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Die Unfallserie mit Zirkustieren reißt nicht ab. Nach den zahlreichen Vorfällen in Deutschland, bei denen Menschen und Tiere verletzt wurden, ist am Wochenende in der Ukraine ein Löwendompteur nur knapp seinen angreifenden Tieren entkommen und wurde schwer verletzt.
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Immer mehr junge Tibeter zünden sich an

Berlin, 12.10.2011: Seit März dieses Jahres haben sich sieben Tibeter im Alter von 17 bis 29 Jahren selbst angezündet, darunter sechs Mönche bzw. ehemalige Mönche aus der Region Ngaba, Osttibet, Provinz Sichuan.

Allein innerhalb der letzten zwei Wochen kam es zu fünf Selbstverbrennungen. Vier der jungen Tibeter starben, zuletzt Choephel am 11. Oktober und Khayang am 8. Oktober. Über den derzeitigen Aufenthaltsort und gesundheitlichen Zustand der drei anderen ist nichts bekannt.

„Aus diesen Taten spricht die pure Verzweiflung“, sagt Wolfgang Grader, Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland e.V. Die jungen Tibeter hätten sich offenbar aus Protest gegen die Unterdrückung durch die chinesische Regierung verbrannt. So hielt der 17-jährige Kelsang Wangchuk ein Foto des Dalai Lama in die Höhe und rief Protestslogans.

Unmittelbar bevor sich die Mönche Lobsang Kunchok und Lobsang Kelsang auf dem Marktplatz anzündeten, riefen sie „Lang lebe der Dalai Lama“ und forderten Religionsfreiheit in Tibet. Laut Human Rights Watch sollen die Vorfälle mit den Razzien, willkürlichen Verhaftungen und der ständigen Präsenz der Polizei in der Region Ngaba zusammenhängen. Die Auswertung der offiziellen Regierungsstatistik aus dem statistischen Jahrbuch der Provinz Sichuan zeigt: Die Ausgaben für die Sicherheitsmaßnahmen in der Region sind seit 2002 dramatisch gestiegen.

„Wir fürchten, dass noch mehr junge Menschen sterben werden, denn die Lage in Ngaba spitzt sich weiter zu“, sagt Grader. Das Tibetan Center for Human Rights and Democracy berichtet, dass chinesische Behörden den Leichnam des zuletzt verstorbenen Tibeters, Choephel, nicht an seine Verwandten übergeben wollten und den Anwohnern verboten worden sei, der Familie ihr Beileid auszudrücken. Ungeachtet dessen haben die Tibeter vor Ort – als Zeichen ihrer Solidarität – ihre Geschäfte für drei Tage geschlossen und gehen in die Klöster, um für den Verstorbenen zu beten.

Das Tibetische Parlament und die Tibetische Regierung im Exil rufen die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf die chinesische Regierung auszuüben. Sie soll Journalisten zur freien Berichterstattung ins Land lassen, damit diese die Ereignisse in Ngaba untersuchen.

www.tibet-initiative.de
Autor: Tibet Initiative Deutschland e.V.
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Stand: 12. Oktober 2011
Erstellt: 12. Oktober 2011

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