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Luchs - Tier des Jahres 2000





Pro Natura erklärt den Luchs zum Tier des Jahres 2000.
Sie stellt den 1999 todgeweihten Luchs TITO in den Mittelpunkt einer ungewöhnlichen Kampagne. Gleichzeitig durchquert ein Ausstellungs-„RaubZug“ das Luchsland Schweiz. Prominente Schweizerinnen und Schweizer unterstützen die Pro Natura Kampagne.

Vom Todeskandidaten zum Medienstar: Der junge Luchs TITO entrann im Sommer 1999 dem (bewilligten) Abschuss als angeblicher „Schafspezialist“. TITO lebt heute im Berner Oberland. Seit dem 25. Januar 2000 können alle Interessierten seiner Fährte folgen. Pro Natura zeigt wöchentlich im Internet den aktuellen Standort von TITO und einen Ausschnitt aus dem täglichen Leben des jungen Luchsmännchens (auf www.pronatura.ch).

TITOS Menü online
“Die ganze Schweiz kann jetzt TITOs Schicksal mitverfolgen und sich ein eigenes Bild davon machen, wie unsere Luchse wirklich leben“, erklärt Rico Kessler, bei Pro Natura verantwortlich für das ungewöhnliche Internet-Projekt. TITO trägt ein Sendehalsband. Er wird regelmässig von Spezialisten der KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz) im Auftrag von Pro Natura gepeilt. Digital aufgenommene Bilder zeigen seinen Lebensraum, seine Beute, seine Spuren - mit Glück vielleicht auch einmal TITO selber. Pro Natura ermöglicht im Internet nicht nur packende Einblicke in den Alltag von TITO, sondern vermitteltauch Basiswissen über den Luchs. Die private Naturschutzorganisation macht sich seit der Wiederansiedlung des Luchses in der Schweiz 1971 stark für die Raubkatze. Pro Natura bezahlte unter anderem bis 1988 alle Luchsschäden an Haustieren aus der eigenen Tasche.

Ziel: Luchse im ganzen Alpenraum
Der Luchs ist in der Schweiz noch nicht über den Berg - sowohl buchstäblich wie im übertragenen Sinn. Pro Natura will erreichen, dass Luchse wieder im ganzen Alpenraum eine Heimat finden. Nur so sei gewährleistet, dass die grosse Raubkatze unserer Wälder langfristig in gesunden Beständen überlebt. Pro Natura setzt auf sachliche, spannende Information über den Luchs, um diesem Ziel näherzukommen. „Wer den Luchs wirklich kennt, wird ja sagen zu nötigen Umsiedlungen und sich glücklich schätzen, dass in unserem Land ein so faszinierendes Raubtier lebt“, ist der Pro Natura Informationsbeauftragte Rico Kessler überzeugt. Die Naturschutzorganisation will insbesondere in Regionen aktiver werden, wo heute schon Luchse leben oder bald angesiedelt werden sollen. Rico Kessler, Pro Natura: „Wir stehen klar zum Luchs, betreiben aber keine Schönfärberei. Den Einfluss der Luchse auf Jagdwildbestände oder Probleme mit Haustierrissen greifen wir sachlich und ernsthaft auf.“

Promis und RaubZug
Vom 10. März 2000 an wird ein Ausstellungs-„RaubZug“ von Pro Natura auf 15 Bahnhöfen im Alpenraum Station machen. Schulklassen und Familien können darin aktuell und spielerisch Luchs, Bär und Wolf kennenlernen. Die Ausstellung findet in vier ausgedienten Postwaggons statt und ist zweisprachig (d/f).
Auch Prominente unterstützen die Luchs-Kampagne. Der Kabarettist Victor Giacobbo, die Triathletin Natascha Badmann, die Freiburger Professorin Astrid Epiney, der Berner Nationalrat Remo Galli, die TV-Männer Kurt Aeschbacher und Charles Clerc: Sie und andere legen ein Wort ein für das Tier des Jahres 2000 mit dem Slogan: „Luchs - ich sage ja!“. Vorträge, Exkursionen und Publikationen runden die nationale Pro Natura Luchs-Kampagne ab.

Das neue Pro Natura Magazin "Auf den Spuren von TITO und Co." gibts gratis gegen eine adressierte Klebetikette bei:
Pro Natura, Postfach, 4020 Basel

ProNatura-Verband Schweiz
Kontaktpersonen:
Rico Kessler
Informationsbeauftragter Pro Natura,
Tel. 061 317 92 40
Fax 061 317 92 66,
Pro Natura, Postfach, 4020 Basel
rico.kessler@pronatura.ch

Dr. Urs Tester,
Abteilungsleiter Naturschutz,
Tel. 061 317 91 36,
Pro Natura, Postfach, 4020 Basel
urs.tester@pronatura.ch
Autor: Rico Kessler
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Stand: 26. März 2003
Erstellt: 22. August 2000

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