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TV-Tipp für den 16.05.01: Tatort Familie Verbrechen im Verborgenen





Er hat seine Opfer regelrecht "geschlachtet", sagen die Ermittlungsbeamten. Der Tatort war "getränkt" mit Blut. Ein Sohn tötet seine Eltern. Der Grund: Erbschaftsstreitigkeiten.
Ein Fall, der vor kurzem ganz Österreich erschütterte, eine Tragödie von vielen im intimen, familiären Bereich.

Gewalt in der Familie - sie beginnt bei psychischem Druck und gipfelt in Mord. Nach einer deutschen Polizeistatistik aus dem Jahr 2000 wird jedes dritte Tötungsdelikt im familiären Umfeld verübt.

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Die Basler Polizeijournale belegen: Im Januar 2001 mußte die Polizei 31 Mal bei Familienstreitigkeiten eingreifen, im Februar 38 Mal, in 17 Fällen war Gewalt im Spiel. Täter und Opfer sind verwandt, leben oft Jahrzehnte in einer vertrauten Beziehung zueinander.

Jede dritte bis fünfte Frau wird in ihrem Erwachsenenleben Opfer sexueller und/oder physischer Gewalt, ausgeübt von ihrem Lebenspartner. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass Gewalt gegen Kinder in vielen Familien zum Erziehungsalltag gehört. Allein in Deutschland werden rund 1,3 Millionen Kinder körperlich misshandelt. Gewalt im häuslichen Bereich trifft Frauen und Kinder, Väter, Mütter, Töchter und Söhne und sie zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Der Hort der Liebe und Geborgenheit - ein Ort der menschlichen Abgründe?

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Was kann dagegen unternommen werden?

Österreich hat vor zwei Jahren ein Gesetz verabschiedet, dass den gewalttätigen Täter der Wohnung verweist. Dieses Wegweiserecht dient vor allem der unmittelbaren Krisenintervention bei Streitigkeiten und hat für den Täter keine strafrechtlichen Konsequenzen.

Ende März wurde vom Schweizer Bundesrat ein Gesetzvorschlag verabschiedet, der Gewalt in der Ehe und in jeder festen Beziehung zwischen hetero- oder homosexuellen Paaren amtlich verfolgt. Gewalt im familiären Bereich wird dadurch strafbar.

Wie sieht die Rechtssituation in Deutschland aus? Was können wir bei der Gewaltprävention von den Erfahrungen in Österreich und in der Schweiz lernen?

  • Gesetze gegen die „Erziehungsohrfeige“?
  • Ist es tatsächlich möglich, in den privatesten Bereich der Menschen hineinzuwirken?
  • Wer Gewalt erfahren hat, gibt Gewalt weiter - Wie vermeiden wir, dass Opfer in der Kindheit zu Tätern im Erwachsenenalter werden?


Mit diesen Fragen beschäftigt sich "Grenzenlos - Das Drei-Länder-Magazin" in seiner MAI-Ausgabe in Filmen und Diskussionen. Die Zuschauer haben wie immer die Möglichkeit, ihre Meinung zur Sendung zu äußern und mit Franz Alt und seinen Gästen nach der Sendung zu diskutieren:
"Grenzenlos"-Diskussionsforum

GRENZENLOS - DAS Drei-Länder-Magazin mit Franz Alt, Mittwoch, 16. Mai 2001 in 3SAT, um 20:15 Uhr
Autor: oekoserve GmbH
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Stand: 26. März 2003
Erstellt: 1. Mai 2001
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