der breiten Nutzung der Brennstoffzelle über Solarthermie bis hin zu Solarenergie und Photovoltaik", so Prof. Dr. Peter Schulte, Aufsichtsratsvorsitzender der Emscher Lippe Agentur. " megaWatt ist der beste Beweis dafür, dass die Nutzung der erneuerbaren Energien längst kein Randthema mehr ist, wenn es um die Zukunftssicherung der Energieversorgung geht", erklärt Dipl.-Ing. Gerd Marx von der Energieagentur NRW anlässlich der Pressekonferenz zur Vorstellung der megaWatt am 19. April. Die Nutzung erneuerbarer Energien habe sich nicht zuletzt als wichtiger Wirtschaftsfaktor erwiesen, so Marx. "Zum Beispiel wäre die Solartechnik ohne die Installation oder Wartung durch den fachkundigen Handwerker gar nicht denkbar." Ohne die Kooperation aller Akteure im Bereich erneuerbarer Energien und Effizienztechnologie sei der von Nordrhein-Westfalen eingeschlagene Weg zum Solarstandort Nr. 1 in Deutschland eine Sackgasse.

Die Messe bietet nicht nur Handwerksbetrieben aus der Region die Gelegenheit zur Leistungsschau. Informiert und beraten wird zu allen denkbaren Themen - von der wirtschaftlichen Nutzung der Solartechnik durch Förderprogramme bis zur notwendigen Sanierung von Heizungsanlagen, die vor 1978 installiert wurden, oder der Dämmung von Kellerdecken, Dachböden und Außenwänden. Die Energieagentur NRW wird mit Beratern an der Messe teilnehmen. Die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW widmet sich dem Thema Zukunftsenergien auf ihrem "Wärmepumpenmarktplatz". Zudem gehören Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften, Forschungsinstitute, Banken, Hersteller und Entwickler von energiesparenden Geräten und Technologien zu den Ausstellern. Auch dabei: die Solarstadt Gelsenkirchen. Das Programm wird abgerundet durch Vorträge zur Sonnenenergienutzung und Klimaveränderung.

megaWatt findet nicht zufällig in Gelsenkirchen statt. Die Schwerindustrie-Metropole der Nachkriegszeit ist in den vergangenen Jahren zu einem Paradebeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet geworden. Gelsenkirchen hat sich mittlerweile als Produktionsstandort von Solarzellen einen wohlklingenden Namen gemacht. Zudem gehört Gelsenkirchen neben Duisburg, Oer-Erkenschwick, Ahlen und Hattingen zu den fünf Städten, deren Bemühungen um die Nutzung erneuerbarer Energien vom "Energienetzwerk "der Energieagentur NRW gebündelt werden.

megaWatt hat seine Tore am 27. und 28. April jeweils zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Autor: megawatt Forum für Zukunftsenergien
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Stand: 9. Oktober 2002
Erstellt: 22. April 2002
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