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Umweltjournal.de | Sonstiges. Weiteres  | Artikel Nr.: 82

Umweltschützerin seit zwei Jahren auf Mammut-Baum

Nach zwei Jahren Protest-"Wohnen" in 60 Metern Höhe auf einem Mammut-Baum in Kalifornien zieht es die junge amerikanische Umweltschützerin Julia "Butterfly" Hill wieder auf die Erde.
{b1r}Eine junge Frau, die als Naturschützerin seit rund zwei Jahren in 60 Metern Höhe auf einem Mammut-Baum im Norden Kaliforniens ausharrt, hat jetzt mit einer Bauholz-Firma Gespräche über eine Beendigung ihrer Protest-Aktion aufgenommen.

Über Handy teilte Baumbesetzerin Julia Hill (25, Foto) mit, die Gespräche mit dem Konzern Pacific Lumber verliefen positiv. Sie nannte aber noch keinen Zeitpunkt für den Abstieg. Hill erläuterte, es gehe um eine Vereinbarung zum Schutz der letzten Redwood-Haine und eine Pufferzone um den von ihr besetzten Mammut-Baum "Luna". Die Naturschützerin hatte im Protest gegen die rasante Abholzung der kalifornischen Baumriesen ihr luftiges Redwood-Domizil am 10. Dezember 1997 bestiegen.

Seitdem hat sie sich von anderen Naturschützern mit Lebensmitteln versorgen lassen. Sie trotzte auf ihrer rund zwei mal drei Meter großen Baum-Plattform Wind und Wetter und wusch sich mit einem Schwamm und Wasser aus dem Eimer. Nach eigenen Angaben sind Hill und ihre Freunde bereit, der Holzfirma 50.000 Dollar aus Spenden dafür zu bezahlen, dass diese ein Fällverbot in der Gegend erlässt. Ein Sprecher von Pacific Lumber bestätigte die Verhandlungen. Der Firma geht es angeblich vor allem um die Sicherheit der Besetzerin - aber auch darum, dass nicht andere Naturschützer ihrem Beispiel folgen.


Autor: André Sepeur

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