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Nürnberger Delfin-Lagune gefährdet Tiere und Besucher

Radolfzell, 09.08.2013: Erneut kritisieren Tierschützer der Delfin- & Walschutzorganisation "ProWal" aus Radolfzell die Zustände in der vor zwei Jahren eröffneten Delfin-Lagune im Nürnberger Tiergarten.

Andreas Morlok, ProWal-Geschäftsführer, inspizierte selbst die Delfin- Lagune und äußert sich empört: „Am letzten Wochenende nahmen wir zum dritten Mal innerhalb von wenigen Wochen diese sogenannte Delfin-Lagune unter die Lupe. Bei jedem unserer Besuche haben wir gravierende Mängel in dieser Anlage festgestellt, welche die Delfine und auch die Besucher direkt gefährden.

Trotz des Verbotes und der Anwesenheit eines Aufsichtspersonals setzten Besucher ihre Kinder auf den viel zu niedrigen Zaun, der sich unmittelbar am Wasserbecken befindet. Ein Kleinkind ließ seine Plastik-Trinkflasche fallen, die bis an den Rand des Delfinbeckens rollte. Wäre diese ins Wasser gefallen und ein Delfin hätte sie verschluckt, das Tier wäre daran jämmerlich zugrunde gegangen, denn diese Gefahr wurde von keinem Zoomitarbeiter erkannt. Erst nach lautem Zurufen hob eine Mitarbeiterin die Flasche auf und übergab sie den Eltern mit den Worten: „Zum Glück ist sie nicht in das Wasser gefallen.“ Auf der Terrasse eines Restaurants setzten Eltern ihr Kind gar auf eine hohe Brüstung. Bei einem Sturz wäre das Kind mehrere Meter in die Tiefe gefallen.

Immer noch liegen rund um die Delfinbecken Müll, Essensreste und trotz Rauchverbotes auch Zigarettenkippen, die durch den Wind in die Delfin-Becken geweht werden können. All diese Gefahren für die Besucher und für die Tiere könnten problemlos mit der Errichtung einer ausreichend hohen Plexiglaswand direkt bei den Delfinbecken und auf der Restaurant-Terrasse beseitigt werden. Bei der Eisbärenanlage gibt es zum Teil solche Schutzwände. Warum diese bei den Delfinbecken nicht errichtet werden, bleibt uns schleierhaft. Wird hier auf Kosten der Sicherheit gespart? Wir haben mehr als den Eindruck. Als wir vor ein paar Wochen monierten, dass sich Steinbrocken von den Hängen lösten und diese beim Herunterstürzen die Besucher gefährden, wurde daraufhin nur eine kleine dünne Plakatwand installiert. Auch am letzten Sonntag lösten sich Steine und fielen auf die Besucherwege!“

Tote Fische, um die sich niemand kümmerte.
Andreas Morlok: „Beim Personaleingang zum Delfinarium lagen bei Temperaturen um die 30° C fünf tote Fische auf dem Boden. Wie hier das Personal mit der wichtigsten Nahrungsquelle für die Delfine umgeht, ist nicht nur dilettantisch, sondern auch völlig inakzeptabel. Beim Schließen des Tores hätte das bemerkt und korrigiert werden müssen. Dieses Fehlverhalten zeigt einmal mehr, dass das Personal nicht ausreichend geschult ist und nachlässig arbeitet. Delfine regeln ihren Flüssigkeitshaushalt normalerweise in freier Wildbahn über das Fressen von lebenden Fischen. Tote Fische betrachten sie eher als Aas und fressen diese nur in seltenen Fällen. Da das Füttern von lebenden Fischen in Deutschland verboten ist, werden die in Gefangenschaft gehaltenen Delfine mit toten Fischen gefüttert, was dazu führen kann, dass die Tiere nierenkrank werden. Einige Besucher schüttelten den Kopf, als sie sahen, wie einem Delfin einen Schlauch in seinen Rachen geschoben und ihm über einen Trichter Wasser eingeflößt wurde.“

ProWal kritisiert auch das Delfinarien-Personal, weil es bei einem aufziehenden Gewitter nichts unternahm, die Tiere und Besucher davor zu schützen.

Andreas Morlok: „Obwohl schon von weit hörbar ein Gewitter aufzog, beendeten die Zoo-Mitarbeiter nicht die Delfin-Show. Spätestens als der Regen einsetzte, hätte das Personal die Show beenden und alle Schieber in den Becken öffnen müssen, damit sich die Delfine von den Außenbecken in das überdachte alte Delfinarium hätten zurückziehen können. Im Meer könnten Delfine einem Gewitter ausweichen, in einem abgesperrten kleinen Beton-Becken eben nicht. Auch die Besucher wurden durch die Fortsetzung der Delfin-Show einem völlig unnötigen Risiko ausgesetzt. Nirgendwo an den Delfinbecken gibt es eine Unterstellmöglichkeit für die Besucher. Erst als in der Nähe des Zoos ein Blitz einschlug, merkten die Besucher überhaupt, in welch gefährdender Situation sie sich eigentlich befanden. Sie verließen rasch die Anlage, um sich woanders unterstellen zu können.

Seit Monaten fordern wir eine teilweise Überdachung der Delfinbecken und des Zuschauerbereiches, damit die Tiere und auch die Besucher besser vor allen Wettereinflüssen geschützt sind. Selbst in den miserabelsten Delfinarien in der Türkei gibt es solche Bedachungen und eben auch Plexiglaswände um die Delfinbecken. Weder die Verantwortlichen des Zoos, noch die Behörden reagieren auf unsere Kritik zum Schutz der Tiere und der Besucher und streben Verbesserungen an. Die zuständige Regierung von Mittelfranken in Ansbach schiebt unsere Kritik lieber an das Nürnberger Ordnungsamt ab. Was dabei herauskommt, wenn eine städtische Behörde eine andere städtische Einrichtung kontrollieren soll, war für uns absehbar. Das Regierungspräsidium geht auf unsere gesamten Kritikpunkte nicht ein schreibt uns lapidar unter anderem: „Der angesprochene Maschenzaun ist ausreichend dimensioniert. Die Darstellung der Stadt Nürnberg ist aus unserer Sicht plausibel. Seitens der Regierung ist deshalb nichts Weiteres veranlasst. Muss denn wirklich erst etwas Schlimmes passieren, bevor die Verantwortlichen endlich tätig werden?“
Autor: Projekt Walschutzaktionen (ProWal)
4051 Aufrufe
Stand: 9. August 2013
Erstellt: 9. August 2013

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